Rolex Grand Slam of Show Jumping

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Niels  BRUYNSEELS und Gancia de Muze (photo: Kit Houghton) Niels BRUYNSEELS und Gancia de Muze (photo: Kit Houghton)

UND DER SIEGER IST...

DER SIEGER DES ROLEX GRAND PRIX: NIELS BRUYNSEELS

Nach einer sensationellen Leistung im Rolex Grand Prix beim The Dutch Masters, einem der vier Majors des Rolex Grand Slam of Show Jumping, ist Niels Bruynseels als neuer Rolex-Grand-Slam-Herausforderer hervorgegangen.  

Im Scheinwerferlicht der Brabanthallen kämpften die besten Pferde- und Reiterpaare der Welt darum, ihre persönliche Reise im Rolex Grand Slam of Show Jumping antreten zu dürfen.  

Unter den 13 Reitern, die durch einen Nullfehler-Ritt im Umlauf das Stechen erreichen konnten, war auch Scott Brash, was den Druck auf seine Mitstreiter erhöhte. Denn der Brite ist der bislang einzige Reiter, der den Rolex Grand Slam of Show Jumping gewinnen konnte.

Als Achter am Start hatte Marcus Ehning die Messlatte mit einem schnellen, fehlerfreien Ritt in 37.80 Sekunden extrem hoch gelegt, aber letztendlich war es Niels Bruynseels aus Belgien, der in unschlagbaren 37.10 Sekunden zum ersten Majorsieg seiner Karriere sprang.

1. Platz: NIELS BRUYNSEELS (BEL)

  • 2016 und 2017 Sieger des Stephex Rolex Grand Prix
  • Pferd: Gancia De Muze, eine 12-jährige braune Stute

2. Platz: MARCUS EHNING (GER)

  •  
  • Pferd: Cornado NRW, ein 15-jähriger Schimmelhengst

3. Platz: HARRIE SMOLDERS (NED)

  • Zweiter in der Weltrangliste
  • Pferd: Emerald, ein 14-jähriger Fuchshengst

SIEGER-INTERVIEW MIT...

NIELS BRUYNSEELS

WIE FÜHLT ES SICH AN, ZUM ERSTEN MAL EIN MAJOR ZU GEWINNEN?

"Es ist ohne Frage einer meiner größten Siege. Ich habe gar nicht die richtigen Worte, um zu beschreiben, wie viel es für mich bedeutet. Dieses Turnier war schon immer großartig, aber die Unterstützung von Rolex hat es noch besser gemacht und es ist eine Ehre für mich, hierher zu kommen und gegen die besten Reiter der Welt antreten zu dürfen. Die Atmosphäre in der Arena war unglaublich, es war ein ganz besonderer Moment für mich."

IHR ROLEX GRAND SLAM OF SHOW JUMPING HAT NUN BEGONNEN, WIRD IHR FOKUS JETZT AUF DEM CHIO AACHEN LIEGEN?

"Aachen ist definitiv meine nächste Station. Der Rolex Grand Slam of Show Jumping ist der größte Preis in unserem Sport und ich hoffe, dass ich im Juli nach Deutschland kommen und das, was ich hier erreicht habe, wiederholen kann."

HABEN SIE DAS GEFÜHL, DASS DER PARCOURS DEM STANDARD DES ROLEX GRAND PRIX GERECHT WAR?

"Ich denke, dass die Parcoursdesigner einen sehr guten Job gemacht haben. Es war ein schwerer Parcours, aber gut für die Pferde. Es waren 13 Paare im Stechen, was sehr schön für das Publikum war und für einen Spitzenwettbewerb sorgte."

NUN ZU IHREM PFERD, WAREN SIE STOLZ AUF SIE HEUTE?

"Mein Pferd war heute ein Superstar, Ich kann ihr nicht genug danken. Sie gibt immer ihr Bestes für mich und ich hätte nicht glücklicher über ihre Leistung heute Nachmittag sein können. Ich denke, es war ein Vorteil, dass ich als Letzter starten durfte. Alle anderen Reiter waren vor mir dran und ich konnte zuschauen und sehen, wo die Schwierigkeiten des Parcours lagen. Ich hatte einen Plan in meinem Kopf. Ich wusste, dass ich schnell reiten musste und Gancia hat alle Erwartungen übertroffen. Sie ist auf jeden Fall ein besonderes Pferd.“

HINTER DER STALLTÜR MIT...

FRANK DELVALLET, DER PFLEGER DES ROLEX-GRAND-PRIX-GEWINNERS

WIE EMOTIONAL SIND SIE JETZT GERADE, NACH SIE NIELS’ SENSATIONELLEM SIEG IM ROLEX GRAND PRIX?

"Es ist einfach großartig, das Pferd ist unglaublich! Es ist mein erster Sieg in einer 5Sterne-Prüfung und bedeutet so viel für das ganze Team. Ich bin erst seit Juli bei Niels angestellt, aber er ist ein unglaublich guter Reiter und ich bin gerade so gerührt, ich habe sogar eine Träne im Auge!"

IHRE REISE ZUM ROLEX GRAND SLAM OF SHOW JUMPING HAT NUN BEGONNEN, WIE FÜHLEN SIE SICH?

"Es ist so aufregend, Teil des Rolex Grand Slam of Show Jumping zu sein. Wir haben nicht erwartet, dass es so gut laufen würde, und wir hoffen, dass die Reise so lange wie möglich anhält!"

GANCIA DE MUZE IST EIN AUSSERORDENTLICHES PFERD. WIE IST ES, SIE ZU PFLEGEN?

"Sie ist ein wundervolles Pferd, so einfach zu händeln, sie kennt ihren Job und hat heute wieder bewiesen, dass sie eines der besten Pferde der Springreiterszene ist. Sie wird heute Abend viele Streicheleinheiten und Küsse von uns bekommen, auch wenn sie dies nicht besonders mag!"

Parcourdesigner Louis Konickx (Photo: Kit Hougton) Parcourdesigner Louis Konickx (Photo: Kit Hougton)

WÖRTER DES PARCOURDESIGNERS...

LOUIS KONICKX - ROLEX GRAND PRIX PARCOURDESIGNER

ERZÄHLEN SIE UNS ETWAS DARÜBER, WIE MAN ES ANGEHT, EINEN SO WICHTIGEN PARCOURS WIE DEN ROLEX GRAND PRIX ZU BAUEN.

"Wir haben die ersten Ideen und das erste Konzept vor drei Wochen entwickelt. Mein Assistent und ich kommunizieren ständig, tauschen immer Ideen aus, es ist eine Team-Leistung. Da die Arena in diesem Jahr größer ist, haben wir längere Kombinationen und mehr Distanzen eingebaut. Es ist auch sehr wichtig, die richtige Anzahl an Steilsprüngen und Oxern zu haben, denn wenn man zu defensiv ist und zu viele schwierige Oxer baut, verlangt dies zu viel von den Pferden und man bekommt nicht die erwünschte Anzahl Null-Fehler-Ritte. Es muss anspruchsvoll sein… aber machbar."

GAB ES IRGENDWELCHE KNIFFELIGEN AUFGABEN, DIE SIE EINGEBAUT HABEN?

"Ja, aber wir wollten sichergehen, dass der Kurs vielfältig ist, um den verschiedenen Pferdetypen gerecht zu werden. Wenn man nur große Oxer baut, ist dies eine Herausforderung für Pferde, die nicht so viel Vermögen haben, aber es ist einfach für die Pferde mit Vermögen. Daher ist eine gewisse Vielfalt unerlässlich, um letztendlich den besten Wettbewerb zu entwickeln. In jedem Fall wollen wir die Abstimmung zwischen Pferd und Reiter sowie ihre Fähigkeit, zusammen in einer Partnerschaft zu arbeiten, testen. Das ist es, wonach wir Parcoursbauer streben."

IST DER DRUCK AUF SIE NUN GRÖSSER, JETZT, WO DIESER GRAND PRIX ZUM ROLEX GRAND SLAM OF SHOW JUMPING GEHÖRT

"Ja, es gibt auf jeden Fall mehr Druck! Der Meiste kommt von den Reitern. Sie wollen um jeden Preis diese Prüfung gewinnen und sich den Rolex-Grand-Slam-Titel holen, deswegen müssen wir dafür sorgen, dass der Parcours ihnen die Möglichkeit gibt, ihr Bestes zu zeigen. Jetzt, wo diese Prüfung Teil des Rolex Grand Slam ist, geht es um viel mehr als nur das Ergebnis des Grand Prix."

WOHER NEHMEN SIE DIE LEIDENSCHAFT FÜR IHRE TÄTIGKEIT?

"Jeder Tag und jede Veranstaltung ist anders. Ich habe dieses Jahr The Dutch Masters besonders genossen, da wir viele neue Hindernisse gebaut haben, die das Flair der Niederlande widerspiegeln. Unser Fokus lag auf niederländischen Künstlern, zum Beispiel Van Gogh, der unserer Meinung nach einen ‚Dutch Master‛, also einen, niederländischen Meister‘ darstellt. Wir haben auch Hindernisse gebaut, die niederländisches Obst repräsentieren. All diese Kleinigkeiten machen den Parcours meiner Meinung nach zu etwas ganz Besonderem."

Niels  BRUYNSEELS und Gancia de Muze (Photo: Kit Houghton) Niels BRUYNSEELS und Gancia de Muze (Photo: Kit Houghton)

DEN PREIS IM AUGE BEHALTEN: REISE ZUM ROLEX GRAND SLAM

Die erste Ausgabe des The Dutch Masters kam zu einem spektakulären Ende und nun sind alle Augen auf das nächste Major gerichtet, den Rolex Grand Prix des CHIO Aachen am 22. Juli 2018. Die größten Namen des Pferdesports werden erwartet und der neue Herausforderer des Rolex Grand Slam of Show Jumping wird ohne Zweifel alles geben, um mit einem weiteren Sieg Sportgeschichte zu schreiben.

Kent Farrington, winner of the Rolex Grand Prix at CHI Geneva 2017. Kent Farrington and Gazelle, winners of the Rolex Grand Prix at CHI Geneva 2017.

 

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sieg im Rolex Grand Prix des CHI Genf 2017! Sie waren schon einige Male ganz nah dran, nun ist Ihnen endlich der Majorsieg gelungen.

Kent Farrington: Ich bin überglücklich, aber ehrlich gesagt, stehe ich immer noch unter Schock. Ich habe so lange versucht, diesen Großen Preis zu gewinnen. Jetzt, wo ich es geschafft habe, fällt es mir schwer zu glauben, dass es wirklich vorbei ist und dass ich das Turnier als Sieger verlassen habe. Das ist ein fantastischer Jahresabschluss für mich!


Wie schwer war es, sich im Rolex Grand Prix durchzusetzen?

Farrington: Ich war schon oft hier am Start und es ist immer sehr schwer. Man reitet gegen die stärksten Reiter und die besten Pferde der Welt. Der Parcours ist immer sehr anspruchsvoll gebaut und die Zeit ist knapp bemessen. Dass es in diesem Jahr besonders schwierig wird, war mir klar, als ich das erste Paar im Parcours gesehen habe. Es war wirklich ein harter Wettkampf und das macht den Sieg für mich umso wertvoller.


Nun hat der Rolex Grand Slam of Show Jumping für Sie begonnen. Die nächste Etappe findet im März im niederländischen `s-Hertogenbosch statt. Waren Sie schon einmal dort?

Farrington: Vor einigen Jahren nahm ich in `s-Hertogenbosch beim Weltcupfinale teil, aber beim The Dutch Masters bin ich bisher noch nicht geritten. Deshalb freue ich mich sehr darauf! Es ist eines der größten Hallenturniere der Welt und wie es für ein Grand-Slam-Major üblich ist, werden dort die besten Reiter und Pferde der Welt am Start sein. Ich werde mich also gut darauf vorbereiten müssen.


Wie sieht bis dahin Ihr Plan aus?

Farrington: Erst einmal fliege ich nach Florida, um Weihnachten zuhause zu verbringen. Sicherlich werden wir dort auch meinen Majorsieg feiern. Ich habe ein großartiges Team hinter mir, ohne das dieser Sieg nicht möglich gewesen wäre. Wahrscheinlich werde ich den ganzen Winter über in Florida bleiben und dann im Frühjahr für das The Dutch Masters zurück nach Europa kommen. Auch dort den Großen Preis zu gewinnen, wird eine extrem schwere Aufgabe werden, aber ich liebe Herausforderungen. Ich werde definitiv mein Bestes geben, den nächsten Schritt im Rolex Grand Slam of Show Jumping zu schaffen. 

Kent Farrington riding Gazelle winning the Rolex Grand Prix at CHI Geneva 2017. Kent Farrington riding Gazelle winning the Rolex Grand Prix at CHI Geneva 2017.

