Anky Van Grunsven - Rolex Grand Slam/Sofya Khizhik
Wie sind die Vorbereitungen für die diesjährige Ausgabe des The Dutch Masters verlaufen und was hatte für Sie als Präsidentin die oberste Priorität?
AvG: Die Vorbereitungen für die diesjährige Ausgabe des The Dutch Masters sind wirklich gut verlaufen. Wir haben ein super Team und alle wissen genau, was sie zu tun haben. Das erleichtert die Zusammenarbeit ungemein. Nach jeder Ausgabe der Veranstaltung sehen wir uns an, womit wir zufrieden waren und welche Aspekte wir im folgenden Jahr vielleicht verbessern können. Wir sind zufrieden damit, wie derzeit alles läuft, überlegen aber immer, wie wir es noch besser machen können. Diese stetige Verbesserung ist uns enorm wichtig.
Auch die Kommunikation innerhalb des Teams ist sehr wichtig. Jeder hat seinen Aufgabenbereich, aber wir besprechen alle Ideen gemeinsam. Jeroen Dubbeldam, unser Sportdirektor, hat ein paar sehr gute Ideen für die Veranstaltung eingebracht. Beispielsweise die Prüfung am Donnerstagabend [HeadFirst Group Prize – Best of Champions], bei der die Reiter die Pferde tauschen.
So etwas wäre mir nie eingefallen, denn als Reiter denkt man immer: „Das ist mein Pferd!“ Aber es hat sich als tolles Konzept entpuppt. Jeroen pflegt hervorragende Beziehungen zu den Reitern und weiß dadurch, was ihnen gefällt und was sie gerne machen würden.
Wie hat sich das The Dutch Masters seit seinem Beitritt zum Rolex Grand Slam of Show Jumping 2018 als Veranstaltung weiterentwickelt?
AvG: Das The Dutch Masters war schon eine sehr starke Veranstaltung, bevor es Teil des Rolex Grand Slam of Show Jumping wurde, doch dank der Unterstützung durch Rolex konnten wir noch größer werden. Es ist fantastisch, dass der Rolex Grand Prix am Sonntag jeweils schon Wochen im Voraus ausverkauft ist. Das zeigt, wie gerne die Menschen hierherkommen und die Veranstaltung miterleben wollen, und das macht uns sehr stolz. Es beweist, wie beliebt die Veranstaltung geworden ist.
Die vier Majors arbeiten hinter den Kulissen eng zusammen. Wie wichtig ist diese Kollaboration, damit jedes Major auf höchstem Niveau agieren kann?
AvG: Die vier Majors des Rolex Grand Slam of Show Jumping sind die besten Turniere der Welt und jedes hat seinen ganz eigenen Charakter. Spruce Meadows in Calgary ist beispielsweise ganz anders als Genf und der CHIO Aachen, und auch das The Dutch Masters hat seine ganz eigene Atmosphäre. Sie haben alle sehr hohe Standards, aber jedes ist auf seine Art einzigartig. Ich finde, diese Kombination aus Vortrefflichkeit und Individualität macht den Rolex Grand Slam of Show Jumping so besonders.
Wie unterscheidet sich das The Dutch Masters von den anderen Majors des Rolex Grand Slam of Show Jumping?
AvG: Einer der Aspekte, die das The Dutch Masters so besonders machen, ist die sportliche Vielfalt bei unserer Veranstaltung. Da sind natürlich die Spitzenathleten, aber wir haben auch die zweite Arena, in der Reiter und Reiterinnen aus der Region antreten. Das bedeutet, Reiter auf weniger hohem Niveau können bei derselben Veranstaltung antreten wie die Besten der Welt. Ich glaube, das ist eine große Motivation für Nachwuchsreiter und ermutigt neue Talente. Wir suchen auch jedes Jahr nach neuen Möglichkeiten, Nachwuchsreiter mit einzubeziehen und ihnen bei ihrer Weiterentwicklung zu helfen. Diese Kombination aus Spitzensport und der Förderung neuer Talente erzeugt eine wirklich ganz besondere Atmosphäre.
Sie sind ja selbst auf höchstem Niveau in diesem Sport angetreten. Wie hilft Ihnen diese Erfahrung bei Ihrer Rolle als Präsidentin des The Dutch Masters?
