Rolex Grand Slam of Show Jumping

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Mittendrin im Rolex Grand Slam: Spruce Meadows 'Masters' - ein Blick auf die Reiter de Topkandidaten

Kent Farrington rides Jasper in Spruce Meadows 2019 (photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Kent Farrington rides Jasper in Spruce Meadows 2019 (photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Rolex Grand Slam 'Rider Watch'

CSIO Spruce Meadows Masters 2021 - ein Blick auf die Reiter

 

Das CSIO 5* Spruce Meadows ‚Masters‘ meldet sich vom 8. bis zum 12. September 2021 als Schauplatz des zweiten Major des Jahres im Rolex Grand Slam of Show Jumping zurück: dem CP ‚International‘, presented by Rolex, das am letzten Tag des Turniers in der imposanten International Arena stattfinden wird.

Nach seinem Sieg im Rolex Grand Prix beim The Dutch Masters in ’s-Hertogenbosch im April – der ihn zum Anwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping gemacht hat – hat der Österreicher Max Kühner seine Teilnahme bestätigt. Neben ihm treten weitere Spitzenreiter an, darunter sechs aus der aktuellen Top 20 der Springreiter-Weltrangliste sowie fünf Rolex-Markenbotschafter. Wie jedes Mal verspricht das fünftägige Event ein wirklich internationales Spektakel zu werden. Insgesamt begrüßt der Gastgeber 15 Nationen sowie stolze 42 Athleten aus dem eigenen Land.

Der Rolex Grand Slam of Show Jumping – ein Blick auf die Reiter

Die aktuelle Nummer drei der Weltrangliste, Martin Fuchs, reist voller Zuversicht nach Calgary, nachdem die Schweiz am vergangenen Wochenende bei der Europameisterschaft als Sieger im Teamspringen hervorgegangen ist. Fuchs hat dazu maßgeblich beigetragen und darüber hinaus mit seinem Wallach Leone Jei im Einzel auch noch die Silbermedaille gewonnen. Nach Spruce Meadwos wird der 29-Jährige von seinem talentierten 10 Jahre alten Wallach, Conner Jei, begleitet.

Der britische Reiter Scott Brash ist ebenfalls wieder in Spruce Meadows mit dabei. 2015 wurde er hier mit seinem legendären Wallach, Hello Sanctos, zum allerersten Champion des Rolex Grand Slam of Show Jumping gekürt. Die aktuelle Nummer vier der Weltrangliste reist mit Hello Vincent nach Calgary, der beim Rolex Grand Prix in Knokke Hippique im Juni einen sehr soliden vierten Platz belegt hat.

Fuchs’ Landsmann und die derzeitige Nummer 10 der Weltrangliste, Steve Guerdat, durfte am vergangenen Wochenende ebenfalls den EM-Titel in der Teamwertung zu seiner beeindruckenden Erfolgsliste hinzufügen. Der dreimalige World-Cup-Champion (2015, 2016, 2019) wird mit seinem verlässlichen 12-jährigen Wallach, Venard De Cerisy, in Spruce Meadows an den Start gehen, auf dem er dieses Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokio Platz fünf in der Teamwertung belegte.

Der Silbermedaillengewinner in der Teamwertung bei den Olympischen Spielen in Rio 2016, Kent Farrington, führt die Riege der US-amerikanischen Teilnehmer an. Er reist mit gleich sieben Pferden nach Spruce Meadows, was wohl keinen Zweifel an seinen Siegesabsichten lassen dürfte. Der aktuelle Weltranglisten-13 wird mit seiner 15-jährigen Stute, Gazelle, seinem 14-jährigen Wallach, Creedance, sowie seiner vielversprechenden Neunjährigen, Orafina, antreten.