Kent Farrington hat den Rolex Grand Prix des CHI Genf 2017 gewonnen. Bei der letzten Jahresetappe des Rolex Grand Slam of Show Jumping sprang der US-Amerikaner am Sonntagnachmittag im ausverkauften Palexpo an die Spitze und feierte damit den ersten Majorsieg seiner Karriere.

„Das ist der Sieg, nach dem ich schon seit Jahren gestrebt habe. Ich war ein paar Mal nahe dran und bin überglücklich, heute hier in Genf gewonnen zu haben. Mein Pferd sprang unglaublich, das Publikum hat mich super unterstützt. Es ist ein fantastischer Jahresabschluss für mich“, so Kent Farrington, der im Rolex Grand Prix auf die elfjährige Stute Gazelle gesetzt hatte.

 

Nun darf sich der 36-Jährige in der ultimativen Herausforderung des Pferdesports beweisen, dem Rolex Grand Slam of Show Jumping: Derjenige Reiter, der drei Majors des Pferdesports direkt hintereinander gewinnt, geht als Grand-Slam-Champion in die Geschichte ein und erhält eine Prämie von einer Million Euro. „Das wird eine große Aufgabe, aber ich werde mein Bestes geben“, verspricht Kent Farrington mit Blick auf die kommenden Grand-Slam-Etappen. Im März beim The Dutch Masters in den Niederlanden geht es nun für ihn um den zweiten Majorsieg in Folge. Sollte ihm auch dort der Triumph gelingen, würde er im Juli beim CHIO Aachen 2018 in Deutschland um den Grand-Slam-Titel reiten.

In Genf war Philipp Weishaupt als aktueller Grand-Slam-Herausforderer an den Start gegangen. Im Sattel von Asathir verpasste der Deutsche jedoch den Einzug ins Stechen um den Rolex Grand Prix.

The Dutch Masters, das nächste Major des Rolex Grand Slam of Show Jumping, findet vom 8. bis 11. März 2018 im niederländischen ‘s-Hertogenbosch statt.

The current Grand Slam contender, Philipp Weishaupt, riding Asathir during CHI Geneva 2017. The current Grand Slam contender, Philipp Weishaupt, riding Asathir during CHI Geneva 2017.

 

Am Samstagabend ist die letzte Qualifikationsprüfung für den Rolex Grand Prix zu Ende gegangen und somit stehen alle 40 Reiter fest, die am Sonntag beim CHI Genf 2017 um den Majorsieg im Rolex Grand Slam of Show Jumping reiten dürfen.

Angefangen bei den beiden aktuellen Grand-Slam-Herausforderern Philipp Weishaupt aus Deutschland und Grégory Wathelet aus Belgien umfasst die Starterliste die aktuelle Nummer eins der Welt, Kent Farrington aus den USA, den amtierenden Einzel-Europameister Peder Fredricson aus Schweden, den kanadischen Olympiasieger Eric Lamaze, den amtierenden Doppel-Weltmeister Jeroen Dubbeldam aus den Niederlanden sowie Irlands Topreiter Bertram Allen.

Auch der Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat, dem im Genfer Palexpo bereits dreimal der Majorsieg gelang, ist dabei, ebenso wie der Vorjahressieger Pedro Veniss aus Brasilien und der französische Team-Olympiasieger Kevin Staut. Luciana Diniz wird die portugiesischen Farben im Parcours vertreten und nach ihren beiden zweiten Plätzen in diesem Jahr in Aachen und Calgary um den ersten Majorsieg ihrer Karriere kämpfen.

Der Rolex Grand Prix beginnt am Sonntag um 14:30 Uhr (MEZ). Die komplette Prüfung wird live und kostenlos auf der Website des Rolex Grand Slam of Show Jumping unter www.rolexgrandslam.com übertragen.

Gregory Wathelet and Phillipp Weishaupt during the interview at CHI Geneva 2017 Gregory Wathelet and Phillipp Weishaupt during the interview at CHI Geneva 2017

Beim CHI Genf 2017 haben Philipp Weishaupt und Grégory Wathelet die Chance auf ihren zweiten Majorsieg in diesem Jahr. Ein Interview mit den beiden Grand-Slam-Kandidaten über Kampfgeist, eigenwillige Partner und namhafte Große Preise, die jeder Reiter einmal im Leben gewinnen will.

 

Gestern haben die Wettbewerbe beim CHI Genf begonnen. Wie ist die Stimmung hier im Palexpo?

Grégory Wathelet: Einfach super! Die Atmosphäre hier ist großartig, das Publikum ist unglaublich. Es ist einfach ein richtig gutes Turnier.
Philipp Weishaupt: Absolut fantastisch. Wir kommen jedes Jahr gerne hier her, weil wir einfach wissen, was uns erwartet.


Gestern fand auch bereits die erste Qualifikation für den Rolex Grand Prix statt. Wie ist es für Sie gelaufen?

Wathelet: Für mich war es richtig gut. Ich wollte mich so früh wie möglich für den Großen Preis qualifizieren und mit dem vierten Platz gestern ist mir das gelungen. Jetzt ist für mich schon ein wenig der Druck abgefallen und ich kann mich auf den Großen Preis am Sonntag konzentrieren.
Weishaupt: Ich bin gestern in der Qualifikation ein Nachwuchspferd, die achtjährige Stute Call me Eva, geritten und hatte ein wenig Pech. Wir hatten eine gute erste Hälfte, aber die Wendung auf den Steilsprung nahm ich mit viel Risiko und hatte dort eine Verweigerung. Das war mein Fehler. Aber ich bin guter Dinge, dass mir heute Abend die Qualifikation für den Rolex Grand Prix gelingt. Da werde ich mein bestes Pferd Asathir reiten.


Geht man als aktueller Grand-Slam-Kandidat anders in so ein Turnier? Ist der Druck größer?

Wathelet: Klar. Philipp kann hier in Genf mehr Geld gewinnen als ich, also hat er auch mehr Druck. (beide lachen) Nein, im Ernst: Natürlich denken wir auch an den Grand Slam, aber im Endeffekt ist es der wichtige Grand Prix, den wir gewinnen wollen, egal, ob wir dafür einen Bonus bekommen oder nicht.
Weishaupt: Genauso sehe ich das auch. Das Preisgeld spielt immer eine Rolle, aber in erster Linie willst du als Top-Reiter einmal in deinem Leben den Großen Preis von Genf gewinnen. Der Bonus wäre super, aber alle 40 Reiter werden ihr Allerbestes geben, um zu gewinnen. Ich werde dasselbe tun, aber ohne den Bonus im Kopf. Wenn es gelingt, gelingt es. Und wenn nicht, geht das Leben weiter und ich versuche es im nächsten Jahr noch einmal. 


Welche Pferde haben Sie für den Rolex Grand Prix am Sonntag eingeplant? 

Wathelet: Ich werde Corée reiten, mit der ich im Juli in Aachen gewonnen habe. Mit ihr habe ich es in den vergangenen Wochen etwas langsamer angehen lassen, damit sie nun hier in Genf topfit ist. Heute Abend werde ich sie im Credit Suisse Grand Prix reiten, dann hat sie einen Tag Ruhe und am Sonntag steht dann der Große Preis an.
Weishaupt: Wenn ich mich für Sonntag qualifiziere, werde ich Asathir reiten. Sie war in den vergangenen Wochen sehr gut unterwegs und sie mag solche großen Hallenarenen wie hier in Genf. Gestern sprang ich sie in einer kleinen Prüfung und sie fühlte sich sehr gut an. Heute Abend starte ich mit ihr auch im Credit Suisse Grand Prix, in dem wir uns hoffentlich ein Startticket für den Rolex Grand Pric sichern werden.


Wenn Sie Ihre beiden Top-Pferde miteinander vergleichen, sind sie ähnliche Typen?

Wathelet: Ehrlich gesagt kenne ich Philipps Pferd nicht so gut, deswegen kann ich nur für meine Stute sprechen. Sie ist einfach unglaublich, aber auch unglaublich kompliziert. Eine richtige Frau, also! (lacht) Aber ich weiß, sie kann alle Parcours springen und alles gewinnen, wenn sie mich nur gut genug reiten lässt.
Weishaupt: Ich glaube nicht, dass die beiden besonders viel gemeinsam haben, eher im Gegenteil. Vielleicht kann man sagen, dass beide einen sehr starken Charakter haben. Sie gehen gerne ihren eigenen Weg. Aber ich bin in der glücklichen Position, dass meine Stute super leicht zu reiten ist. Grégory muss da schon härter arbeiten. 


Wie sieht es bei Ihnen beiden aus? Sind Sie denn ähnliche Reiter-Typen?

Weishaupt: Es wäre schön, wenn ich eines Tages mal so ein guter Reiter wäre wie Grégory. Er kann ein Pferd im Parcours einfach zwei Sekunden schneller reiten als jeder andere, und das ist eine Gabe, die nur ganz wenige Reiter auf der Welt beherrschen. Und wenn man schaut, mit wie vielen unterschiedlichen Pferden er schon Große Preise gewonnen hat, ist das wirklich erstaunlich. Ich hoffe, dass ich eines Tages mit ihm mithalten kann.
Wathelet: Ich finde, wir sind uns gar nicht so unähnlich. Jeder Reiter auf diesem Level muss gewisse Eigenschaften haben: Er muss gut organisiert sein. Er muss das, was er macht, wirklich ernst nehmen. Aber vor allem muss er ehrgeizig sein, sehr ehrgeizig! Ein richtiger Kämpfer. Wenn man auf diesem Niveau nicht wirklich gewinnen will, wird man auch nie die Chance haben, zu gewinnen. Ich glaube, Philipp und ich haben diesen Kampfgeist und deswegen konnten wir schon den ein oder anderen wichtigen Großen Preis gewinnen.


Wie schwer wird es am Sonntag für Sie werden, den Rolex Grand Prix und damit ein weiteres Grand-Slam-Major zu gewinnen? 

Weishaupt: Ich glaube, was Scott Brash mit seinem Grand-Slam-Sieg vor zwei Jahren geschafft hat, wird so schnell nicht mehr passieren. Es gibt vielleicht fünf noch aktive Reiter, die in ihrer Karriere drei Majors gewinnen konnten, und manchmal lagen da 20 Jahre zwischen den Siegen. Mehr als ein Major innerhalb einer Saison zu gewinnen, ist eine große Herausforderung. Aber ich habe ein wirklich gutes Pferd und werde mein Bestes geben.
Wathelet: Als der Rolex Grand Slam ins Leben gerufen wurde und wir Reiter zum ersten Mal den Modus gehört haben, dachten wir, es wird unmöglich sein, das zu schaffen. Dann kam Scott und er schaffte es auf Anhieb. Also haben wir gelernt, dass es eben doch möglich ist. Aber wie Philipp gerade gesagt hat, es ist sehr, sehr schwierig. Es sind die Großen Preise, die jeder Reiter einmal in seinem Leben gewinnen will. Das können wir an diesem Wochenende sehen: Alle großen Namen sind hier, mit ihren besten Pferden. Sicherlich hoffen und träumen wir alle davon, die Grand-Slam-Majors zu gewinnen, und im besten Fall im selben Jahr. Aber auch wenn einige Jahre dazwischen liegen, bleibt es eine ganz besondere Leistung. Genauso wie am Sonntag Vierter oder Fünfter im Rolex Grand Prix zu werden. Das wäre bei diesem Starterfeld auch ein tolles Ergebnis.
Weishaupt: Es wird auf jeden Fall ein harter Wettkampf werden und egal wie es ausgeht. Ich bin mir sicher, dass wir großen Sport sehen werden.

Das letzte Major des Jahres 2017 ist in vollem Gange: Seit Donnerstag treten die besten Springreiter der Welt beim CHI Genf in der Schweiz gegeneinander an und die ersten Startplätze für den mit 1,2 Millionen Schweizer Franken dotierten Rolex Grand Prix sind bereits vergeben.

In der ersten Qualifikation, dem Credit Suisse Geneva Classic am Donnerstagabend, sicherten sich die vier besten Reiter eine Startberechtigung für den Großen Preis am Sonntag. Als Sieger ritt der Niederländer Harrie Smolders im Sattel von Zinius vom Platz. Auf den Rängen zwei bis vier folgten Abdel Said aus Ägypten mit Hope van Scherpen Donder, die US-Amerikanerin Laura Kraut mit Deauville S und Grégory Wathelet aus Belgien mit Eldorado van het Vijverhof.

Grégory Wathelet, dem Sieger des Rolex Grand Prix beim diesjährigen CHIO Aachen, steht in Genf ein Grand-Slam-Bonus in Aussicht: Sollte er am Sonntag den Großen Preis gewinnen, wäre dies der zweite Majorsieg innerhalb seines Grand-Slam-Zyklus. Die Belohnung dafür wäre eine Prämie in Höhe von 250.000 Euro.

