Rolex Grand Slam of Show Jumping

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Interview: Steve Guerdat vor dem Rolex Grand Prix

Steve, freuen Sie sich schon auf Sonntag? Wenn Sie im Rolex Grand Prix in Aachen siegen, hätten Sie die nächste Stufe im Rolex Grand Slam erreicht…

Ja klar, ich bin ganz heiß auf den Sonntag, überhaupt auf Aachen. Immerhin habe ich den Rolex Grand Prix hier noch nie gewonnen. Das heißt: Ich werde alles geben!

Was bedeutet der Rolex Grand Slam der Springreiter für Sie?

Der Rolex Grand Slam ist sehr gut für unseren Sport und natürlich auch für die Medien. Und er ist ein Aufmersamkeitsgarant für den internationalen Springsport. Diese drei großen Turniere in Aachen, Genf und Calgary besitzen ein Wahnsinns-Prestige – jeder Springreiter möchte dort gewinnen. Ich finde es gut und wichtig, dass Rolex derartig hinter dieser Initiative steht.

Und wie sehen Sie Ihre Chancen, den Rolex Grand Slam zu gewinnen, diese gewaltige sportliche Herausforderung zu meistern?

Mit Nino Des Buissonnets gehe ich mit einem Pferd an den Start, mit dem ich beim Rolex Grand Slam viel erreichen kann. Wir sind gut vorbereitet und werden gemeinsam alles geben. Nino ist in einer ausgezeichneten Form. Wir werden diese einmalige Chance, die uns am Sonntag geboten wird, nutzen. Ich möchte nicht in ein paar Jahren zurückblicken und mir Vorwürfe machen, dass ich doch nicht alles gegeben habe.

Klar, Nino ist der Star. Sie haben aber auch viele andere talentierte Pferde mit nach Aachen gebracht…

Ja, das stimmt. Zum Beispiel Nasa. Sie werde ich wahrscheinlich im Mercedes-Benz Nationenpreis reiten. Sie liebt große Turniere, da kommt  Aachen gerade recht. Oder Kavalier, ein achtjähriger Hengst, mit dem ich beim Sparkassen-Youngsters-Cup an den Start gehe. Er soll hier vor dieser großartigen Kulisse Erfahrungen sammeln, denn in ein paar Jahren würde ich gerne mit ihm am Grand Prix teilnehmen.

Wie wichtig ist das Pferd für einen Reiter?

Sehr wichtig! Ein Reiter ist nur so gut wie sein Pferd und umgekehrt – das kann man nicht trennen, mir fallen dazu direkt berühmte Paarungen wie Eric Lamaze und Hickstead sowie Meredith Michaels-Beerbaum und Shutterfly ein. Solche Paarungen waren voll und ganz eine Einheit. Die Chemie muss halt stimmen, das Vertrauen muss da sein. Ganz klar: Ohne ein Top-Pferd kann ich ein renommiertes Turnier wie den Rolex Grand Prix in Aachen nicht gewinnen – und einen Rolex Grand Slam schon gar nicht.

Wie war es für Sie, den Grand Prix beim CHI Genf zu gewinnen?

Das Turnier in Genf ist etwas sehr besonderes für mich, sozusagen ein Heimspiel. Viele Reiter wünschen sich, dieses Turnier zu gewinnen. Das Publikum und die Atmosphäre im Palexpo sind einfach toll. Manchmal fürchte ich mich selbst vor so viel Erfolg…

Und was bedeutet der CHIO Aachen für Sie?

Die Turniere in Genf und Aachen sind gar nicht miteinander vergleichbar. Ganz klar, der CHIO Aachen ist das Hauptturnier des Jahres. Mit der ganzen Geschichte im Background und der tollen Springarena ist er natürlich DAS Turnier überhaupt! Vor 40000 Zuschauern in das Hauptstadion einzureiten, speziell beim Rolex Grand Prix, macht wahnsinnig stolz. Und das macht Aachen ebenfalls einzigartig: Die Zuschauer verfügen über ein Wahnsinnswissen über den Reitsport. Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein.

Zumal die Schweiz in diesem Jahr das Partnerland des Weltfests des Pferdesports ist.

Eine gute Entscheidung. Die Stimmung beim Empfang der Schweizer auf dem Aachener Marktplatz war schon beeindruckend. Ich bin mir sicher, dass meine Schweizer Landsfrauen und –männer das CHIO-Publikum begeistern werden.

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