Rolex Grand Slam of Show Jumping

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Mittendrin im CSIO Spruce Meadows 'Masters' 2021: Samstag, 11. September

Tiffany Foster and Brighton (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Tiffany Foster and Brighton (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Tiffany Foster gewinnt die Suncor Winning Round

 

Fünfundzwanzig Pferd-und-Reiter-Teams traten in der Suncor Winning Round (1,50 m) auf nassem Parcours an, nachdem es in der Nacht sowie am frühen Morgen geregnet hatte. Der Stimmung der Zuschauer tat dies jedoch keinen Abbruch, denn sie bekamen Weltklasseleistungen zu sehen, nicht nur von den besten Reitsportathleten aus Kanada, sondern ebenfalls von einer ganzen Reihe Spitzenreitern aus acht weiteren Ländern, die zur diesjährigen Ausgabe des Spruce Meadows ‚Masters‘ nach Calgary gekommen waren.

In der ersten Runde beherrschten die Gastgeber das Feld und so befanden sich gleich vier kanadische Reiter unter den zehn, die sich den Einzug in Runde zwei sicherten, darunter Tiffany Foster mit ihrem 15-jährigen Wallach Brighton, Amy Millar und ihr 11-jähriger Wallach Christiano, sowie das erfahrene Duo Eric Lamaze und Jim Ifko, ersterer auf dem 11-jährigen Wallach Kino, letzterer auf der 12-jährigen Stute Celine Ls La Silla aus der La Silla-Zucht. Das irische Trio aus Jordan Coyle (Centriko Volo), Daniel Coyle (Ivory TCS) und Conor Swail schaffte es ebenfalls unter die Top 10 und stieß in der Winning Round auf die talentierte 23-jährige Belgierin Zoe Conter (Dawa De Greenbay Z), den formstarken Ägypter Nayel Nassar (Igor van de Wittemoere) sowie den britischen Reiter Matthew Sampson (Geneve R).

Doch am Ende glänzte Tiffany Foster auf Brighton vor begeistertem Publikum, nachdem sie sich einen ausreichenden Vorsprung gesichert hatte, um den späten Angriff des Iren, Conor Swail, abzuwehren und ihn mit drei Zehntelsekunden Abstand auf Platz zwei zu verweisen. Platz drei ging an die aktuelle Nummer 59 der Weltrangliste, den ägyptischen Reiter Nayel Nassar.

Hocherfreut über ihren langjährigen Partner, Brighton, sagte Foster nach ihrem Ritt: „Die Suncor Winning Round hier in Spruce Meadows ist ein ganz einzigartiges Turnier, weil man weiß, dass Strafpunkte nicht übertragen werden. Das heißt, man muss es in die Top 10 schaffen, deshalb ist es immer besser, mit ein bisschen Rhythmus an die Sache heranzugehen. Brighton scheint diese Prüfung zu lieben, also haben wir einfach unser Ding gemacht. Das Gute an ihm ist seine unglaubliche Schnelligkeit. Selbst wenn ich eine Stange abwerfe, habe ich normalerweise immer noch eine gute Chance. Aber meistens kommt er fehlerfrei durch!“

Eric Lamaze and Kino (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Eric Lamaze and Kino (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Reiter Interview mit

Eric Lamaze

 

Mit welchen Pferden treten Sie diese Woche an? Und können Sie uns etwas über ihre Charaktere erzählen?

Ich habe Dieu Merci [van T & L] dabei, einen aufstrebenden Hengst. Er ist jetzt 11 und wird mein zukünftiger Star. Er startet hier am Sonntag im CP ‚International‘, presented by Rolex, und ich hoffe, dass er sich – bzw. mir – später einmal einen Sieg in einem Major des Rolex Grand Slam ermöglichen wird. Dieses Pferd wird noch Großes vollbringen. Ich glaube fest an ihn.

Dann habe ich noch mein junges Pferd, Fine Lady [5], die jetzt 18 Jahre alt ist (!) – ich weiß gar nicht, was ich über sie erzählen soll. Sie ist einfach eine Gewinnerin. Sie ist nicht mehr so stark, wie sie es einmal war, aber sie liebt das Springen immer noch, und wir haben vor, sie in Form zu halten bis zum Abschluss in Genf, sofern sie uns das zugesteht.

Ich habe auch ein neues Pferd namens Kino, den wir gerade erst als Ergänzung für dieses Jahr gekauft haben. Imnächsten Jahr werden dann noch ein paar tolle Nachwuchspferde zu uns stoßen. Ich kenne Kino noch nicht so gut und kann daher nicht sagen, wie es laufen wird. Er hatte ein Problem mit seinem vorherigen Reiter. Er kam ursprünglich von Ludger Beerbaum, bevor Rodrigo Pessoa ihn für einen seiner Schüler gekauft hat. Aber die beiden haben einfach nicht harmoniert. Ich mag das Pferd und das Pferd scheint mich auch zu mögen.

Wieso ist das CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ für die Reiter eine so besondere Veranstaltung?

Spruce Meadows ist insgesamt etwas Besonderes. Das Spruce Meadows ‚Masters‘ ist wie Wimbledon für mich, wie das French Open, wie alles zusammengenommen. Es ist ein Rolex Grand Slam Major. Es ist wirklich DAS Ereignis. Dieses Jahr wird man aufgrund der Reisebeschränkungen und Covid nicht die altbekannten Gesichter sehen, aber die Parcours werden deswegen nicht weniger schwierig sein. Ich glaube wirklich, dass es  eine ganz fantastische Veranstaltung werden wird.