Wohingegen sich Wathelet bereits zum Turnierauftakt in Topform präsentierte, lief die erste Qualifikation für den aktuellen Grand-Slam-Herausforderer Philipp Weishaupt nicht optimal. Der Deutsche, dem nach seinem Triumph im September in Calgary nun beim CHI Genf der zweite Majorsieg in Folge in Aussicht steht, konnte sich am ersten Turniertag noch keinen Startplatz für den Rolex Grand Prix sichern.

Es gibt allerdings noch drei weitere Qualifikationen: den Credit Suisse Grand Prix am Freitag um 19:15 Uhr sowie am Samstag den Coupe de Genève um 12:15 Uhr und das Rolex IJRC Top 10 Final um 20:30 Uhr. Erst danach stehen alle 40 Paare fest, die am Sonntag ab 14:30 Uhr um Sieg in diesem Major des Rolex Grand Slam of Show Jumping reiten dürfen.

0712_Grégory Wathelet and Eldorado van het Vijverhof competing in the Credit Suisse Geneva Classic at CHI Geneva 2017 Grégory Wathelet and Eldorado van het Vijverhof competing in the Credit Suisse Geneva Classic at CHI Geneva 2017

„Der Sieg in Genf wird eine gewaltige Aufgabe!“

 

Zum letzten Major des Jahres kehrt der Rolex Grand Slam of Show Jumping zurück in die Schweiz: Vom 7. bis 10. Dezember treten die besten Springreiter der Welt beim CHI Genf 2017 gegeneinander an. Ein Interview mit dem aktuellen Grand-Slam-Herausforderer Philipp Weishaupt, der in Genf um den zweiten Majorsieg in Folge reiten wird.

2016 haben Sie den Rolex Grand Prix des CHIO Aachen gewonnen. Nun konnten sie im September beim CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ ebenfalls den Großen Preis für sich entscheiden. 32 Jahre alt und schon zwei Majorsiege auf dem Konto – das ist eine beeindruckende Bilanz …

Philipp Weishaupt: Auf jeden Fall. Jeder, der mit dem Springreiten anfängt, träumt von zwei Dingen: von Championaten und von den legendären Großen Preisen wie Aachen und Calgary. Dass ich es in meinem Alter schon geschafft habe, diese beiden Prüfungen zu gewinnen, macht mich ganz besonders stolz. 


Welchen Stellenwert hat der Rolex Grand Slam of Show Jumping im Reitsport? 

Weishaupt: Die vier Majors, die den Rolex Grand Slam of Show Jumping umfassen, sind tatsächlich die vier besten Turniere, die es im Springreiten gibt. Jedes genießt für sich allein betrachtet schon einen besonderen Ruf, hat seinen eigenen Charme und seine spezifischen Herausforderungen. Wer den Grand Slam gewinnen will, muss sich unter den verschiedensten Bedingungen beweisen. Das macht seinen Stellenwert im Reitsport so einzigartig und den Rolex Grand Slam of Show Jumping für uns Reiter zu etwas ganz Besonderem.


In Genf gehen Sie als aktueller Grand-Slam-Herausforderer an den Start. Was unterscheidet die Indoor-Majors von Aachen und Calgary? 

Weishaupt: Aachen und Spruce Meadows haben die wahrscheinlich größten Grasplätze, die es auf der Welt gibt. Allein deswegen herrschen dort ganz andere Verhältnisse als bei den Hallenturnieren auf Sand in Genf und ’s-Hertogenbosch. In ’s-Hertogenbosch zum Beispiel ist die Arena viel kleiner, da kommt es sehr viel mehr auf die Wendigkeit von Pferd und Reiter an. Genf dagegen hat vom Reitgefühl her relativ wenig von dem typischen Hallencharakter. Wegen der riesigen Arena ist es eher wie ein überdachtes Außenturnier, man hat wie in Aachen oder Calgary viel Platz zum Galoppieren. Das kommt mir und meinen Pferden sehr entgegen. 


Wie schwer wird es für Sie werden, sich in Genf gegen die Konkurrenz durchzusetzen und das zweite Major in Folge zu gewinnen? 

Weishaupt: Das ist eine gewaltige Aufgabe, aber gerade weil sie so schwierig ist, macht es ganz besonders viel Spaß, sich dieser zu stellen. Allein eine Startberechtigung für den Großen Preis zu bekommen, ist die erste große Klippe, denn man reitet gegen die stärksten Paare der Welt und am Ende schaffen es nur die 40 Besten aus den Qualifikationsprüfungen der vorherigen Tage auf die Starterliste für den Rolex Grand Prix am Sonntag. Wenn man diese Hürde genommen hat, muss man schauen, dass das Pferd auch noch genug Energie für den tatsächlichen Höhepunkt des Turniers hat und topfit in den Großen Preis startet. Nur dann kann man in der Prüfung voll angreifen und mit etwas Glück am Ende als Majorsieger vom Platz gehen. 

1120_Weishaupt Philipp Weishaupt, aktueller Rolex Grand Slam of Show Jumping Herausforderer.

1120_Palexpo Palexpo in Genf, das größte Hallenturnier der Welt.

            

CHI Genf 2017: 7. bis 10. Dezember, Palexpo, Genf (SUI)

Der Rolex Grand Slam of Show Jumping geht in die nächste Runde: Zum letzten Major des Jahres reisen die besten Reiter der Welt an das Ufer des Genfer Sees, um sich einmal mehr der ultimativen Herausforderung des Pferdesports zu stellen.

Schon seit dem ersten internationalen Turnier im Jahre 1926 ist der CHI Genf geradezu ein Synonym für Springsport auf allerhöchstem Niveau und lebendig gewordene Tradition. Die Sieger im renommierten Rolex Grand Prix – das sind jene Namen, die auf ewig unvergessen bleiben.

Im vergangenen Jahr schrieb ein Brasilianer in Genf Geschichte: Pedro Veniss setzte sich im Sattel seines Toppferdes Quabri de l’Isle gegen die internationalen Superstars durch und feierte im Palexpo, dieser größten Indoor-Arena der Welt, seinen allerersten Majorsieg. „Es ist das Beste überhaupt, der größte Erfolg in meiner Karriere“, kommentierte der 34-jährige Veniss seine Ausnahmeleistung vor fast genau einem Jahr, die ihm „einen Kindheitstraum erfüllt“ und seinen Namen in die Schlagzeilen gebracht hat.

Jüngst zierte jedoch der Name eines jungen Deutschen die Schlagzeilen, wenn es um den Rolex Grand Slam of Show Jumping ging: Philipp Weishaupt siegte im September im Großen Preis des CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017 und geht damit in Genf als aktueller Grand-Slam-Herausforderer an den Start. Eine Situation, die dem 32-Jährigen bereits bekannt ist, konnte er doch schon im Jahr 2016 den Rolex Grand Prix des CHIO Aachen für sich entscheiden. Damals verpasste er allerdings die Chance auf einen Grand-Slam-Bonus, denn ein weiterer Sieg in den darauffolgenden Majors blieb ihm verwehrt. Das soll sich nun ändern: „Jetzt, wo ich die beiden Outdoor-Majors gewinnen konnte, ist mein Ehrgeiz umso mehr geweckt, auch die beiden Indoor-Majors zu gewinnen. Es wird sehr schwer werden, aber ich werde mein Bestes geben“, versichert Philipp Weishaupt. Sollte ihm hier in Genf erneut der Sprung an die Spitze gelingen, würde er im März 2018 beim The Dutch Masters in den Niederlanden um den Grand-Slam-Titel reiten.

Keine Frage also, dass alle Blicke auf ihn gerichtet sein werden, wenn Philipp Weishaupt am 10. Dezember zum Rolex Grand Prix des CHI Genf in den Parcours einreiten wird. Doch nicht nur ihn werden die Zuschauer ganz besonders im Auge behalten: Grégory Wathelet aus Belgien konnte im Juli den Großen Preis von Aachen gewinnen und hat damit in Genf die Aussicht auf den 250.000-Euro-Bonus für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam- Zyklus. Außerdem wäre da noch der Publikumsliebling Steve Guerdat: Dem Schweizer Olympiasieger gelang bereits dreimal der Triumph im Major von Genf, zuletzt im Jahr 2015. Sicher würde er nur allzu gerne noch einmal seinen Namen auf der Siegerliste des Rolex Grand Prix verewigen. Wer wird als Majorsieger des CHI Genf 2017 in die Geschichte eingehen? 

„Das Gefühl ist nicht in Worte zu fassen“

Philipp Weishaupt, winner of the CP ‚International‘, presented by Rolex at the Spruce Meadows ‘Masters’ 2017. Philipp Weishaupt, Gewinner des CP ‚International‘, presented by Rolex bei den Spruce Meadows ‘Masters’ 2017.

Am Sonntag hat Philipp Weishaupt den CP ‚International‘, presented by Rolex, den Großen Preis des CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017, gewonnen und konnte damit nach seinem Sieg im Rolex Grand Prix des CHIO Aachen 2016 bereits den zweiten Majorsieg seiner Karriere feiern. Ein Interview mit dem 32-jährigen Deutschen über seinen erneuten Erfolg im Rolex Grand Slam of Show Jumping.

 

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sieg im CP ‚International‘, presented by Rolex, dem Großen Preis des CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017! Andere Reiter träumen ihr ganzes Leben lang von einem Majorsieg, Sie dürfen nun schon ihren zweiten feiern. Ist die Freude genauso groß wie beim ersten Mal?

Philipp Weishaupt: Definitiv! Aachen und Calgary, das sind zwei Große Preise, die jeder Reiter einmal gewinnen möchte. Das Gefühl, in meiner vergleichsweise jungen Karriere nun schon beide gewonnen zu haben ist einfach nicht in Worte zu fassen! Ich muss mich ganz, ganz herzlich bei meinem Pferd LB Convall bedanken, der so viel zu diesen Siegen beigetragen hat. Ohne ihn wären sie nicht möglich gewesen. Seine Qualität ist einfach unglaublich! Als wir in Aachen gewonnen haben, war LB Convall erst neun Jahre alt und am Anfang seiner Karriere. Der Sieg kam für viele überraschend und hat ihn erst international bekannt gemacht. In Calgary zählten wir von Anfang an zu den Favoriten und es war für mich nicht unbedingt leicht, diese Rolle auch zu erfüllen. Aber LB Convall hat es mir leichtgemacht. Er hat mir über die ganzen Turniertage hinweg ein fantastisches Gefühl gegeben und ist am Sonntag ganz fantastisch gesprungen.


Er kennt sich in Spruce Meadows ja auch bestens aus…

Weishaupt: In der Tat. In seinem jungen Alter von zehn ist LB Convall schon fünf Mal in Calgary gewesen. LB Convall liebt einfach den „International Ring“. Solche riesigen Rasenplätze liegen ihm ganz besonders. In den vergangenen zwei Jahren haben wir im Sommer jeweils fünf Wochen an der Sommer-Turnierserie von Spruce Meadows teilgenommen. Das waren immer tolle Vorbereitungen für den CHIO Aachen und selbstverständlich auch für das ‚Masters‘. 
 


Bei den nächsten beiden Etappen des Rolex Grand Slam of Show Jumping werden Sie sich allerdings in der Halle und auf Sand beweisen müssen. Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf einen weiteren Majorsieg ein?

Weishaupt: Ich glaube an LB Convalls Qualität, auch in der Halle, und werde ihn natürlich so gut wie möglich auf die Hallenturniere vorbereiten. Aber man kann sich so gut wie möglich vorbereiten und noch so gut in Form sein, am Ende gehört einfach auch ein wenig Glück dazu, damit es für einen Majorsieg reicht. Das, was Scott Brash vor zwei Jahren mit seinen drei Majorsiegen in Folge geschafft hat, war sensationell und wird wahrscheinlich so schnell nicht noch einmal passieren. Aber die Grand-Slam-Etappen sind die vier schönsten Turniere der Welt. Die zwei besten Hallenturniere und die zwei besten Außenturniere in einer Serie vereint zu wissen, ist etwas ganz Besonderes und jeder Reiter träumt davon, den Grand Slam zu gewinnen. Ich werde es auf jeden Fall mit allen Kräften versuchen!

Philipp Weishaupt and Philipp Weishaupt and "LB Convall" winning the "CP ‘International’ Grand Prix presented by Rolex" at the Spruce Meadows 'Masters' 2017, Photo: Rolex Grand Slam / Pascal Renauldon

Philipp Weishaupt hat den CP 'International', presented by Rolex, den Großen Preis des CSIO Spruce Meadows ‘Masters’ 2017, gewonnen. Im Sattel von LB Convall setzte sich der Deutsche am Sonntagnachmittag über zwei Umläufe gegen die Topstars des internationalen Springsports durch und ging als Sieger der zweiten Jahresetappe des Rolex Grand Slam of Show Jumping hervor. Nach seinem Triumph im Rolex Grand Prix des CHIO Aachen 2016 ist es für den 32-Jährigen bereits der zweite Majorsieg seiner Karriere.

