DIE QUALIFIKATIONSPRÜFUNG FÜR DEN ROLEX GRAND PRIX

Daniel Coyle riding Farrel Daniel Coyle riding Farrel

Der TSCHIO Aachen, das zweite Major des Rolex Grand Slam of Show Jumping in diesem Kalenderjahr, startete heute auf dem Veranstaltungsgelände der Aachener Soers und hieß die führenden Pferd- und Reiterpaare der Welt zu drei Tagen voller Spitzensport willkommen. Eins der Highlights des Eröffnungstages war die 1. Qualifikationsprüfung für den Rolex Grand Prix am Sonntag. 49 Reiter und Reiterinnen fanden sich in der legendären Hauptarena ein, um sich einen Platz in der Spitzenprüfung der Veranstaltung zu sichern.

Die 1,55-m-Prüfung über 13 Hindernisse wurde in nur einer Runde gegen die Zeit ausgetragen und der Sieg ging an den Reiter oder die Reiterin mit den wenigsten Fehlern in der schnellsten Zeit. Der von Frank Rothenberger entworfene und angemessen knifflige Parcours verlangte dem herausragenden Starterfeld Genauigkeit, Tempo und Gelassenheit ab.

Unter den Startern der 1. Qualifikationsprüfung für den Rolex Grand Prix befanden sich Rolex Grand Slam Major-Gewinner sowie Olympia-, WM- und EMsieger, was die hohe Dichte an Qualität hervorhob, das bei dieser Sonderausgabe des TSCHIO Aachen vertreten ist. Der zweite Starter, der Schwede Henrik von Eckermann, war der Erste des Weltklasse-Starterfelds, der mit einer fehlerfreien Runde in 74,30 Sekunden auf Qasirah van de Reistenhoek die Richtzeit vorgab. Die Führung wurde ihm jedoch schon bald von dem Iren Shane Sweetnam abgerungen, der die Zeit des amtierenden Weltmeisters im Einzel um mehr als eine Sekunde verkürzte und auf James Kann Cruz mit 72,94 Sekunden über die Ziellinie ritt.

Luciana Diniz und ihr Schimmel Vertigo Du Desert legten die Messlatte danach noch höher und unterboten die Zeit auf 71,47 Sekunden, bevor sich Irland mit Daniel Coyle erneut an die Spitze setzte, der auf Farrel eine meisterhaft kalkulierte Runde absolvierte, nach der die Uhr bei 70,99 Sekunden stoppte. Da noch viele der führenden Pferd- und Reiterpaare dieses Sports in den Startlöchern standen, setzte Coyles Zeit das restliche Starterfeld stark unter Druck. Mehrere Paare sorgten in den späteren Phasen für große Spannung, doch niemand konnte die Zeit des Iren unterbieten, sodass sich Coyle in der 1. Qualifikationsprüfung des Wochenendes für den Rolex Grand Prix den Sieg holte.

Seinen Sieg kommentierte Coyle wie folgt: „Das ist ein toller Auftakt für das Wochenende. Die erste Qualifikationsprüfung zu gewinnen, kommt nicht oft vor. In Tempoprüfungen braucht man oft ein bisschen Glück – das mir heute hold war – und das ist ganz normal. Hier sind die besten Reiter und Reiterinnen der Welt und heute hatte ich das große Glück, ganz an der Spitze zu landen. Farrel ist jetzt 16 und ich habe ihn schon, seit er sieben Jahre alt war.. Er hat jeden Meilenstein zusammen mit mir erreicht und war einfach unglaublich. Er ist wie mein bester Freund. Wenn ich Hilfe brauche, ist er immer für mich da, und heute mussten wir uns qualifizieren, also ist er über sich hinausgewachsen.“

Der Ire fügte noch hinzu: „Aachen ist eins der wichtigsten Turniere der Welt, weshalb es immer etwas ganz Besonderes ist, hier zu gewinnen. Ich bin mir noch nicht sicher, welches Pferd ich am Sonntag reiten werde. Ich werde das mit dem Besitzer besprechen, mir die Videos ansehen und dann überlegen, welches Pferd die beste Wahl für den Rolex Grand Prix ist. Im Augenblick habe ich mich noch nicht entschieden.“