Farrington triumphiert beim CHI Geneva und holt sich seinen dritten Sieg bei den Rolex Grand Slam Majors

© Rolex Grand Slam / Sofya SK © Rolex Grand Slam / Sofya SK


Der Rolex Grand Prix beim CHI Genf 2025 bildete den spannenden Höhepunkt der 64. Ausgabe dieses legendären Turniers, bei dem 40 der weltbesten Reiter aus zwölf Nationen um das letzte Rolex Grand Slam of Show Jumping-Major der Saison kämpften. Darunter befanden sich zwölf ehemalige Rolex Grand Slam Major-Sieger, darunter bekannte Namen wie Steve Guerdat, Christian Ahlmann, Harrie Smolders, Kent Farrington und Scott Brash.  

 

Der erste, von Gérard Lachat angelegte Parcours, stellte die Präzision und Gelassenheit der Reiter bei 14 anspruchsvollen Hindernissen mit einer Höhe von 1,60 m auf die Probe. Der Italiener Piergiorgio Bucci gab früh das Tempo vor und setzte sich mit 71,51 Sekunden klar an die Spitze. Ihm folgten Shane Sweetnam (IRL), Marc Dilasser aus Frankreich, der Schweizer Jason Smith, Kent Farrington (USA), Thibeau Spits aus Belgien sowie das deutsche Duo Sophie Hinners und Christian Ahlmann, sodass sich insgesamt acht Reiter für das Stechen mit acht Hindernissen qualifizierten. Bei Live-Anwärter Scott Brash fielen zwei Hindernisse, was einen neuen Live Contender auf den Rolex Grand Prix-Titel garantierte, als sich die Aufstellung für das Stechen herauskristallisierte. 

 

Das Stechen sorgte für Spannung bis zum Schluss. Der Ire Shane Sweetnam und sein Schimmelwallach James Kann Cruz setzten mit einem Double Clear [zwei fehlerfreie Runden] in 41,39 Sekunden hohe Maßstäbe, gefolgt vom Schweizer Jason Smith und seinem Hengst Picobello Van't Roosakker, die das heimische Publikum begeisterten. Das Tempo zog dann noch einmal an, als Kent Farrington auf seiner Schimmelstute Greya eine fulminante fehlerfreie Runde hinlegte und Sweetnam mit sensationellen 40,04 Sekunden vom ersten Platz verdrängte. Der Belgier Thibeau Spits und die Deutsche Sophie Hinners absolvierten ebenfalls fehlerfreie Runden, waren jedoch beide mehr als zwei Sekunden langsamer als Farrington. Als letzter Teilnehmer absolvierte Christian Ahlmann die Runde mit einem frühzeitigen Abwurf und überließ Farrington damit den Sieg – und den Titel „Rolex Grand Slam Live Contender“. 

 

Dieser Triumph war Farringtons dritter Sieg bei einem Rolex Grand Slam-Major – und sein erster Major-Sieg seit über sechs Jahren. Nach der Enttäuschung am Freitag beim Rolex IJRC Top 10 Finale, wo er knapp hinter Scott Brash den zweiten Platz belegte, war dies ein besonders schöner Erfolg. Mit diesem Sieg stellte Farrington erneut seine unübertroffene Schnelligkeit, Präzision und seine Nervenstärke unter Beweis und krönte damit seine bemerkenswerte Woche in Genf. 

 

Seinen dritten Major-Sieg kommentierte Farrington wie folgt: „Ich bin sehr stolz, mit einem Spitzenpferd hierher zurückgekehrt zu sein, und ich bin sehr zufrieden mit ihrem heutigen Ergebnis. Ich fand, dass sie unglaublich gut gesprungen ist und es verdient hat, eine so große Prüfung wie diese zu gewinnen. Das ist ein großartiger Abschluss für dieses Jahr. 

 

Zu seiner Stute Greya sagte Farrington: „Ich bin sehr stolz auf Greya und freue mich für mein gesamtes Team, das hinter mir steht und ohne das dieser Sieg nicht möglich gewesen wäre. Es ist wirklich ein Teamergebnis, hinter dem viel Arbeit steckt, und ich freue mich sehr für alle Beteiligten. 

 

Abschließend fügte Farrington bezüglich seiner Stallmeisterin Denise Moriarty hinzu: „Denise hat einen großen Anteil an meinem Erfolg. Sie ist schon seit langer Zeit bei mir, seit mehr als zehn Jahren. Sie war ein wichtiger Teil meiner Reise und meiner Karriere, hat diese Pferde großgezogen und die Höhen und Tiefen mitgemacht, die eine harte Realität unseres Sports sind – man verliert viel mehr, als man gewinnt. Ich bin sehr glücklich, sie in meinem Team zu haben, damit sie in schwierigen Momenten für mich da ist und in großartigen Momenten mit mir feiert.“