Rolex-Markenbotschafter und Heimfavorit, Eric Lamaze, gehört zum Kader der 42 Athleten, die für Kanada die Fahne schwenken. Derzeit belegt Lamaze Platz 120 der Weltrangliste und wird neben seiner 18-jährigen Stute, Fine Lady 5, die ihm 2016 in Rio zur olympischen Bronzemedialle im Einzel verhalf, auch mit seinem 12-jährigen Hengst, Dieu Merci van T % L, sowie dem 13-jährigen Kino antreten.

Zu den weiteren erfolgreichen kanadischen Reitern und Reiterinnen, die auf der Teilnehmerliste stehen, gehören Tiffany Foster, Kara Chad, Mario Deslauriers sowie Erynn Ballard.

Der Anwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping, Max Kühner, ist der einzige österreichische Teilnehmer. Kühner bringt Eic Coriolis des Isles mit nach Spruce Meadows. Mit dem neunjährigen französischen Hengst wird er am CP ‚International‘, presented by Rolex, teilnehmen, der nächsten Etappe seiner Rolex-Grand-Slam-Reise.

Die Gewinnerin des CP 2019 ‚International‘, presented by Rolex, Beezie Madden, gehört dem US-Kader an und reist mit ihrem 15-jährigen Hengst, Breitling LS, aus der La Silla-Zucht zum Turnier. Maddens Landsmann, der viermalige olympische Mannschaftsmedaillengewinner McLain Ward, reist mit seiner Silbermedaille von den Spielen 2020 in Tokio im Gepäck nach Calgary und hofft auf einen weiteren Erfolg in Spruce Meadows mit Kasper van het Hellehof und HH Azur.

Kein Neuling in Spruce Meadows ist nach ihrer Teilnahme am ‚Masters‘ 2019 die 23-jährige Nachwuchsreiterin aus Belgien, Zoé Conter. Sie wird mit ihrem 12-jährigen Hengst, Davidoff De Lassus, und ihrer 12-jährigen Stute, Dolitaire Chavannaise, in den 5*-Prüfungen antreten.

Max Kühner with Elektric Blue at The Dutch Masters 2019 (photo: The Dutch Masters / Remco Veurink) Max Kühner with Elektric Blue at The Dutch Masters 2019 (photo: The Dutch Masters / Remco Veurink)

Live Contender Interview mit:

Max Kühner

 

Wie ist es Ihnen ergangen, seit Sie im April den Rolex Grand Prix beim The Dutch Masters gewonnen haben?

Grundsätzlich geht es mir gut, wenn man bedenkt, dass wir nach den verschiedenen Lockdowns eine Menge Turniere hatten. Nach Den Bosch bin ich mit Elektric Blue als nächstes in Madrid angetreten, wo er den Mannschaftswettbewerb der Global Champions League gewinnen konnte. Danach ist er beim Knokke Hippique mit dabei gewesen, wo er den dritten Platz beim Rolex Grand Prix geholt hat. In Monaco habe ich eines meiner Nachwuchspferde namens Eic Coriolis des Isles geritten, der im Grand Prix auf Platz Zwei gesprungen ist. Und schließlich ist Elektric Blue Vierter beim Grand Prix in Valkenswaard geworden, was eine gute Vorbereitung auf die Europameisterschaft war. Als nächstes steht der CHIO Aachen an. Wir lieben und genießen, was wir tun. Solange alles gut funktioniert, geht es also weniger um Arbeit, sondern mehr um Leidenschaft. Hinweis: Der Text wird nach der Europameisterschaft veröffentlicht, muss also entsprechend aktualisiert werden.

Sie sind aktueller Anwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping – welche Strategie verfolgen Sie für das CSIO Spruce Meadows ‘Masters’?

Ich werde Eic Coriolis des Isles mit nach Spruce Meadows nehmen, einen neunjährigen französischen Hengst, der wie bereits gesagt im Juli beim Grand Prix in Monaco Zweiter geworden ist. Ich reite ihn bereits, seitdem er sieben ist, und kenne ihn daher schon eine ganze Weile. Er hat noch nie an einem Grand Prix wie dem in Spruce Meadows teilgenommen, daher wird es interessant sein zu sehen, wie ihm die eindrucksvolle Turnierarena gefällt. Ich denke, ich werde mit ihm vor dem Grand Prix an zwei Prüfungen teilnehmen, einfach damit er sich an die ganze Situation gewöhnen kann – ich hoffe also, dass er gut vorbereitet ist.

