Spruce Meadows feiert sein 50-jähriges Bestehen seit der offiziellen Eröffnung 1975 und wir werfen anhand einer sorgfältigen Auswahl historischen Bildmaterials einen überaus spannenden Rückblick auf fünf Jahrzehnte voller Spitzenleistungen, Vermächtnisse und Reitkunst an einem der weltweit legendärsten Veranstaltungsorte des Reitsports.
Diese Bilder von Triumphen, Traditionen und Entwicklungen fangen die Seele und die Geschichte von Spruce Meadows ein – einem Austragungsort, der den internationalen Reitsport in der Vergangenheit geprägt hat und dies auch in der Zukunft weiterhin tun wird.
Die 1970er-Jahre
Wir beginnen in den 70ern – dem Jahrzehnt, in dem Spruce Meadows ins Leben gerufen wurde. Diese vier Archivbilder belegen die frühen Ambitionen, das familiäre Engagement und den Grundstock eines Vermächtnisses, das den Springreitsport neu prägen sollte.
1971 (Bild 1) kauften Ron und Margaret Southern die Copithorne Ranch, um ihre Töchter, Nancy und Linda, in ihrer Leidenschaft für den Reitsport zu unterstützen. Durch diese wegweisende Entscheidung sollte aus einem zunächst familiären Ziel eine globale Institution werden.
Ein Familienporträt aus dem Jahr 1975 (Bild 2) zeigt die Menschen hinter dieser Vision – die Familie Southern: (v.l.n.r) Margaret, Nancy, Ron und Linda –, die durch ihre gemeinsamen Anstrengungen von Anfang an die Richtung vorgaben, in die sich die Veranstaltungsstätte entwickeln würde.
Später im selben Jahr wurde die Reithalle offiziell eröffnet (Bild 3), sodass Athleten nun ganzjährig Zugang hatten und das Fundament eines professionellen Trainingsumfelds weiter ausgebaut wurde.
1977 wurde Spruce Meadows von der FEI zum einzigen Outdoor-CSIO Nordamerikas ernannt (Bild 4), eine Anerkennung, die Calgary weltweit Prestige einbrachte und internationale Teilnehmer anlockte.
Die 1980er-Jahre
Die 80er läuteten einen Wandel und Spitzenathletik ein. Diese Bilder spiegeln ein Jahrzehnt der noch größeren Ambitionen, des strukturellen Wachstums und der unvergesslichen Darbietungen wider.
1981 (Bild 1) gewann der britische Reiter David Broome das Du Maurier International auf Queensway Philco, wodurch die Veranstaltungsstätte immer reizvoller für Weltklasse-Athleten wurde.
1984 gaben Ian Millar und sein legendärer Partner Big Ben ihr Debüt (Bild 2) – der Beginn einer Partnerschaft, die kanadische Sportgeschichte schreiben sollte.
1985 wurde der North American Ring (Bild 3) enthüllt, eine beeindruckende, hochmoderne Arena, die den Maßstab und das Spektakel internationaler Veranstaltungen auf ein noch höheres Niveau heben sollte.
Aufgrund der zunehmenden Nachfrage wurden 1989 die Westtribüne und die Logen (Bild 4) fertiggestellt, die erhöhte Zuschauerplätze boten und eine neue Ära der Publikumseinbindung einläuteten.
Die 1990er-Jahre
Die 90er brachten zunehmend Anerkennung, eine immer stärkere Führungsrolle und einen bedeutsamen Ausbau mit sich. Auf diesen fünf Bildern sind königliche Augenblicke, olympischer Stolz und der weitere Ausbau des Geländes zu sehen.
1990 (Bild 1) stattete Ihre königliche Hoheit, die Queen, Spruce Meadows zur Einweihung des Queen Elizabeth II Cup einen Besuch ab und verlieh dem Veranstaltungsort damit königliche Würde – ein Augenblick, der in die Geschichte einging.
Der Ausbau der Gästeeinrichtungen wurde 1998 mit der Eröffnung des British House (Bild 2) fortgesetzt, das internationalen Athleten und Gästen erstklassigen Service zukommen lässt.
Der Ausbau ging auch 1999 weiter und so wurde der West Complex (Bild 3) angebaut, der die Betriebskapazitäten erweiterte und zu einem noch durchdachteren Erlebnis beitrug.
1996 (Bild 4) vertrat Linda Southern-Heathcott, derzeitige Präsidentin und Geschäftsführerin von Spruce Meadows, Kanada bei den Olympischen Sommerspielen in Atlanta – ein stolzes Zeugnis für das fortwährende aktive Engagement der Familie im Elitereitsport.
Die 2000er-Jahre
Der Anfang des neuen Jahrtausends war von Ambitionen, Anerkennung und dauerhaften Verbesserungen sowohl der Bedingungen für die Teilnehmer als auch für die Zuschauer geprägt.