„Das Gefühl, hier gewonnen zu haben, ist nicht in Worte zu fassen! Ich muss mich ganz, ganz herzlich bei meinem Pferd LB Convall bedanken, ohne den ich nicht als Sieger hier stehen würde. Seine Qualität ist einfach unglaublich“, so Philipp Weishaupt, der als einziger Reiter über beide Umläufe fehlerfrei blieb und Luciana Diniz (POR) mit Fit For Fun und den US-Amerikaner McLain Ward mit HH Azur auf die Plätze verwies. Nun wird sich Philipp Weishaupt erneut der ultimativen Herausforderung des Pferdesports stellen, dem Rolex Grand Slam of Show Jumping: Derjenige Reiter, der es schafft, drei Majors des Pferdesports direkt hintereinander zu gewinnen, geht als Grand-Slam-Champion in die Geschichte ein und erhält eine Prämie von einer Million Euro. Sollte Philipp Weishaupt also im Dezember beim CHI Genf 2017 ein weiterer Majorsieg gelingen, wird er im März 2018 beim The Dutch Masters im niederländischen ´s-Hertogenbosch um den Grand-Slam-Titel reiten. „Das, was Scott Brash vor zwei Jahren mit seinen drei Majorsiegen in Folge erreicht hat, war sensationell und wird wahrscheinlich so schnell nicht noch einmal passieren. Aber ich werde es auf jeden Fall mit allen Kräften versuchen“, versprach Philipp Weishaupt mit Blick auf die nächsten Etappen des Rolex Grand Slam of Show Jumping.

Versucht hat es Grégory Wathelet in Calgary auch mit allen Kräften, dennoch wollte dem Sieger im Rolex Grand Prix des CHIO Aachen 2017 beim Spruce Meadows ‚Masters‘ nicht der zweite Majorsieg in Folge gelingen: Während der Turnierwoche überzeugte der Belgier mit souveränen Vorstellungen im Parcours. Am Sonntag präsentierten sich Wathelet und sein Hengst Eldorado van het Vijverhof jedoch nicht in Topform und schlossen den CP 'International', presented by Rolex mit acht Strafpunkten aus dem ersten Umlauf auf Platz 29 ab.

Auch für Pedro Veniss, dem als Sieger im Rolex Grand Prix des CHI Genf 2016 in Calgary der 250.000-Euro-Bonus für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus in Aussicht stand, verlief der Große Preis nicht optimal: Auf dem Rücken seines Toppferdes Quabri de l’Isle leistete sich der 34-Jährige im ersten Umlauf einen Abwurf. Ein Strafpunkt für das Überschreiten der erlaubten Zeit kam noch hinzu, sodass sich der Brasilianer am Ende auf Rang 22 platzierte.

Die Qualifikationen sind vorüber, die Starterliste ist geschrieben: 50 Weltklasse-Paare werden sich am Sonntag im legendären „International Ring“ von Spruce Meadows der ultimativen Herausforderung stellen und um den Sieg im mit drei Millionen kanadischen Dollar dotierten „CP ‚International‘, presented by Rolex“ reiten.

Zwei Umläufe in Parcours auf Fünf-Sterne-Niveau gilt es bei dieser Etappe des Rolex Grand Slam of Show Jumping zu überwinden. Sind am Ende der beiden Runden mehrere Paare fehlerfrei, wird ein Stechen über den Majorsieg entscheiden.

Das Starterfeld verspricht einen Wettbewerb der Superlative: Angefangen bei den aktuellen Grand-Slam-Herausforderern Grégory Wathelet aus Belgien und Pedro Veniss aus Brasilien haben sich die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste Kent Farrington aus den USA, der Grand-Slam-Champion von 2015 und Majorsieger des Vorjahres Scott Brash aus Großbritannien und der kanadische Olympiasieger Eric Lamaze für den Großen Preis qualifiziert. Außerdem dürfen sich die Zuschauer auf den Team-Olympiasieger Kevin Staut aus Frankreich, den Majorsieger von Aachen 2014 Christian Ahlmann aus Deutschland, den frisch gekürten Mannschafts-Europameister Cian O’Connor aus Irland, den Italiener Lorenzo de Luca (aktuell Nummer zwei der Weltrangliste), den Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat, den amtierenden Team-Weltmeister Maikel van der Vleuten aus den Niederlanden und die für Portugal reitende Top-Amazone Luciana Diniz freuen – um nur einige der ganz großen Namen des Springsports zu nennen, die ebenfalls auf der Starterliste des Großen Preises zu finden sind.

Am Sonntag um 12 Uhr Ortszeit (UTC/GMT -6:00) startet die erste Runde des „CP ‚International‘, presented by Rolex“. Die gesamte Prüfung wird live im Internet übertragen: Alle Zuschauer aus Kanada können ab 12:00 Uhr Ortszeit (UTC/GMT -6:00) auf CBC (www.cbc.ca/sports) oder auf der Website von Spruce Meadows (www.sprucemeadows.com) verfolgen, wer als Majorsieger von Calgary hervorgehen wird. Für Zuschauer aus allen anderen Ländern der Welt stellt der Rolex Grand Slam of Show Jumping ebenfalls ab 12 Uhr Ortszeit (UTC/GMT -6:00) einen Livestream auf seiner Website unter www.rolexgrandslam.com zur Verfügung.
 

World No.1 Kent Farrington and World No.1 Kent Farrington and "Voyeur" at the Spruce Meadows 'Masters' 2017, Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof

Grégory Wathelet and „Eldorado van het Vijverhof” Grégory Wathelet und „Eldorado van het Vijverhof” im “Cana Cup” bei den Spruce Meadows ‘Masters’ 2017

Die besten Reiter der Welt treten in diesen Tagen beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017, der zweiten Jahresetappe des Rolex Grand Slam of Show Jumping, im kanadischen Calgary gegeneinander an und die aktuellen Grand-Slam-Herausforderer Grégory Wathelet und Pedro Veniss konnten sich bereits am Donnerstag einen Startplatz für den Großen Preis am Sonntag sichern.

Grégory Wathelet, Gewinner der vergangenen Grand-Slam-Etappe im Juli in Aachen, sprang im „Cana Cup“ am Donnerstagnachmittag auf Rang sieben und löste damit eines der 50 Tickets für den mit drei Millionen kanadischen Dollar dotierten „CP ‚International`, presented by Rolex“. „Mein Pferd ‚Eldorado‘ ist in super Form und jetzt, wo uns die Qualifikation für den Großen Preis gelungen ist, geht es für mich in den nächsten Tagen hauptsächlich darum, ihn frisch und motiviert zu halten, um unter optimalen Voraussetzungen am Sonntag an den Start zu gehen“, so der Belgier über seine Pläne, bis es am Sonntag für ihn um den zweiten Majorsieg in Folge geht. Sollte Grégory Wathelet der Sieg im „CP ‚International`, presented by Rolex“ gelingen, würde er im Dezember beim CHI Genf um den Grand-Slam-Titel reiten.

Pedro Veniss, dem Sieger im „Rolex Grand Prix“ des CHI Genf 2016, steht Sonntag im Großen Preis des Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017 der 250.000-Euro-Bonus für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus in Aussicht. Dass der Brasilianer zu den Favoriten um den Sieg im „CP ‚International`, presented by Rolex“ zählt, konnte er ebenfalls am Donnerstag beweisen: Den „Cana Cup“ schloss er auf Platz vier ab und wurde dafür ebenfalls mit einem Startplatz für den Großen Preis am Sonntag belohnt. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis heute“, so Pedro Veniss nach dem „Cana Cup“. „Meine Pferde sind gut aufgelegt und ich hoffe, dass ich auch am Sonntag im Großen Preis eine tolle Leistung zeigen kann.“

Vier Qualifikationen für den Großen Preis sind bereits vorüber, drei stehen noch aus: Am Freitag haben die Reiter im „Friends of the Meadows Cup“ und im „Atco Six Bar“ gleich in zwei Prüfungen die Chance, auf die Starterliste für den „CP ‚International`, presented by Rolex“ zu springen. Die letzten Tickets werden im „BMO Nations‘ Cup“ am Samstag vergeben. Dann stehen schließlich alle 50 Paare fest, die am Sonntag um den Majorsieg im Rolex Grand Slam of Show Jumping reiten dürfen.
 

The picture enclosed shows the Rolex Grand Slam Trophy in the The Rolex Grand Slam Trophy in the "International Ring" of Spruce Meadows.

Am morgigen Mittwoch startet das Spruce Meadows ‚Masters‘ im kanadischen Calgary, die zweite Jahresetappe im Rolex Grand Slam of Show Jumping, und gleich am ersten Turniertag werden die ersten Startplätze für den Großen Preis am Sonntag vergeben.

Von Mittwoch bis Freitag haben die Reiter jeden Tag in zwei Prüfungen die Möglichkeit, sich für den mit drei Millionen kanadischen Dollar dotierten „CP ‚International‘, presented by Rolex“ zu qualifizieren. Die letzten Startplätze werden im Nationenpreis am Samstag verteilt. Danach stehen alle 50 Paare fest, die am Sonntag um den Majorsieg reiten dürfen.

Angekündigt haben sich die Top-Reiter aus insgesamt 19 Nationen. Das Gastgeberland Kanada wird angeführt von seinen beiden Reitsport-Legenden Eric Lamaze und Ian Millar. Aus dem Nachbarland USA kommen unter anderem die aktuelle Nummer eins der Welt Kent Farrington, Beezie Madden, der diesjährige Weltcupfinal-Sieger McLain Ward und Lauren Hough. Auch die europäischen Spitzenreiter sind allesamt nach Kanada gereist: Vorjahressieger Scott Brash (GBR), Kevin Staut (FRA), Christian Ahlmann (GER), Lorenzo de Luca (ITA), Steve Guerdat (SUI), Sergio Alvarez Moya (ESP), Henrik von Eckermann (SWE), Cian O`Connor (IRE), Maikel van der Vleuten (NED) sowie Luciana Diniz (POR) sind nur einige wenige der berühmten Namen, die in Calgary die europäischen Fahnen vertreten werden.

Selbstverständlich sind auch die beiden aktuellen Herausforderer des Rolex Grand Slam of Show Jumping beim Spruce Meadows ‚Masters‘ mit von der Partie: Dem Belgier Grégory Wathelet könnte in Calgary der nächste Schritt in Richtung Grand Slam gelingen. Sollte er nach seinem Sieg im „Rolex Grand Prix“ des CHIO Aachen im Juli nun auch den „CP ‚International‘, presented by Rolex“ gewinnen, wäre dies sein zweiter Majorsieg in Folge, sodass er im Dezember beim CHI Genf um den Grand-Slam-Titel reiten würde. Genau bei diesem Major stand im vergangenen Jahr Pedro Veniss ganz oben auf dem Siegespodest. Ein Triumph in Calgary würde für den Brasilianer demnach eine Prämie von 250.000 Euro für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus bedeuten.

Doch zunächst müssen alle Athleten die Qualifikationsphase meistern: Los geht es am Mittwoch um 9:00 Ortszeit mit dem „Telus Cup“, bei dem sich die besten drei Reiter ein direktes Ticket für den „CP ‚International‘, presented by Rolex“ am Sonntag sichern.

„Vor einem Majorsieg hat jeder Respekt!“

The picture enclosed shows Gregory Wathelet and The picture enclosed shows Gregory Wathelet and "Corée", winners of the "Rolex Grand Prix" at CHIO Aachen 2017.

Es ist wieder an der Zeit! Der Rolex Grand Slam of Showjumping heißt die besten Reiter der Welt zum zweiten Major des Jahres im kanadischen Calgary willkommen: Beim Spruce Meadows ‚Masters‘ vom 6. bis 10. September wird der Belgier Grégory Wathelet besonders im Fokus stehen, denn als aktueller Anwärter auf den Grand-Slam-Titel reitet er um den zweiten Majorsieg in Folge. Was er sich für die kommenden Etappen des Rolex Grand Slam vorgenommen hat, welche Herausforderungen in Spruce Meadows auf Pferde und Reiter zukommen und warum der 10. September gleich in doppelter Hinsicht sein großer Tag werden soll, hat der 36-Jährige im Interview verraten. 

 

Ihr Triumph im „Rolex Grand Prix“ beim CHIO Aachen 2017 war Ihr erster Majorsieg. Ein besonderer Meilenstein Ihrer Karriere?