Was motiviert Sie und macht Sie so erfolgshungrig?

Ich liebe den Sport einfach. Ich liebe das Springreiten, ich liebe die Schnelligkeit, und ich liebe das Stechen. Ich liebe Adrenalin. Ich liebe die Vorstellung, dass ich heute noch genauso gut reite wie früher. Ich bin nicht mehr ganz so auf Zack, aber diese Vorstellung gefällt mir trotzdem! Adrenalin ist der Begriff, mit dem ich es beschreiben würde.

Haben Sie irgendeine Geheimtaktik für das CP ‚International‘, presented by Rolex, am Sonntag?

Meine Strategie ist es, meinem Pferd [Dieu Merci van T & L] nach dem Springen gestern über 1,55 m in Ruhe zu lassen, damit er sich ausruhen und erholen kann, weil er gerade erst die Reise hierher hinter sich hat, und dann am Sonntag mit ihm den Sieg zu holen.

Was glauben Sie, welchen Reiter es im CP ‚International‘, presented by Rolex, zu schlagen gilt?

Ich glaube, Kent Farrington, Scott Brash und Steve Guerdat. Es ist wie beim Pferderennen: Ich setze immer auf den Favoriten und verliere jedes Mal. Ich weiß es also nicht!

Leopoldo Palacios (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Leopoldo Palacios (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Ein Blick auf den Parcours mit

dem internationalen Parcoursdesigner Leopoldo Palacios

 

Sie müssen froh sein, dass die diesjährige Ausgabe des CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ jetzt doch noch stattfindet, nachdem sie im letzten Jahr wegen COVID-19 abgesagt werden musste?

Ich bin froh und auch sehr glücklich, wieder hier in Kanada zu sein. Ich komme schon seit so vielen Jahren immer wieder nach Spruce Meadows, um die Parcours zu gestalten, aber dass die Turniere 2020 und im ersten Halbjahr 2021 abgesagt wurden, war unglaublich traurig. Ich hoffe wirklich, dass die Fortschritte, die wir aktuell miterleben, so weitergehen und sich 2022 wieder alles beruhigt hat und zur Normalität zurückgekehrt ist.

Wie viel Arbeit hat das Team von Spruce Meadows hineingesteckt, damit die diesjährige Veranstaltung stattfinden kann?

Alle haben unglaublich viel Zeit investiert, um das ‚Masters‘-Turnier auf die Beine zu stellen. Das Team hat unermüdlich daran gearbeitet, dass ich ein Visum bekommen habe, um von Venezuela nach Spruce Meadows reisen zu dürfen. Man muss verstehen, wie international diese Veranstaltung ist und wie viele Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern der ganzen Welt hierherkommen. Ein Team zu finden, war eine gewaltige Herausforderung für das Organisationskomitee. Spruce Meadows ist eine saisonale Veranstaltung, für die viele Leute benötigt werden, und es war nicht leicht, Hilfe zu finden..

Hatten Sie selbst diese Woche mit Herausforderungen zu kämpfen?

Was ich für mich als Herausforderung bezeichnen würde, ist der BMO Nations Cup am Samstag, weil nur fünf Teams antreten. Dafür sind eine Reihe von Faktoren verantwortlich: COVID-19, die noch nicht lange zurückliegende Europameisterschaft, der CHIO Aachen nächste Woche und das Nations-Cup-Finale in Barcelona. Irgendwie scheint alles gegen uns zu sein. Aber wir haben trotzdem ein beträchtliches Preisgeld [600.000 CAD] und mit BMO einen sehr stolzen Sponsor, und wir streben ein ebenso hohes Niveau an wie sonst auch.

Was unterscheidet Spruce Meadows von anderen internationalen Veranstaltungen?

Andere Turniere setzen auf lange Distanzen, sehr leichte Stangen, nicht viele unterschiedliche Materialien und eine sehr kurze Zeitvorgabe. Hier in Spruce Meadows haben wir große Stangen und schwere Hindernisse und ich glaube, wir nutzen mehr Platz als irgendein anderes Turnier. Ich sehe heutzutage überall auf der Welt 5*-Parcours mit 1,60 m und 1,70 m hohen Oxern in Grand-Prix-Veranstaltungen. Bei mir gibt es am Sonntag 1,75 m und mehr, und außerdem kurze Distanzen. Es gefällt uns, die Dinge so zu machen, und es gefällt uns, einzigartig zu sein.

Können Sie uns etwas über den Parcours erzählen, den Sie für das morgige CP ‚International‘, presented by Rolex, entworfen haben?

Ich glaube schon seit vielen Jahren, dass der Parcours, den ich für das Springen am Sonntag gestalte, zu den schwersten der Welt gehört. Die Hauptprüfung in Spruce Meadows ist zu einer Richtgröße dafür geworden, was die Pferde springen können. Und dieses Jahr bin ich zuversichtlich, dass wir einen ganz großartigen Grand Prix erleben werden, denn ich glaube, wir haben hier Reiter von absoluter Weltklasse. In der ersten Runde ist das Niveau ganz normal. Doch nur 12 Reiter ziehen in die zweite Runde ein, und ich glaube, die wird sich als absolutes Limit dessen erweisen, was ihre Pferde bewältigen können.

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Es ist an der Zeit.

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