INTERVIEW MIT CLAUDIA MOORE

Claudia Moore - Rolex Grand Slam/Sofya Khizhik Claudia Moore - Rolex Grand Slam/Sofya Khizhik

Wir sind hier beim The Dutch Masters, dem ersten Major des Rolex Grand Slam of Show Jumping. Was bedeutet es Ihnen, bei einem der prestigeträchtigsten Turniere dieses Sports anzutreten?

Bei einer so prestigeträchtigen Veranstaltung dabei zu sein, bedeutet mir unglaublich viel. Davon träumt jeder Nachwuchsreiter und ich bin der von Rolex unterstützten Young Riders Academy sowie den Verantoworlichen der The Dutch Masters, die das möglich gemacht haben, unbeschreiblich dankbar.

Die Majors des Rolex Grand Slam sind bekannt dafür, dass dort die allerbesten Pferde und Reiter der Welt zusammenkommen. Inwiefern inspiriert dieses Wettkampfniveau Sie als Reiterin?

Es ist ein großes Privileg, den Besten zusehen und von ihnen lernen zu dürfen, und zu erkennen, was nötig ist, um in unserem Sport auf höchstem Niveau anzutreten, und dabei gleichzeitig mit meinen Pferden genau das zu tun, was ich so liebe.

Bei diesen Veranstaltungen geht es ebenso sehr um Partnerschaft wie um Leistung. Wie würden Sie die Beziehung beschreiben, die Sie während der Vorbereitung auf ein solches Major zu einem Pferd aufbauen?

Es braucht viel Zeit. Die Pferde müssen uns verstehen und wir müssen sie verstehen. Eins meiner Pferde habe ich schon seit er drei Jahre alt ist, und ich habe das Gefühl, ihn in- und auswendig zu kennen. Um auf diesem Niveau Erfolg zu haben, müssen alle hundertzehn Prozent geben – der Reiter für sein Pferd und das Pferd für seinen Reiter.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, auf die Sie bei einem Spitzenpferd achten?

Ich würde sagen, es muss unbedingt ein gutes Herz haben, einen wachen Verstand und die Bereitschaft, zu lernen und sich mit seinem Reiter weiterzuentwickeln. Diese Woche habe ich Toscane Z dabei. Sie ist jetzt seit etwa drei Jahren bei mir und einfach ein wundervolles Pferd. Sie gibt jedes Mal, wenn wir die Arena betreten, einfach alles für mich.

Die Atmosphäre hier in ’s-Hertogenbosch ist immer ganz außergewöhnlich. Welchen Einfluss hat es auf Ihre Leistung, vor einem so leidenschaftlichen und fachkundigen Publikum zu reiten?

In einer so phänomenalen Atmosphäre zu reiten, finde ich unglaublich aufregend. Es setzt mich etwas unter Druck, aber ich glaube, dass pusht mich noch mehr, mich zu konzentrieren und mein Bestes für mein Pferd zu geben.

Sie haben an der von Rolex unterstützten Young Riders Academy teilgenommen. Wie wichtig war dieses Programm dabei, Ihnen den Weg zu solchen Wettkämpfen zu ebnen?

Die von Rolex unterstützte Young Riders Academy war ein wirklich unbeschreibliches Erlebnis für mich. Ich konnte mich als Pferdemensch und Sportlerin weiterentwickeln und lernen, wie ich meine Pferde auf bedeutende Veranstaltungen wie das The Dutch Masters vorbereiten kann.

Was sind die wertvollsten Lektionen oder Erfahrungen, die Sie aus der von Rolex unterstützten Young Riders Academy mitgenommen haben?

Ich habe so vieles aus der von Rolex unterstützten Young Riders Academy mitgenommen, vor allem, wie wichtig Geduld und Beständigkeit in jedem Lebensbereich sind – im Sattel wie auch überall sonst.

Hinter jedem großen Reiter und jeder großen Reiterin steht ein engagiertes Team. Können Sie uns etwas über die Menschen erzählen, die eine entscheidende Rolle dabei spielen, Ihnen und Ihren Pferden in einer Woche wie dieser zu Bestleistungen zu verhelfen?

Ich glaube, ich spreche für viele Reiter, wenn ich sage: Wenn man kein großartiges Team hinter sich hat, hat man gar nichts. Ich habe großes Glück, dass ich ein so wunderbares Unterstützungssystem habe – meine Pfleger beim Turnier und zu Hause, meine Tierärzte, mein Hufschmied, meine Familie, meine Freunde, meine Besitzer, meine Sponsoren und Unterstützer. Ich bin ihnen allen so dankbar, denn ohne sie wäre nichts von all dem möglich.