Im Jahr 2000 (Bild 1) richtete Spruce Meadows im Rahmen des Masters-Turniers den allerersten mit 1 Million kanadischen Dollar dotierten Grand Prix aus, den der Brasilianer Rodrigo Pessoa mit Gandini Lianos gewann, und setzte damit weltweit neue Maßstäbe für die Preisgelder im Springreiten.
2002 (Bild 2) wurde das Spruce Meadows Masters-Turnier von L’Année Hippique als „Beste Veranstaltung – Outdoor-Springreiten“ ausgezeichnet. Diese Ehrung bestätigte die außergewöhnlichen Standards des Turniers, seine Weltklasse-Organisation und seinen nachhaltigen Beitrag zum Springreitsport.
Eine neue Infrastruktur hielt 2003 mit dem Meadowgreen Building (Bild 3) Einzug, das die Funktionalität der Austragungsstätte erweiterte.
2005 (Bild 4) feierte Spruce Meadows sein 30-jähriges Bestehen und damit drei Jahrzehnte der Wettkämpfe, des Wachstums und des Einflusses auf die Gemeinschaft.
Im darauffolgenden Jahr, 2006 (Bild 5), wurde eine eindrucksvolle, drei Meter hohe Rolex-Uhr am legendären Uhrturm angebracht – die zu einem zeitlosen Symbol für Eleganz und Präzision wurde.
Die 2010er-Jahre
Die 2010er zeichneten sich durch bahnbrechende Innovationen und wegweisende Augenblicke aus. Diese fünf Bilder zeigen entscheidende Entwicklungen, globale Zusammenarbeit und den Abschied von dem Mann, mit dem alles angefangen hatte.
2010 (Bild 1) wurde eine speziell angefertigte Videotafel am Uhrturm des International Rings installiert, die den Fans ein moderneres Erlebnis bietet und die Arena zum Leben erweckte.
2013 (Bild 2) wurde das Eisenbahnunternehmen Canadian Pacific als neuer Titelsponsor des International Grand Prix bekannt gegeben, wodurch das Ansehen von Spruce Meadows als globaler Austragungsort für Spitzensport weiter gestärkt wurde. Im selben Jahr (Bild 3) ging die Veranstaltungsstätte eine Partnerschaft mit dem CHIO Aachen und dem CHI Genf ein und rief den Rolex Grand Slam of Show Jumping ins Leben – eine Eliteserie, die drei der prestigeträchtigsten Veranstaltungen der Welt zusammenschloss.
2015 (Bild 4) schrieb Scott Brash Geschichte, als er als erster Reiter den Rolex Grand Slam gewann und damit das erreichte, was viele aufgrund der drei verschiedenen Austragungsorte in drei verschiedenen Ländern für unmöglich gehalten hatten.
Das Jahrzehnt endete mit einer nachdenklichen Note. 2016 (Bild 5) fand in der Reithalle die Trauerfeier für den Gründer Ronald D. Southern statt, mit der die Reitsportgemeinschaft weltweit einen Visionär ehrte, dessen Einfluss noch viele Generationen lang zu spüren sein wird.
2020s
As the 2020s unfold, Spruce Meadows continues to grow as a dynamic hub for sport, leadership, and tradition. These five images highlight recent achievements across equestrian excellence, soccer success, and royal recognition.
In 2021, (Image 1) major upgrades were made to ATCO Field – including laser leveling, drainage improvements, and complete re-sodding. Just three years later, Cavalry FC made history by winning their first Canadian Premier League title in 2024.
Swiss rider Martin Fuchs and Leone Jei (Image 2) delivered back-to-back triumphs in the CPKC ‘International’, presented by Rolex, capturing the title at the Spruce Meadows ‘Masters’ in both 2023 and 2024.
In 2025, Her Royal Highness The Duchess of Edinburgh (Image 3) became the official Royal Patron of Spruce Meadows, strengthening the venue’s historic bond with the Royal Family.
Spruce Meadows Co-Founder Margaret Southern (Image 4) was awarded the King Charles III Coronation Medal in 2025, in recognition of her devotion to the advancement of sport, community, education, and business within Alberta, and beyond – joining her daughters, Linda Southern-Heathcott, President & CEO of Spruce Meadows, and Nancy Southern, Chair & CEO of ATCO, who also received the honour earlier this year.
Credit: Spruce Meadows Media - Mike Sturk
Was sind Ihre frühesten Erinnerungen an Spruce Meadows, d.h. als Sie – entweder als Zuschauer oder als Teilnehmer – zum ersten Mal dort waren?
MD: Zum ersten Mal war ich 1977 in Spruce Meadows. Ich war 14 und zu der Zeit hatten wir in Kanada Provinzmannschaften. Alberta hatte eine Mannschaft, Quebec hatte eine und ich glaube sogar auch British Columbia. Ich bin damals als Junior angetreten.