Eic Coriolis des Isles zeigt gewöhnlich gute Leistungen im Freien. Er hat einen hervorragenden Charakter und ist erstaunlich mutig. Allein vom Körper her ist er sehr leistungsfähig, das Springen ist für ihn also sehr einfach – er scheint schier endloses Potenzial zu haben und er hat gute Reiteigenschaften. Natürlich hat er nicht viel Erfahrung und er braucht in der Regel ein oder zwei Tage, um sich an einen neuen Ort zu gewöhnen. Aber er hat eine sehr große Sprungweite und ist nicht schreckhaft oder scheu. Ich denke, Spruce Meadows dürfte ihm also gefallen.

In diesem Jahr liegen die Turniere sehr eng beieinander, daher werde ich Elektric Blue P mit zum CHIO Aachen nehmen, denn das Turnier folgt direkt auf CSIO Spruce Meadows. Wir können uns glücklich schätzen, mit ihm ein Pferd zu haben, das in der Lage ist, einen Grand Prix in der Rolex Grand Slam-Serie zu gewinnen. Wenn wir mehrere von ihnen gewinnen wollen, dann würden wir normalerweise immer dieses eine Pferd wählen. Aber ich denke, es ist zu viel, Woche für Woche das gleiche Pferd springen zu lassen – vor allem bei diesen langen Distanzen zwischen den Veranstaltungsorten.

Welche anderen Pferde werden Sie mit nach Spruce Meadows mitnehmen und auf welche Ihrer Nachwuchstalente sind Sie besonders gespannt?

Als zweites Pferd werde ich Vancouver Dreams mit nach Spruce Meadows nehmen, die ich schon seit über fünf Jahren kenne, also seitdem sie fünf ist. Sie ist ein sehr vorsichtiges Pferd mit einem großen Galoppsprung, das die großen Arenen mag. Sie ist außerdem sehr schnell, ich hoffe also, dass wir mit ihr einen Sieg davontragen können. Eic Coriolis des Isles ist noch jung, ich setze also große Hoffnungen in ihn. Wir haben auch noch Eic Cooley Jump the Q, ein irisches Pferd, vom dem ich einiges erwarte. Er ist erst acht Jahre alt und wir beginnen gerade erst, uns mit ihm an die größeren Prüfungen heranzutasten. Vielleicht nehmen wir ihn also mit zum CHIO Aachen. Es gibt noch eine Reihe weiterer vielversprechender Nachwuchspferde, wie Eic Ambiance Du Seigneur – er ist erst sieben, aber ein hervorragendes Springtalent. Dann gibt es eine achtjährige Stute namens Neugschwents Concordia, die ein sehr vorsichtiges Pferd ist und wahrscheinlich noch etwas länger brauchen wird. Insgesamt verfügen wir für die Zukunft also über einige wirklich tolle Nachwuchspferde, die sich prächtig entwickeln.

Michael Pender and HHS Burnchurch at the CHI Geneva 2019 (photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Michael Pender and HHS Burnchurch at the CHI Geneva 2019 (photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Meet the Next Gen mit:

Michael Pender

 

Was sind Ihre Pläne für das Jahr 2021, und was möchten Sie erreichen?

Die Pferde waren in diesem Jahr ziemlich erfolgreich und ich bin jetzt auf Platz 55 der Weltrangliste, was großartig ist. Gegen Ende des Jahres würde ich gerne an ein paar WM-Qualifikationsspringen teilnehmen. Anschließend beginne ich mit der Vorbereitung auf nächstes Jahr, um zu versuchen, 2022 noch besser abzuschneiden. Ich würde gerne wieder in Genf antreten – ich war 2019 dort und es ist eines der besten Turniere, an denen ich je teilgenommen habe.

