Rolex Grand Slam of Show Jumping

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„In Spruce Meadows werde ich angreifen!“

Philipp Weishaupt Philipp Weishaupt und LB Convall. Das Bild darf nur im Zusammenhang mit der Pressemitteilung veröffentlicht werden. (Bild: Rolex Grand Slam of Show Jumping/Holger Schupp).

Vom 7. bis 11. September findet im kanadischen Calgary das Spruce Meadows ‚Masters‘ statt, die zweite Jahresetappe im Rolex Grand Slam of Show Jumping. Wie CHIO-Aachen-Gewinner Philipp Weishaupt seine Chancen auf den zweiten Majorsieg in Folge einschätzt und welche Herausforderungen im legendären „International Ring“ von Spruce Meadows auf die besten Reiter der Welt warten, hat der 31-jährige Deutsche im Interview verraten.
 


Vom Ihrem Majorsieg in Aachen gibt es ganz emotionale Bilder. Als beim letzten Starter im Parcours die Stange fiel, sind Sie auf dem Abreiteplatz auf die Knie gesunken...

Philipp Weishaupt: In diesem Moment hat mich einfach die Kraft verlassen, das ging gar nicht anders. Ich konnte es gar nicht glauben. Das war einfach ein umwerfendes Gefühl und ist es immer noch. Sicherlich ein Moment, den ich nie in meinem Leben vergessen werde. Es gibt Millionen von Reitern, aber nur ganz wenigen ist ein solcher Triumph vergönnt. Von daher habe ich mit meinen 31 Jahren schon etwas erreicht, was mir keiner mehr nehmen kann.


Das stimmt! Aber auch Ihr Pferd „LB Convall“ ist mit seinen neun Jahren noch ein Youngster. Für ihn war der CHIO Aachen das erste Major seines Lebens.

Weishaupt: „Convall“ ist einfach ein Ausnahmepferd! Für sein junges Alter ist er schon unheimlich abgeklärt und er hat ein enormes Springvermögen. Vor dem CHIO Aachen war ich mit ihm vier Wochen in Spruce Meadows, um ihn an Grasplätze zu gewöhnen. Das war eine fantastische Vorbereitung und hat ihm unheimlich gutgetan. Für das ‚Masters‘ jetzt ist es natürlich auch von enormen Vorteil, dass er schon mal dort war.


Was ist das Spezielle am Major in Calgary?

Weishaupt: Solche riesengroßen Rasenplätze wie in Calgary gibt es nicht alle Tage, darauf muss man ganz besonders reiten, die Pferde viel mehr galoppieren lassen. Die Zeit zwischen den Sprüngen ist eng, das Hindernismaterial ist unheimlich massiv und auch anders gebaut als auf den meisten Turnieren. Es gibt Pferde, die lieben das, und es gibt Pferde, die mögen das nicht so gerne. Ich habe Glück, dass „Convall“ zur ersten Gruppe zählt.


Mag er denn auch Hallenturniere? Immerhin würde Sie die dritte Station des Rolex Grand Slams im Dezember zum CHI Genf führen.

Weishaupt: Genf ist ja nicht das typische Hallenturnier. Mit einer Reitfläche, die größer ist als die meisten Außenplätze, hat es absoluten Outdoor- Charakter. Aber ganz davon abgesehen, denke ich, dass ein richtig gutes Pferd drinnen wie draußen gewinnt. Von seinem Naturell her liegen „Convall“ die großen Grasplätze schon mehr, aber er hat so viel Qualität, dass er sicher auch in der Halle sehr gute Leistungen zeigen kann.
 


Also genau der richtige Partner für den Grand-Slam-Titel?

Weishaupt: Da will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen! Der Rolex Grand Slam ist eine super Herausforderung, aber nach Scott Brash wird es wohl so schnell keinen neuen Sieger mehr geben. Es gibt vielleicht eine Handvoll Reiter, die alle drei Majors in ihrem Leben überhaupt einmal gewonnen haben. Sie direkt hintereinander zu gewinnen, ist etwas ganz, ganz, ganz Besonderes. Ich bin schon sehr glücklich und stolz, überhaupt im Grand Slam dabei zu sein. Nichtsdestotrotz werde ich in Spruce Meadows angreifen und versuchen, zu gewinnen!

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