Gregory Wathelet: Definitiv. Es ist der Traum eines jeden Reiters, seinen Namen auf der Siegertafel in Aachen verewigt zu sehen, und für mich ist es etwas ganz Besonderes, dass ich nun auch darauf stehe. Ein Majorsieg ist anders als andere Grand-Prix-Siege. Etwas, vor dem jeder Respekt hat, zu dem jeder gratuliert. Mein Team und meine Pferdebesitzer nach meinem Sieg in Aachen so glücklich zu sehen, war das allerschönste Gefühl der Welt für mich. 


Mit diesem Sieg hat nun der Rolex Grand Slam of Show Jumping für Sie begonnen.

Wathelet: Diese Herausforderung nehme ich sehr gerne an! Als der Rolex Grand Slam of Show Jumping ins Leben gerufen wurde, war das eine große Sache für uns Reiter, immerhin haben sich die besten Turniere der Welt zusammengetan. Jeder versucht, bei den Majors noch ein bisschen mehr zu leisten, noch ein bisschen stärker zu sein. Ich habe nun die Chance, mich im Grand Slam besonders zu beweisen und freue mich schon sehr auf die kommenden Etappen.


Was ist das Besondere am Spruce Meadows ‚Masters‘?

Wathelet: Es ist ein ganz spezielles Turnier an einem Ort, an den wir Reiter eigentlich gar nicht mehr gewöhnt sind: Die Atmosphäre ist einzigartig, voll von Geschichte und Tradition, so wie es zum Beispiel auch in Aachen der Fall ist. Aber trotzdem unterscheidet sich Spruce Meadows von allen anderen Grand Slam Majors: Die Sprünge sind massiver gebaut, die Linienführung und die Verteilung der Hindernisse im Parcours sind ganz speziell. Alles wirkt größer und mächtiger, auch für die Pferde. Man muss also einen vierbeinigen Partner haben, der sich von diesen Dimensionen nicht einschüchtern lässt. Deswegen vertraue ich auf „Eldorado“. Er hat schon im vergangenen Jahr seine Qualität in Calgary bewiesen und inzwischen sind noch einige sehr, sehr gute Resultate auf anderen Turnieren dazugekommen. Er ist ein Pferd, das über alles und überall springen kann.
 


Am 10. September ist Grand-Prix-Tag in Calgary – und Ihr Geburtstag! Was haben Sie sich denn gewünscht?

Wathelet: Den Sieg natürlich! (lacht) Nein, im Ernst, es ist zufälligerweise so, dass beide Tage aufeinander fallen, aber ich versuche, nicht zu viel darüber nachzudenken. Ich will an diesem Tag einfach so gut wie möglich im Parcours sein und dann schauen, wie es weitergeht. Die Prüfung wird schwer genug sein, die Konkurrenz stark. Um ehrlich zu sein, ist meine Chance, den Großen Preis beim Spruce Meadows ‚Masters‘ zu gewinnen, genauso groß oder klein wie für jeden anderen Reiter auch, der dort an den Start geht. Jeder will gewinnen, jeder hat sein bestes Pferd unterm Sattel. Aber ich werde meine Chance nutzen, ich will später nichts bereuen! Ich werde mit top-vorbereiteten Pferden nach Calgary kommen und dafür kämpfen, dass der 10. September mein ganz großer Tag wird!

The picture enclosed shows the International Ring of Spruce Meadows. It can be used free of charge (picture: Rolex Grand Slam of Show Jumping/Kit Houghton) International Ring of Spruce Meadows

Wenn Sport Geschichte schreibt, dann ist aus einem Athleten ein Held geworden, ein Sieg zu einem Triumph, ein Schauplatz zu einem Symbol. Spruce Meadows ist in dieser Hinsicht legendär.

Schon seit 1976 treffen sich die besten Reiter der Welt auf der imposanten Reitanlage am Fuße der kanadischen Rocky Mountains, um sich in Wettkämpfen auf höchstem Niveau miteinander zu messen. Das Spruce Meadows ‚Masters‘ im September, Etappe des Rolex Grand Slam of Show Jumping, ist der Höhepunkt der Turniersaison. Wer den „International Ring“ nach dem Großen Preis als Majorsieger verlässt, dem ist ein Platz in der Ruhmeshalle des Reitsports sicher.

2016 war es Scott Brash, der den „CP ‚International‘, presented by Rolex“ für sich entscheiden konnte. Genauso wie schon ein Jahr zuvor, als dem Briten beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2015 sein legendärer Triumph im Rolex Grand Slam of Show Jumping gelang: Als erster Reiter überhaupt konnte Brash drei Majors in Folge und damit den Grand-Slam-Titel gewinnen. Grégory Wathelet würde es ihm nur zu gern gleichtun: Aufgrund seines Sieges im „Rolex Grand Prix“ des CHIO Aachen 2017 geht der Belgier in Calgary als aktueller Grand-Slam-Herausforderer an den Start. Sollte er am 10. September 2017 nicht nur seinen 37. Geburtstag, sondern auch seinen zweiten Majorsieg in Folge feiern dürfen, reitet Wathelet im Dezember in Genf um den Grand-Slam-Titel.

„Jeder Reiter träumt davon, den Rolex Grand Slam of Show Jumping zu gewinnen. Die Majors sind die besten und schwersten Turniere unseres Sports. Man reitet gegen die stärksten Paare der Welt und ich weiß, es wird sehr schwer werden, auch in Calgary zu gewinnen. Aber für mich ist das jetzt eine vielleicht einmalige Chance, die ich mit allen Kräften nutzen werde“, verspricht Wathelet, der vor zwei Jahren seine bislang beste Platzierung in Calgary verbuchen konnte, als er den Großen Preis auf Rang sechs abschloss.

Auch Pedro Veniss hat das Spruce Meadows ‚Masters‘ 2015 in bester Erinnerung, sicherte er sich doch den dritten Platz im „CP ‚International‘, presented by Rolex“. 2016 nahm der Brasilianer ebenfalls hocherfolgreich am Turnier teil und beendete den Großen Preis auf Rang acht. In diesem Jahr konnte er bei der Sommer-Turnierserie in Spruce Meadows bereits einen Grand-Prix-Sieg auf Fünf-Sterne-Niveau verbuchen.

Der Zeitpunkt, um in Calgary noch einmal ganz nach oben zu springen, könnte für Veniss nicht besser sein. Denn wegen seines Sieges im „Rolex Grand Prix“ des CHI Genf im vergangenen Jahr hat er nun die Aussicht auf den Bonus für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus. „Meine Pferde sind bestens vorbereitet und sprangen hier schon im Sommer fantastisch. Ich glaube an unsere Chance“, so der 34-Jährige. „Aber letztendlich fallen die Entscheidungen im Parcours.“

Scott Brash, Grégory Wathelet, Pedro Veniss – das sind nur drei der großen Namen, die sich beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017 beweisen wollen. Doch wem wird am 10. September der Majorsieg gelingen? Am Ende wird der Sport seine ganz eigene Geschichte und ein neues Kapitel im Rolex Grand Slam of Show Jumping schreiben.

Interview mit Majorsieger Gregory Wathelet

Am Sonntag ging Gregory Wathelet beim CHIO Aachen 2017 als Sieger des „Rolex Grand Prix“ hervor. Im Interview spricht der Belgier über die Faszination Aachen, das Zeug, aus dem Majorsieger gemacht sind, und seine Geburtstagspläne.

 

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Majorsieg in Aachen! Wie haben Sie den „Rolex Grand Prix“ erlebt?

Gregory Wathelet: Einfach fantastisch! Die Atmosphäre in Aachen ist immer einmalig, das Publikum genauso. Wenn man ins Stadion einreitet, ist das jedes Mal ein ganz besonderes Gefühl, nicht zu vergleichen mit Turnieren, an denen man sonst jedes Wochenende teilnimmt. Man weiß von vorneherein, dass der „Rolex Grand Prix“ eine schwere Aufgabe darstellen wird, so war es auch diesmal. Die Pferde mussten gleichermaßen durch Sprungvermögen, Technik und Schnelligkeit überzeugen. Ich bin einfach unglaublich stolz auf meine Stute. Ich glaube nicht, dass wir Glück hatten. Ich glaube, „Coree“ ist einfach ganz außergewöhnlich gesprungen. Diesen Sieg hat sie mir heute geschenkt. Dank ihr steht mein Name nun auf der Siegertafel in Aachen, und das ist das Allerschönste für mich!


Wann haben Sie denn realisiert, dass der Sonntag Ihr Tag werden könnte?

Wathelet: Ehrlich gesagt erst, als Laura Kraut als Schlussreiterin des Stechens über das letzte Hindernis gesprungen ist. Es war bis zum Ende alles offen, jeder Starter war hochmotiviert. Die Grand Slam Majors sind die besten und schwersten Turniere der Welt. Da reicht es nicht, 100 Prozent zu geben. Man muss 500 Prozent geben und einfach hoffen, dass es reicht. Das ist uns diesmal gelungen.


Und mit diesem Sieg hat nun Ihr persönlicher Rolex Grand Slam of Show Jumping begonnen. Wie geht es nun für Sie weiter?

Wathelet: Der Rolex Grand Slam of Show Jumping ist eine tolle Herausforderung für uns Reiter. Wir sind Rolex sehr dankbar, dass sie unseren Sport so unterstützen und solche fantastischen Turniere wie Aachen, Calgary, Genf und `s-Hertogenbosch ermöglichen. Ich glaube, jeder träumt davon, einmal den Grand Slam zu gewinnen, und natürlich werde ich meine Chance nicht ungenutzt lassen und mich so gut wie möglich auf das nächste Major vorbereiten. Aber erstmal freue ich mich einfach nur über meinen Sieg hier in Aachen. In den nächsten Tagen mache ich dann gemeinsam mit meinem Team einen Plan, wie es bis Calgary weitergeht. 


Sie haben am 10. September Geburtstag. Es mag Zufall sein, dass an diesem Tag in Calgary der Große Preis ausgetragen wird. Aber der zweite Majorsieg in Folge wäre doch ein schönes Geburtstagsgeschenk…

Wathelet: Ja, das schon (lacht). Aber wie gesagt, gerade bin ich überglücklich über meinen Sieg in Aachen. Was danach noch kommt, werden wir sehen. Fest steht auf jeden Fall, dass ich meinen Geburtstag in diesem Jahr in Calgary verbringen werde.

Gregory Whatelet with the Rolex Grand Slam signpost Gregory Whatelet with the Rolex Grand Slam signpost (picture: Rolex Grand Slam of Show Jumping/Kit Houghton)

Für Gregory Wathelet hat der Rolex Grand Slam of Show Jumping begonnen

40.000 Zuschauer waren live dabei, als beim CHIO Aachen 2017 Sportgeschichte geschrieben wurde: Über zwei Umläufe mit anschließendem Stechen um den „Rolex Grand Prix, Großer Preis von Aachen“ konnte sich Gregory Wathelet im Sattel von „Coree“ gegen die geballte Weltspitze des Springsports durchsetzen und die erste Jahresetappe des Rolex Grand Slam of Show Jumping gewinnen. Damit feierte der Belgier den ersten Majorsieg seiner Karriere.

„Es ist einfach ein Traum, nun meinen Namen auf der Siegertafel in Aachen zu sehen! Um ein Major zu gewinnen, reicht es nicht, 100 Prozent zu geben. Man muss 500 Prozent geben, und das haben wir heute getan. Mein Pferd war einfach undglaublich“, so ein überglücklicher Gregory Wathelet, der sich nun der ultimativen Herausforderung des Pferdesports stellen wird: Wer drei Majors direkt hintereinander gewinnt, gewinnt den Rolex Grand Slam of Show Jumping und eine Million Euro zusätzlich zum Preisgeld. Daher heißt es für Gregory Wathelet nun: Voller Fokus auf Calgary, wo er vom 6. bis 10. September beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017 um den zweiten Majorsieg in Folge reiten wird.

Die Sieger der vergangenen Majors konnten indes ihre Chance auf einen Grand-Slam-Bonus nicht nutzen: Scott Brash, der beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 abermals ganz oben auf dem Siegerpodest stand, hatte in Aachen die Aussicht auf eine 250.000-Euro-Prämie für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus. Der Brite leistete sich mit Stute „Ursula XII“ jedoch im ersten Umlauf einen Abwurf und beendete die Prüfung auf Rang neun. Der Sieger des CHI Genf 2016, Pedro Veniss, konnte nicht am „Rolex Grand Prix, Großer Preis von Aachen“ teilnehmen. Das Glück war über die Turnierwoche hinweg nicht auf der Seite des Brasilianers gewesen, dem es letztendlich nicht gelang, sich für den Grand Prix zu qualifizieren. Für ihn ist der Rolex Grand Slam of Show Jumping allerdings noch nicht vorbei: Im September beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017 wird Pedro Veniss derjenige sein, für den es um den mit 250.000 Euro prämierten zweiten Majorsieg innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus geht.