Mit welchen Pferden freuen Sie sich dieses Jahr am meisten, bei Turnieren an den Start zu gehen?

Hhs Burnchurch war in diesem Jahr sehr gut und ich habe auch einen Neunjährigen namens Hhs Fast Forward, der wirklich gut gesprungen ist. Hinzu kommt ein weiterer Neunjähriger namens Hhs Javas Gucci, der ebenfalls fantastisches Talent zeigt. Wir haben also ein paar gute Nachwuchspferde, die sich nach oben arbeiten und hoffentlich in Zukunft tolle Leistungen vollbringen werden. Zwei meiner Pferde, Hhs Burnchurch und Hhs Fast Forward, sind Brüder – sie sind sich vom Charakter her sehr ähnlich und teilen viele Charakterzüge und Eigenheiten. Wenn du sie reitest, weißt du einfach, dass sie beide bestimmte Dinge auf dem Hof oder in der Arena genau im Auge behalten werden. Das ist schon lustig. Beide sind sehr talentiert und Burnchurch blieb beim Rolex Grand Prix in Genf 2019 sowie bei ein oder zwei anderen 5*-Grand Prix fehlerfrei. Ich bin auch gerade in Dublin angetreten, mit einem sehr guten sechsjährigen Pferd namens Hhs Corneta. Sie sprang dort wirklich gut und ich denke, sie hat gute Chancen, in Zukunft Grand Prix-Pferd zu werden. 

Welchen positiven Beitrag leistet der Rolex Grand Slam Ihrer Meinung nach für den Springsport?

Er hat meiner Meinung nach Erstaunliches für den Springsport geleistet. All diese Turniere zusammenzubringen und so viel Preisgeld zu auszuschreiben, ist einfach unglaublich. Ein Gewinn des Rolex Grand Slam ist sehr schwierig, es wirklich eindrucksvoll, dass Scott [Brash] es geschafft hat. Ich bin gespannt, ob es in Zukunft noch jemand anderem gelingen wird, den Rolex Grand Slam zu gewinnen. Alle zugehörigen Turniere sind großartige Veranstaltungen und feste Termine im Springreitkalender. Eine Teilnahme allein ist in meinen Augen bereits eine große Errungenschaft, aber einen Major zu gewinnen, wäre echt fantastisch. Der Rolex Grand Slam bietet unserem Sport ein absolutes Highlight: Eine Woche springt man in Genf, dann in ’s-Hertogenbosch, und dann in zwei der größten Grasarenen der Welt. Ich springe lieber im Freien und obwohl Genf eines der eindrucksvollsten Turniere ist, bei denen ich jemals dabei war, finde ich die großen Grasarenen doch einfacher.

Was haben Sie im Laufe der letzten 18 Monate gelernt und welche positiven Schlüsse ziehen Sie daraus?

Ich habe gelernt, dass es definitiv nicht schaden kann, einem Pferd eine Auszeit zu gönnen. Weil unsere Pferde nicht jede Woche auf Turnieren gewesen sind, konnten sie sich in den vergangenen 18 Monaten deutlich weiterentwickeln. Mir ist klar geworden, dass wir die Pferde nicht drängen sollten – sie brauchen Zeit und werden mit dem Alter immer noch besser. Ich habe mehr Zeit zu Hause mit meiner Familie und den jungen Pferden verbracht, was sehr schön gewesen ist. Ein paar Mal die Woche zu Hause zu Abend zu essen und die Nachwuchspferde öfter selbst zu reiten, war ein echter Pluspunkt in den letzten anderthalb Jahren. Diese Dinge geraten schnell in Vergessenheit, wenn wir jede Woche auf Turnieren sind und viel los ist. Und obwohl es eine sehr schöne Zeit war, die wir zusammen zu Hause hatten, ist es auch wirklich toll, zurück auf den Turnieren zu sein und wieder loslegen zu können.

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