AvG: In diesem Sport auf höchstem Niveau anzutreten, hat mich gelehrt, wie es ist, unter einem solchen Druck Leistung zu erbringen. Beim The Dutch Masters bemühen wir uns sehr, dafür zu sorgen, dass Reitern und Pferden das bestmögliche Wettkampfumfeld geboten wird. So sind zum Beispiel gute Aufwärmbereiche für die Reiter und ruhige, bequeme Ställe für die Pferde sehr wichtig. Wir versuchen zu vermeiden, dass eine hektische Atmosphäre entsteht, damit die Reiter ihre Pferde vernünftig vorbereiten können. Wir strukturieren auch den Zeitplan so, dass die Reiter sich während des Wettkampfs steigern und ihre Pferde Schritt für Schritt auf den Rolex Grand Prix am Sonntag vorbereiten können.
Die Atmosphäre in ’s-Hertogenbosch ist immer richtig elektrisierend, ganz besonders beim Rolex Grand Prix am Sonntag. Was macht diese Prüfung hier so besonders?
AvG: Der Rolex Grand Prix am Sonntag ist immer eine ganz besondere Prüfung. Es geht natürlich um ein hohes Preisgeld, was die Reiter unter Druck setzt. Auch dem Parcoursdesigner wird einiges abverlangt. Der Parcours muss schwierig genug sein, dass nicht jeder fehlerfrei durchkommt, gleichzeitig muss er aber auch fair sein. Er darf nicht zu schwer und nicht zu leicht sein. Diese Ausgewogenheit zu finden, ist nicht einfach, und allen Beteiligten ist bewusst, wie wichtig diese Prüfung ist. Ich finde, diese Kombination aus Druck, Herausforderung und Atmosphäre macht das Ganze so besonders. Er ist nicht einfach nur irgendein Grand Prix.
Welcher Augenblick in der Weiterentwicklung des The Dutch Masters im Rahmen des Rolex Grand Slam hat Sie besonders mit Stolz erfüllt?
AvG: Für mich gibt es da keinen einzelnen bestimmten Augenblick. Mich macht es stolz, Teil des Teams hinter der Veranstaltung zu sein. Wir versuchen jedes Jahr, eine noch bessere Veranstaltung als im Vorjahr auf die Beine zu stellen. Die schönsten Augenblicke sind immer die, wenn sich alles zusammenfügt und das ganze Team am Sonntagabend gemeinsam den Abschluss einer erfolgreichen Ausgabe feiern kann.
Das Wohlergehen der Pferde ist grundlegend für unseren Sport. Wie stellen Sie sicher, dass dies bei jedem Aspekt des The Dutch Masters eine der obersten Prioritäten bleibt?
AvG: Das Wohlergehen der Pferde war schon immer ungemein wichtig in unserem Sport. Beim The Dutch Masters achten wir darauf, dass die Ställe ruhig sind, dass die Boxen groß genug sind [3 × 4 Meter] und dass sich die Pferde richtig ausruhen können. Auch stellen wir den Reitern verschiedene Aufwärmmöglichkeiten für ihre Pferde zur Verfügung. So haben wir einen Aufwärmbereich, in dem die Besucher zusehen können, aber es gibt auch abgeschiedenere Bereiche, in denen die Reiter ihre Pferde in ruhigerer Atmosphäre vorbereiten können, wenn ihnen das lieber ist. Die Pferde haben die auch die Möglichkeit, abseits der Ställe an die frische Luft zu kommen, und wir stellen sicher, dass die Pfleger ausreichend Platz und alles Nötige haben, um die Pferde gut zu versorgen. All diese Details helfen uns, das Wohlergehen der Pferde während der Veranstaltung zu gewährleisten.
Was erhoffen Sie sich am meisten für Besucher, die zum ersten Mal zum The Dutch Masters kommen? Was sollen sie erleben und was soll ihnen im Gedächtnis bleiben?
AvG: Ich hoffe, dass sie die Energie des Wettkampfs spüren und sich willkommen fühlen, wenn sie hier eintreffen. Vor allem hoffe ich, dass sie die Pferde, den Sport und das ganze Drum und Dran genießen und die Veran
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