Gregory Wathelet, winner of the Gregory Wathelet, winner of the "Rolex Grand Prix" at CHIO Aachen 2017

Der Rolex Grand Slam live

Für alle, die am Sonntag nicht vor Ort dabei sein können, wenn die besten Reiter der Welt ab 13:15 Uhr (MESZ) im „Rolex Grand Prix“ des CHIO Aachen 2017 um den Majorsieg kämpfen, gibt es eine Live-Übertragung:

Zuschauer aus Deutschland können den „Rolex Grand Prix“ ab 13:15 Uhr live im Fernsehen auf WDR sehen, pünktlich zum 2. Umlauf um 15:15 Uhr übernimmt die ARD die Live-Übertragung.

Für Zuschauer aus allen anderen Ländern stellt der Rolex Grand Slam of Show Jumping direkt auf seiner Website einen Livestream bereit: Ab 13:15 Uhr (MESZ) wird die komplette Prüfung unter www.rolexgrandslam.com übertragen.

A Grand Slam bonus is at stake for Scott Brash in Aachen on Sunday. A Grand Slam bonus is at stake for Scott Brash in Aachen on Sunday.

Ein Majorfinale mit Weltstars und Überraschungen

Die Turnierwoche des CHIO Aachen 2017 neigt sich allmählich dem Ende zu und nun steht fest, welche 40 Reiter im Finale am Sonntagnachmittag, dem „Rolex Grand Prix, Großer Preis von Aachen“, an den Start gehen dürfen.

Eine große Überraschung vorweg: Der aktuelle Grand-Slam-Herausforderer Pedro Veniss wird nicht mit von der Partie sein, wie sich heute in der dritten und letzten Final-Qualifikation, dem „Preis von Nordrhein-Westfalen“, herausstellte: „Im Parcours habe ich gemerkt, dass sich mein Pferd ‚Quabri de l‘Isle‘ nicht gut anfühlte. Er war nicht in seiner üblichen Form, also habe ich nach den ersten Sprüngen aufgegeben“, so ein sichtlich enttäuschter Pedro Veniss, der in der heutigen Prüfung eine Top-Platzierung hätte erreichen müssen, um sich noch einen Startplatz für das Majorfinale zu sichern. „Es war mein großer Traum, im ‚Rolex Grand Prix‘ am Sonntag zu starten, aber das Wohl von ‚Quabri‘ geht vor.“

Auch wenn das Glück in Aachen nicht auf der Seite von Pedro Veniss war, sein persönlicher Rolex Grand Slam ist noch nicht vorbei. Denn im September beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2017 hat der Brasilianer noch die Chance auf den zweiten Majorsieg innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus. Ein Bonus, um den am Sonntag der Brite Scott Brash reiten wird. Denn der Sieger des Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 ist einer der 40 Reiter auf der Starterliste des „Rolex Grand Prix“.

Antreten wird Scott Brash gegen die stärkste Konkurrenz, die der internationale Springsport derzeit zu bieten hat, allen voran der aktuelle Anführer der Weltrangliste, Kent Farrington aus den USA, der mit dem Sieg beim heutigen „Preis von Nordrhein-Westfalen“ seine absolute Topform unter Beweis gestellt hat. Seine Teamkollegen Beezie Madden, McLain Ward, Lauren Hough und Laura Kraut sind ebenfalls dabei. Darüber hinaus beinhaltet die Starterliste für den „Rolex Grand Prix“ die Olympiasieger Steve Guerdat aus der Schweiz, Eric Lamaze aus Kanada sowie Kevin Staut und Roger-Yves Bost aus Frankreich. Der Ire Bertram Allen, der Italiener Lorenzo de Luca, der Spanier Sergio Alvarez Moya, der Schwede Henrik von Eckermann und der Niederländer Harrie Smolders haben sich auch ein Finalticket gesichert. Genauso wie der jüngste Majorsieger aller Zeiten, Olivier Philippaerts aus Belgien, dem 2012 im Alter von 19 Jahren der Grand-Prix-Sieg beim Spruce Meadows ‚Masters‘ gelang, und seine Landsmänner Gregory Wathelet und Pieter Devos, dem Majorsieger von Calgary 2013.

Aus dem Gastgeberland sind zwölf Reiter vertreten, darunter Vorjahressieger Philipp Weishaupt, der dreifache Aachen-Champion Ludger Beerbaum, die Siegerin von 2005 Meredith Michaels-Beerbaum sowie die Youngster Laura Klaphake und Maurice Tebbel.

Die besten Reiter der Welt werden am Sonntag ab 13:15 Uhr im „Rolex Grand Prix, Großer Preis von Aachen“ gegeneinander antreten. Einer von ihnen wird den berühmtesten Turnierplatz der Welt als neuer Majorsieger verlassen. Der Rolex Grand Slam of Show Jumping geht in eine neue Runde!

Kent  FARRINGTON riding Uceko USA Kent Farrington and “Uceko”, winners of the “Prize of North Rhine-Westphalia”, the third and last qualifier for the “Rolex Grand Prix” on Sunday

Erste Qualifikation an Eric Lamaze

Die erste Bewährungsprobe des CHIO Aachen 2017 ist vorüber und genauso wie im vergangenen Jahr ging der Sieg im „Turkish Airlines-Preis von Europa“, der ersten Qualifikation für den „Rolex Grand Prix“ am Sonntag, an den Kanadier Eric Lamaze und „Fine Lady“. Das Paar verwies im Stechen Ludger Beerbaum aus Deutschland im Sattel von „Chiara“ und den Iren Bertram Allen mit „Molly Malone“ auf die Plätze.

Auch der aktuelle Grand-Slam-Herausforderer Pedro Veniss konnte sich mit seinem Top-Pferd „Quabri de l’Isle“ bei seiner Premiere auf Aachener Boden für das Stechen qualifizieren. Dort unterliefen dem Paar jedoch zwei Abwürfe, sodass sie die Prüfung auf Rang 18 beendeten. Eine Platzierung, die dem Brasilianer bereits gute Chancen auf einen Startplatz im „Rolex Grand Prix“ eingebracht hat, denn die besten 40 Reiter aus den drei Qualifikationen erhalten ein Finalticket. Doch noch ist nichts entschieden, erst nach der dritten und letzten Qualifikation am Freitagnachmittag steht fest, welche Paare im Majorfinale an den Start gehen dürfen.

Die nächste Qualifikation für den mit einer Million Euro dotierten „Rolex Grand Prix, Großer Preis von Aachen“ ist der „Mercedes-Benz Nationenpreis“ am Donnerstagabend ab 19:30 Uhr unter Flutlicht, bei dem sich die 18 top-platzierten Reiter direkt ein Finalticket sichern. Die letzte Möglichkeit, den Sprung ins Majorfinale zu schaffen, ist der „Preis von Nordrhein-Westfalen“ am frühen Freitagnachmittag ab 12:45 Uhr.

Der Grand-Slam-Sieger von 2015 Scott Brash verzichtete übrigens auf den Start in der ersten Qualifikation. Als Sieger des Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 hat der Brite in Aachen nämlich nicht nur Chancen auf den Bonus für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus, er ist mit Stute „Ursula XII“ außerdem bereits vorqualifiziert für den „Rolex Grand Prix“.
 

Eric  LAMAZE riding Fine Lady 5 CAN Winner of the Turkish Airlines-Prize of Europe Eric LAMAZE riding Fine Lady 5 CAN Winner of the Turkish Airlines-Prize of Europe

Der Rolex Grand Slam of Show Jumping ist zurück in Deutschland: Der CHIO Aachen 2017 ist im vollen Gange und in den kommenden Tagen geht es für die besten Springreiter der Welt einzig und allein darum, sich einen der begehrten Startplätze für das große Finale am Sonntagnachmittag, den mit einer Million Euro dotierten „Rolex Grand Prix, Großer Preis von Aachen“, zu sichern.

Nicht nur das Gastgeberland ist mit Reitern wie Ludger Beerbaum, Christian Ahlmann, Meredith Michaels-Beerbaum, Marcus Ehning und Vorjahressieger Philipp Weishaupt hochkarätig vertreten. Auch die USA hat mit ihrem Team um den aktuellen Anführer der Weltrangliste Kent Farrington und den Weltcupfinal-Sieger McLain Ward ihre besten Reiter in die Soers geschickt. Genauso sieht es bei den Franzosen aus, die mit Kevin Staut, Roger-Yves Bost und Philippe Rozier gleich drei Reiter der Gold-Equipe der Olympischen Spiele von Rio 2016 stellen. Außerdem dürfen sich die Besucher des Weltfest des Pferdesports auf den kanadischen Bronzemedaillengewinner von Rio, Eric Lamaze, den irischen Topreiter Bertram Allen, den italienischen Überflieger Lorenzo de Luca und den Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat freuen.

Für all diese Athleten wäre der Sieg im Großen Preis am Sonntag zugleich der Beginn ihres persönlichen Rolex Grand Slam: Derjenige Reiter, der drei Majors des Pferdesports direkt hintereinander gewinnen kann, geht als Sieger des Rolex Grand Slam of Show Jumping in die Geschichte ein und erhält eine Prämie von einer Million Euro. Scott Brash aus Großbritannien ist dies 2014/15 als bislang einzigem Reiter gelungen, und auch beim CHIO Aachen 2017 wird er wieder besonders im Fokus stehen: Wegen seines erneuten Triumphs beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 steht ihm nun der Bonus von 250.000 Euro für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus in Aussicht.

Als aktueller Grand-Slam-Herausforderer ist Pedro Veniss nach Aachen gereist: Nach seinem Sieg beim CHI Genf 2016 im vergangenen Dezember hat der Brasilianer nun die Chance auf den zweiten Majorsieg in Folge. Sollte er auch beim „Rolex Grand Prix“ am Sonntag triumphieren, reitet er im September in Calgary um den Grand-Slam-Titel.

Doch wie die meisten anderen Reiter muss sich Pedro Veniss erst einmal für den Großen Preis qualifizieren: Angefangen mit dem „Turkish Airlines-Preis von Europa“, der Hauptprüfung am Mittwoch, führt der Weg auf die Starterliste des „Rolex Grand Prix“ über den „Mercedes-Benz Nationenpreis“ am Donnerstagabend und den „Preis von Nordrhein-Westfalen“, der Hauptprüfung am Freitag. Nur wer in mindestens einer dieser Prüfungen mit einer hervorragenden Platzierung überzeugen kann, erhält eines von insgesamt 40 Tickets für das Major-Finale.

Wird sich Pedro Veniss im starken Starterfeld des CHIO Aachen 2017 behaupten können? Oder wird am Sonntagnachmittag ein neuer Majorsieger aus dem „Rolex Grand Prix“ hervorgehen? Der Rolex Grand Slam of Show Jumping freut sich auf einen spannenden Jahresauftakt!

The picture enclosed shows the Rolex Grand Slam trophy (picture: Rolex Grand Slam of Show Jumping/Andreas Steindl). The picture enclosed shows the Rolex Grand Slam trophy (picture: Rolex Grand Slam of Show Jumping/Andreas Steindl).

Zum ersten Major des Jahres 2017 heißt der Rolex Grand Slam of Show Jumping die besten Springreiter der Welt in Deutschland willkommen: Vom 14 bis 23. Juli treten sie beim CHIO Aachen gegeneinander an und reiten am Finalsonntag um den Sieg im renommierten „Rolex Grand Prix“. Ein Interview mit dem aktuellen Grand-Slam-Anwärter Pedro Veniss aus Brasilien über wahrgewordene Kindheitsträume, einen Sommer in Calgary und das liebenswerteste Pferd der Welt.

 

Ihr Majorsieg in Genf ist nun ein halbes Jahr her. Wie ist es Ihnen und „Quabri de l’Isle“ seitdem ergangen?

Pedro Veniss: Es ist immer noch ein fantastisches Gefühl, wenn ich daran zurückdenke. Diesen Sieg werde ich ewig in Erinnerung behalten. Er war der wichtigste meiner bisherigen Karriere. Nach Genf hat „Quabri“ erst einmal eine Sportpause bekommen und wurde zwei Monate nur zur Zucht eingesetzt. Danach nahmen wir zunächst an ein paar kleineren Turnieren teil und haben uns langsam wieder gesteigert. Versailles im Mai war unser erstes großes Fünf-Sterne-Turnier seit Genf.


Und dort haben Sie den „Rolex Grand Prix“ gewonnen!

Veniss: Ja, das war super! „Quabri“ hat da schon gezeigt, dass er in guter Form ist. Aber um ihn so gut wie möglich auf Aachen vorzubereiten, habe ich den Juni mit ihm in Spruce Meadows verbracht und an der Sommer-Turnierserie teilgenommen. Die riesigen Rasenplätze in Aachen und Spruce Meadows sind sehr speziell, so etwas findet man sonst kaum auf der Welt. Philipp Weishaupt und „LB Convall“ waren im vergangenen Sommer auch in Calgary – und sie gewannen daraufhin den „Rolex Grand Prix“ in Aachen. Jetzt hoffe ich, dass dieser Plan für mich genauso aufgeht.


Wie schätzen Sie Ihre Siegeschancen ein?

Veniss: Mit „Quabri“ habe ich einen großartigen Partner unter dem Sattel, der jeder Aufgabe gewachsen ist. Ein Pferd, mit dem man die ganz großen Prüfungen gewinnen kann! Er hat keine schlechten Tage, gibt immer sein Bestes, egal auf welchem Turnier, und er liebt den Wettbewerb. Seine Mentalität ist einfach unglaublich und dazu ist er das liebenswerteste Pferd auf der Welt. Ich habe großes Glück, ihn reiten zu dürfen und traue ihm auf jeden Fall den Sieg in Aachen zu. Aber ich muss genauso gut sein an diesem Tag!


Es wird Ihr allererster Start in Aachen sein. Was, glauben Sie, wird Sie erwarten?

Veniss: Ich als Brasilianer sage es mal so: Aachen ist das Maracanã des Pferdesports! Als Kind war es immer mein Traum, einmal in Aachen zu reiten. Bei den Weltreiterspielen 2006, ich war gerade 23 Jahre alt, hatte ich schon einmal die Gelegenheit, aber da verletzte sich mein Pferd eine Woche vor dem Start. Von daher ist es jetzt umso mehr ein besonderes Gefühl, dass dieser Traum endlich in Erfüllung geht.


Wie stellen Sie sich den Moment vor, wenn Sie das erste Mal ins Aachener Hauptstadion einreiten?

Veniss: Das wird ein unvergessliches Erlebnis sein! Ich denke, in meinem Innern werden dann noch einmal all die Schritte in meiner Karriere an mir vorbeiziehen, die mich nach Aachen gebracht haben. Im Publikum wird meine Familie sein und mich anfeuern. Es wird ein ganz, ganz besonderes Turnier für mich werden und ich werde mein Allerbestes geben, um am Sonntag den „Rolex Grand Prix“ zu gewinnen!

The picture enclosed shows Pedro Veniss and The picture enclosed shows Pedro Veniss and "Quabri de l'Isle", winners of the Major in Geneva in 2016 and current Rolex Grand Slam contenders.

Wie bereiten sich die besten Reiter der Welt auf die ultimative Herausforderung vor? Wie feiert ein Majorsieger seinen Triumph und wie wird er von seinem Team zuhause empfangen? Was passiert hinter den Kulissen auf den weltberühmten Turnierschauplätzen in Calgary, Genf, Aachen und `s-Hertogenbosch?

Ab sofort hält Sie der neue Social Newsroom des Rolex Grand Slam of Show Jumping stets auf dem Laufenden über alle Majors, Majorsieger und jene, die es werden wollen. Alle Beiträge auf Twitter, Instagram und Facebook mit dem Hashtag #RolexGrandSlam erscheinen gebündelt auf der Homepage des Rolex Grand Slam of Show Jumping, sodass Sie von nun an keine Neuigkeiten mehr über die prestigeträchtigste Trophäe im internationalen Pferdesport verpassen!

Der CHIO Aachen 2017 wird Geschichte schreiben!

In diesem Jahr ist das Weltfest des Pferdesports nicht nur traditioneller Jahresauftakt des Rolex Grand Slam of Show Jumping, sondern zugleich ein neuer Meilenstein der wohl größten Herausforderung des Pferdesports: Wer auch immer als Sieger des „Rolex Grand Prix“ hervorgeht, profitiert als erster Reiter überhaupt vom neuen, noch spektakuläreren Bonussystem des Rolex Grand Slam of Show Jumping.


Mit Beginn des neuen Grand-Slam-Zyklus stößt nämlich The Dutch Masters im niederländischen ’s-Hertogenbosch als feste Jahresetappe zur Serie hinzu, sodass diese fortan von vier Majors – verteilt auf jedes Quartal des Jahres – getragen wird: Der CHIO Aachen im Juli, das Spruce Meadows ‚Masters‘ im September, der CHI Genf im Dezember und schließlich The Dutch Masters im März, das demzufolge im Frühjahr 2018 zum ersten Mal die besten Reiter der Welt als Major des Rolex Grand Slam of Show Jumping empfangen wird.


Doch auch mit der Aufnahme einer vierten Jahresetappe bleibt der bewährte Modus, dass drei Majorsiege in Folge den Grand-Slam-Triumph und eine Million Euro zusätzlich zum Preisgeld bedeuten, bestehen. Gewinnt ein Reiter im direkten Anschluss allerdings auch noch das vierte Major, verdoppelt er seine Prämie auf zwei Million Euro.


Zunächst heißt es aber für die erlesenen Paare, die auf der Teilnehmerliste des diesjährigen CHIO Aachen zu finden sind: Volle Konzentration auf das Hier und Jetzt! Denn für den „Rolex Grand Prix“ am Finalsonntag sind nur 40 Startplätze zu vergeben – und traditionell sind beim Weltfest des Pferdesports die absoluten Topreiter aus aller Welt mit ihren besten Pferden 
anzutreffen. 


Schon seit 1927 misst sich die Elite des Pferdesports auf dem legendären Turniergelände in der Aachener Soers, das jedes Jahr rund 350.000 Besucher anzieht. Am Finalsonntag ist das Aachener Hauptstadion bis auf den letzten Stehplatz besetzt. 40.000 euphorische Zuschauer wollen live dabei sein, wenn Sportgeschichte geschrieben wird. 


Im vergangenen Jahr hat ein junger Deutscher die Feder geführt: Philipp Weishaupt gelang im Sattel von Schimmelhengst „LB Convall“ der Majorsieg vor Scott Brash, dem Grand-Slam-Champion von 2014/15, mit Stute „Ursula XII“. Beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 gewann das Paar unter britischer Flagge den Großen Preis und ging somit beim CHI Genf im vergangenen Dezember als aktueller Grand-Slam-Herausforderer an den Start.


Den Sieg im Genfer Palexpo sicherten sich allerdings Pedro Veniss und „Quabri de l’Isle“ – eben jenes Paar, auf das nun alle Augen gerichtet sind. Denn im „Rolex Grand Prix“ des CHIO Aachen 2017 werden der 34-jährige Brasilianer und sein Ausnahmehengst um den zweiten Majorsieg in Folge reiten.


Wird Pedro Veniss der nächste Schritt in Richtung Rolex Grand Slam gelingen? Oder wird für einen anderen Reiter die Reise beginnen? Die Entscheidung fällt am 23. Juli 2017 im Aachener Hauptstadion!

Wenn der CHIO Aachen die besten Reiter der Welt im Juli 2017 willkommen heißt, ist das nicht nur der Jahresauftakt des Rolex Grand Slam of Show Jumping, sondern zugleich ein weiterer Meilenstein in dieser wohl größten Herausforderung des Pferdesports.

Denn mit Beginn des neuen Grand-Slam-Zyklus stößt The Dutch Masters im niederländischen `s-Hertogenbosch als feste Jahresetappe zum Rolex Grand Slam of Show Jumping hinzu, sodass fortan in jedem Quartal des Jahres ein Major stattfindet: Auf den CHIO Aachen 2017 vom 14. bis 23. Juli in Deutschland folgt das CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ im kanadischen Calgary vom 6. bis 10. September. Den Jahresabschluss bildet der CHI Genf vom 7. bis 10. Dezember in der Schweiz, bevor der Rolex Grand Slam of Show Jumping beim The Dutch Masters vom 8. bis 11. März 2018 zum ersten Mal zu Gast in den Niederlanden sein wird.

Einhergehend mit dem neuen Major präsentiert sich der Rolex Grand Slam of Show Jumping nun auch mit einem neuen Logo. „Im Jahre 2013 haben wir ein einzigartiges Konzept geschaffen, das bis heute in der Welt des Pferdesports seinesgleichen sucht. Die Liebe zu unserem großartigen Partner Pferd, die Begeisterung für unseren Sport und die Hochachtung vor der Tradition sind Werte, die alle Majors seit jeher verbinden und die uns immer wieder die höchsten Maßstäbe setzen und uns gemeinsam weiterentwickeln lassen“, so Linda Southern-Heathcott, Präsidentin des Lenkungsausschusses des Rolex Grand Slam of Show Jumping. „Der Rolex Grand Slam of Show Jumping ist nicht nur ein Zusammenschluss von Weltklasse-Turnieren, er ist eine enthusiastische Partnerschaft, in der wir nun zusammen mit unserem neuen Partner The Dutch Masters den nächsten, spannenden Schritt gehen. Diesen soll das neue Logo nun auch symbolisch markieren.“

Bei aller Innovation bleibt der bewährte Modus des Rolex Grand Slam of Show Jumping allerdings bestehen: Weiterhin bedeuten drei Majorsiege in Folge den Grand-Slam-Triumph und eine Million Euro zusätzlich zum Preisgeld. Neu ist jedoch, dass ein Reiter im direkten Anschluss durch einen zusätzlichen Sieg im vierten Major seine Grand-Slam-Prämie auf 2 Millionen Euro verdoppeln kann. Zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus werden nach wie vor mit 250.000 Euro belohnt bzw. mit 500.000 Euro, falls sie bei zwei direkt hintereinanderliegenden Grand-Slam-Etappen erfolgen.

Der aktuelle Grand-Slam-Herausforderer ist Pedro Veniss aus Brasilien. Er gewann im vergangenen Dezember den „Rolex Grand Prix“ des CHI Genf 2016 und reitet daher beim CHIO Aachen 2017 um den zweiten Majorsieg in Folge. Chancen auf einen Bonus in Höhe von 250.000 Euro hat Scott Brash aus Großbritannien, der Grand-Slam-Champion von 2014/15, da er beim CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 im vergangenen September erneut als Grand-Prix-Sieger hervorgegangen ist.

 

 

Die Termine des Rolex Grand Slam of Show Jumping:

CHIO Aachen: 14-23 Juli 2017

CSIO Spruce Meadows ‚Masters’: 6-10 September 2017  

CHI Genf: 7-10 Dezember 2017

The Dutch Masters: 8-11 März 2018

Linda Southern-Heathcott, Scott Brash, Anky van Grunsven, Marcel Hunze and Jeroen Dubbeldam at the Indoor Brabant RGS announcement The picture enclosed shows (from left to right) Linda Southern-Heathcott, President of the Steering Committee of the Rolex Grand Slam of Show Jumping, Scott Brash, first rider ever to win the Rolex Grand Slam of Show Jumping, Anky van Grunsven, President of Indoor Brabant, Marcel Hunze, Event Director of Indoor Brabant, and the reigning double World and European Champion Jeroen Dubbeldam at the official announcement at Indoor Brabant 2017. (picture: Rolex Grand Slam of Show Jumping/Kit Houghton).

Im Jahre 2018 wird der Rolex Grand Slam of Show Jumping „The Dutch Masters“ als viertes Major des Pferdesports willkommen heißen. 1967 im niederländischen ‘s-Hertogenbosch gegründet, feiert „The Dutch Masters“ in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum und reiht sich damit in die Riege der traditionsreichen Majors CHIO Aachen (Deutschland), CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ (Kanada) und CHI Genf (Schweiz) ein.

 „Wir könnten uns keinen besseren Partner wünschen“, freut sich Linda Southern-Heathcott, Präsidentin des Steering Committees des Rolex Grand Slam of Show Jumping. „Was alle Majors seit jeher vereint, ist die Leidenschaft für den Sport, die Liebe zum Pferd und eine lange Tradition höchster Standards. Aus diesem Grund passt ‚The Dutch Masters‘ perfekt zum Rolex Grand Slam: Es bietet eine herausragende Infrastruktur, hat eine lange Historie und jedes Jahr gehen die besten Reiter der Welt dort an den Start.“

Dabei stellt die Aufnahme eines vierten Majors in den Rolex Grand Slam der Elite des Springsports eine neue spektakuläre Dimension in Aussicht. Wem auch immer es gelingen mag, Scott Brashs phänomenale Errungenschaft aus dem Jahre 2015 zu wiederholen und bei drei Majors in Folge zu siegen, gewinnt den Rolex Grand Slam und einen Bonus von einer Million Euro. Wenn dieser Reiter daraufhin seine Erfolgsserie fortsetzt und im direkten Anschluss auch noch das vierte Major gewinnt, wird er mit einer erneuten Prämie in Höhe von einer Million Euro belohnt. Jeder Bonus versteht sich als Zusatzprämie zum Preisgeld der einzelnen Veranstaltungen.

Unabhängig vom Kalenderjahr beginnt der Zyklus für jeden Reiter individuell mit dem ersten Majorsieg. Ein Bonus von 500.000 Euro für zwei Majorsiege in direkter Folge bleibt nach wie vor bestehen. Ebenso werden weiterhin zwei nicht aufeinanderfolgende Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus – der von nun an jedoch vier Majors umfasst – mit einer Prämie von 250.000 Euro belohnt.

Die vier Majors des Pferdesports, die den Rolex Grand Slam of Show Jumping, formen, verbindet eine lange sportliche Tradition und eine einzigartige Partnerschaft mit Rolex. Dabei hat Rolex in diesem Jahr auch ein Jubiläum zu feiern, denn vor genau 60 Jahren begann ihr Engagement im Pferdesport.

 

„Rolex hat bereits so viel für unseren Sport getan“, so Anky van Grunsven, Präsidentin des „The Dutch Masters“. „Allein die beständige Partnerschaft mit Rolex ist ein Privileg. Nun, ausgerechnet im Jubiläumsjahr des ‚The Dutch Masters‘, Teil des Rolex Grand Slams zu werden, ist ein ganz besonderes Geschenk für uns als Turnierveranstalter.“

Dem pflichtet auch der amtierende Doppel-Welt- und Europameister Jeroen Dubbeldam bei: „Nun sind die beiden besten Freiluft- und die beiden besten Hallenturniere der Welt miteinander vereint. Wir Reiter können unsere Pferde von jetzt an ganz strategisch auf die vier Jahresetappen des Rolex Grand Slam vorbereiten. Ich als Niederländer bin natürlich hocherfreut darüber, dass ‚The Dutch Masters‘ eines der Majors geworden ist und kann es kaum erwarten, im nächsten Jahr im eigenen Land um den Grand-Slam-Titel reiten zu dürfen.“

Der aktuelle Grand-Slam Herausforderer ist allerdings der Brasilianer Pedro Veniss, da er im vergangenen Dezember den „Rolex Grand Prix“ des CHI Genf gewinnen konnte. Er wird im Juli beim CHIO Aachen um den zweiten Majorsieg in Folge reiten.

 

Die Termine des Rolex Grand Slam of Show Jumping:

CHIO Aachen: 14-23 Juli 2017

Spruce Meadows ‘Masters’: 6-10 September 2017   

CHI Genf: 7-10 Dezember 2017

The Dutch Masters: 15-18 März 2018

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sieg im „Rolex Grand Prix“ des CHI Genf! Da haben Sie sich selbst ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht.

Pedro Veniss: Es ist das Beste überhaupt, der größte Erfolg in meiner Karriere! Mein Pferd „Quabri de l´Isle“ sprang schon in der ersten Runde fantastisch, einfach phänomenal. Also habe ich im Stechen alles auf eine Karte gesetzt und bin volles Risiko gegangen, weil ich wusste, dass noch einige sehr schnelle Paare nach uns kommen. Was soll ich sagen? Mein Pferd hat perfekt mitgemacht und am Ende hat alles gepasst. Das war einfach unser Tag!


Dass „Quabri de l´Isle“ die Parcours des CHI Genf liegen, hat er ja schon im vergangenen Jahr bewiesen…

Veniss: Ja, das stimmt. 2015 hatten wir schon zwei fehlerfreie Runden im „Rolex Grand Prix“ und landeten auf dem achten Platz. Das war ein toller Jahresabschluss! Aber leider lief es 2016 dann erst einmal nicht so gut für uns. Bei den Olympischen Spielen in Rio wollte ich vor unserem Heimpublikum unbedingt eine Medaille mit der brasilianischen Mannschaft gewinnen, und ich war sehr enttäuscht, dass es am Ende nicht dafür gereicht hat. Deswegen habe ich mich nach Rio komplett auf den CHI Genf konzentriert. Ich wollte einfach unbedingt gewinnen!


Mit diesem Majorsieg hat nun auch Ihr persönlicher Rolex Grand Slam begonnen. Was halten Sie von dieser Initiative?

Veniss: Der Rolex Grand Slam hat eine ganz besondere Bedeutung für mich, wobei meine Grand-Slam-Geschichte eigentlich schon im vergangenen Jahr in Calgary begonnen hat, als ich Dritter im „CP ‚International‘, presented by Rolex“ wurde. Das war mein erster richtig großer Erfolg, ich war damals ganz außer mir vor Freude. Außerdem wurde ich wegen dieser Platzierung zum CHI Genf eingeladen. Das hat mich regelrecht beflügelt. Der Erfolg in Calgary hat mir vor Augen geführt, dass ich in diesem Sport große Träume habe, die ich verwirklichen will. Von da an habe ich noch härter an mir gearbeitet. Und einer dieser Träume – ein Kindheitstraum, um ehrlich zu sein – ist mit dem Majorsieg in Genf in Erfüllung gegangen. Ein ganz Großer steht allerdings noch auf meiner Liste…


Nämlich?

Veniss: Einmal in Aachen zu reiten. Das war schon immer mein ganz, ganz großes Ziel. 2006 bei den Weltreiterspielen hätte ich einmal die Gelegenheit dazu gehabt. Aber eine Woche vor Beginn verletzte sich mein Pferd, sodass ich nicht reiten konnte. Seitdem hat mich der Gedanke an einen Start in Aachen nicht mehr losgelassen.


Nun werden Sie im kommenden Juli nicht nur beim CHIO Aachen dabei sein, sondern sogar als Grand-Slam-Herausforderer antreten. Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf einen weiteren Majorsieg ein?

Veniss: Allein die Tatsache, jetzt beim Rolex Grand Slam dabei zu sein, ist einfach unglaublich, und noch dazu ein so außergewöhnliches Pferd wie „Quabri de l´Isle“ dafür zu haben, ist das größte Glück für mich. Von daher liegt mein Fokus für 2017 ganz klar auf Aachen und Calgary. Ich weiß, dass es wirklich sehr schwer werden wird, den Rolex Grand Slam zu gewinnen. Aber ich werde weiter hart trainieren und mein Bestes geben. Und wie schon gesagt: Es ist nichts Falsches dran, groß zu träumen!

Pedro Veniss Pedro Veniss

Pedro Veniss hat den „Rolex Grand Prix“ des CHI Genf 2016 gewonnen. Vor 9.500 Zuschauern im ausverkauften Palexpo zeigte der Brasilianer am Sonntagnachmittag eine brillante Nullrunde im Stechen und sicherte sich im Sattel von „Quabri de l’Isle“ vor Olivier Philippaerts aus Belgien und dem Briten Scott Brash den Sieg in der dritten und letzten Jahresetappe des Rolex Grand Slam of Show Jumping.

„Es ist wie ein Traum, ich kann es noch gar nicht richtig fassen“, so ein überwältigter Pedro Veniss über den ersten Majorsieg seiner Karriere, der ihn zum neuen Grand-Slam-Herausforderer gemacht hat. Beim CHIO Aachen im Juli 2017 hat er nun die Chance, seinen persönlichen Rolex Grand Slam fortzuführen und um den zweiten Majorsieg in Folge zu reiten.

In Genf war Scott Brash diese Chance vorbehalten, denn er war – nach seinem legendären Grand-Slam-Triumph in der Saison 2014/15 – erneut als aktueller Titelaspirant in die Schweiz gereist, hatte er doch im September beim Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 in Calgary seinen Sieg aus dem Vorjahr verteidigen können. Als letzter Starter des Stechens sah es auch zunächst nach einem erneuten Triumph des 31-Jährigen aus, doch am Ende waren er und sein derzeitiges Top-Pferd „Ursula XII“ vier Hundertstel langsamer als der Sieger.

Nichtsdestotrotz hat Scott Brash beim CHIO Aachen 2017 noch die Aussicht auf den „Two-Out-of-Three“-Bonus für zwei nicht aufeinanderfolgende Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus. Philipp Weishaupts persönlicher Rolex Grand Slam ging dagegen mit dem CHI Genf zu Ende: Im höchst anspruchsvollen Parcours unterliefen dem Majorsieger des CHIO Aachen 2016 bereits während des Umlaufs zwei Abwürfe, weswegen er den Einzug ins Stechen und somit die Möglichkeit auf eine Grand-Slam-Prämie verpasste.

Der CHIO Aachen 2017, die nächste Etappe im Rolex Grand Slam of Show Jumping, findet vom 14. bis 23. Juli 2017 statt.

Steve Guerdat Steve Guerdat

Morgen werden Sie zum letzten Mal mit ihrem langjährigen Erfolgspartner „Nino des Buissonnets“ in einem internationalen Wettbewerb antreten. Im Anschluss an den „Rolex Grand Prix“ wird „Nino“ feierlich aus dem Sport verabschiedet. Wann war Ihnen klar, dass Genf sein letztes Turnier werden soll?

Steve Guerdat: Es war immer klar, dass, wenn „Nino“ sich mal verabschiedet, es in Genf sein wird. Das ist mein Lieblingsturnier und „Nino“ hat hier schon zweimal den „Rolex Grand Prix“ gewonnen. Das Publikum hier liebt ihn. Die Entscheidung, dass es in diesem Jahr passieren wird, habe ich vor etwa zwei Monaten getroffen. „Nino“ ist jetzt noch in Topform, aber er wird im nächsten Jahr 16 und wenn er sich jetzt verletzen würde, wäre das wahrscheinlich das Ende seiner Karriere. Ich war nicht bereit, dieses Risiko einzugehen. Ich wollte ihm eine Verabschiedung geben, die er verdient hat, auf dem Höhepunkt seiner Form. Die Leute können ihn morgen noch ein letztes Mal genießen, und dann war es das für ihn. So soll es sein!


Sechs Jahre waren Sie gemeinsam im Spitzensport unterwegs und haben unzählige Erfolge gefeiert. Welchen Anteil hat „Nino“ an Ihrer bisherigen Karriere?

Guerdat: Ich glaube, „Nino“ ist mittlerweile eine Legende geworden, nicht nur wegen seines Olympia-Golds oder den beiden Majorsiegen in Genf. Er war zum Beispiel auch zweimal Zweiter im Weltcup-Finale. Er ist nie viele Turniere gegangen, aber was er gemacht hat, hat er immer mit Top-Resultaten abgeschlossen – und er ist jetzt immer noch in Topform. Er ist nicht nur für mich der Beste, sondern sicher eines der besten Pferde der Geschichte.


Mit welchem Gefühl blicken Sie nun auf morgen, wenn Sie wissen, es wird das letzte Mal sein, dass Sie „Nino“ für einen Großen Preis satteln?

Guerdat: Daran will ich jetzt gar nicht denken. Morgen will ich reiten und versuchen, den „Rolex Grand Prix“ noch einmal zu gewinnen. Der Rest kommt danach!


Gut, dann konzentrieren wir uns auf den Sport: Was wird in dieser Hinsicht vom Majorfinale zu erwarten sein?

Guerdat: Es wird sicher ein sehr schwieriges Springen, so wie man es hier in Genf gewöhnt ist. Der Umlauf wird lang werden, im Stechen muss man dann richtig Gas geben. Es sind so viele gute Paare hier, das hat schon das „Rolex IJRC Top 10 Finale“ am Freitagabend gezeigt. Es wird sicher ganz spannend morgen, aber hoffentlich liegt ein bisschen Glück auf unserer Seite, dann können wir das Springen gut abschließen.


Auch Sie haben schon am Freitag eine beachtliche Leistung gezeigt und beim „Rolex IJRC Top 10 Finale“ den dritten Platz mit „Corbinian“ belegt. Im Frühjahr konnten Sie mit diesem Pferd schon das Weltcup-Finale gewinnen. Glauben Sie, dass „Corbinian“ in „Ninos“ Fußstapfen treten könnte, was künftige Championate und den Rolex Grand Slam angeht?

Guerdat: „Corbinian“ ist momentan vielleicht noch nicht ganz so beständig wie „Nino“, aber er ist auf seine Art ein Ausnahmepferd. Er gehört bereits jetzt zu den absoluten Top-Pferden, und es ist schade, dass er von den Leuten bislang noch nicht so wahrgenommen wird. Ich meine, dieses Pferd hat das Weltcup-Finale gewonnen, das allein ist ein riesiger Erfolg in einer Karriere. Von daher muss „Corbinian“ eigentlich nichts mehr beweisen oder in Fußstapfen treten, denn er hat schon seine eigenen hinterlassen.


Zum Schluss noch einmal zurück zum morgigen „Rolex Grand Prix“: Bei Ihren Siegen 2013 und 2015 waren Sie im Stechen ja relativ früh an der Reihe, mussten also noch etliche Ritte abwarten, bis Ihr Sieg schließlich feststand. Hoffen Sie demnach, dass Ihnen eine solche Zitterpartie morgen erspart bleibt?

Guerdat: Ich hoffe einfach, dass ich gut reite. Der Rest ergibt sich dann von selbst! 

Pedro Veniss riding Quabri de l'Isle winner. Pedro Veniss, winner of the Rolex Grand Prix, riding Quabri de l'Isle.

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