Ich erinnere mich noch ganz genau daran. Es war im Herbst und ich kannte Linda [Southern-Heathcott], weil sie schon im Osten bei uns im Gebiet von Toronto angetreten war. Wir hatten einen Junioren-Teamwettkampf im Springreiten in Calgary und ich konnte gar nicht fassen, wie schön Spruce Meadows war. Ich war damals erst 14 und jetzt bin ich 60, das ist also schon 46 Jahre her!
Es war eine ganz besondere Erfahrung für mich, Reitern wie David Broome und Harvey Smith aus dem Vereinigten Königreich zusehen zu können. Michael und John Whitaker waren damals noch jung, Anfang zwanzig, und auch Ian Millar war noch sehr jung. Ich erinnere mich, all die berühmten Reiter dort antreten zu sehen, und es war einfach ein unglaubliches Erlebnis für einen 14-Jährigen.
Das war das Jahr nach den Olympischen Sommerspielen in Montreal 1976, deren Reitsportdisziplinen gleich bei mir im Hinterhof in Bromont stattgefunden hatten, als ich gerade mal 13 Jahre alt war – herrliche Erinnerungen.
Was ist Ihre allerschönste Erinnerung an Ihre Teilnahme in Spruce Meadows?
MD: In dem Jahr, als in Aachen die Weltmeisterschaft stattfand, 2006, war ich Ersatzreiter [für die kanadische Springreitermannschaft] und im Anschluss sind wir nach Spruce Meadows gereist und es war das erste Mal, dass Kanada den Nations Cup gewonnen hat – eine ganz großartige Leistung.
Zum zweiten Mal war ich 1983 in Spruce Meadows dabei und habe den zweiten Platz im du Maurier International belegt, gleich hinter Norman Dello Joio auf seinem I Love You. Es gab 75.000 kanadische Dollar Preisgeld, was für uns alle zu der Zeit unfassbar viel Geld war!
Ich hatte in Spruce Meadows wirklich schon viel Erfolg. In einem Jahr wurde ich auf Paradigm Dritter im Chrysler Classic Derby. Das sind ein paar meiner schönsten Erinnerungen. Aber ich habe viele wunderbare Erinnerungen. Ich habe schon ein paarmal den Queen’s Cup gewonnen, ich war dort schon ein paarmal kanadischer Meister. Ich habe wirklich viele tolle Erinnerungen daran.
2025 feiert Spruce Meadows sein 50-jähriges Bestehen. Was bedeutet Spruce Meadows Ihnen und was macht es zu einem so besonderen Austragungsort?
MD: Da könnte ich vieles nennen. Als Kanadier sind wir sehr stolz, eine Anlage wie Spruce Meadows zu haben, die zu den besten der Welt gehört. Ich hatte die Chance, dort anzutreten und viele Pferde auszubilden. Ich hatte immer ein paar Sechs- und Siebenjährige dabei, um sie auf dieses Niveau zu bringen, und wenn wir im Sommer einige Wochen hintereinander dort angetreten waren, hatten wir schließlich ein fantastisches Pferd. Wenn ein Pferd Talent besaß, war das der Ort, um es herauszukitzeln.
Ich habe jedes Jahr, wenn ich nach Spruce Meadows gekommen bin, immer einen Spaziergang über das Gelände gemacht, weil immer irgendwo etwas Neues und Interessantes im Gange war. Sie haben die Anlage jedes Jahr weiter ausgebaut, woran sich andere Austragungsorte ruhig ein Beispiel nehmen könnten. Denn so haben sie mitgeholfen, Calgary und damit auch Spruce Meadows einen höheren Stellenwert zu verschaffen.
Wir treten dort von Juni bis Juli an und es ist eine tolle Veranstaltung. Und dann kommt man zu den Masters und es ist, als hätten sie dem Ganzen noch eins draufgesetzt – es ist unglaublich, absolut unglaublich.
Wie entscheidend ist Spruce Meadows in den letzten fünf Jahrzehnten für die Weiterentwicklung des Springreitens in Kanada gewesen?
MD: Spruce Meadows ist meiner Meinung nach das einzig Wahre. Wenn wir kein Spruce Meadows in Kanada hätten, stünde unser Sport viel schlechter da. Ian Millar ist dort berühmt geworden und wir genießen eine unglaublich starke Berichterstattung sowohl im Fernsehen als auch in der Presse. Spruce Meadows bringt Reiter hervor, es bringt Menschen hervor und es bringt Pferde hervor. Ich vergleiche es gern mit einem Golfspieler, der in allen Golfmajors antritt. Es formt dich und es macht deinen Namen bekannt – es gibt einfach keinen besseren Ort, an dem antreten könnte, wirklich nicht.
Spruce Meadows ist eins der vier Turniere, aus denen sich der Rolex Grand Slam of Show Jumping zusammensetzt. Was hebt Spruce Meadows Ihrer Meinung nach von den anderen Majors ab?
MD: Alle vier Majors sind natürlich ganz unterschiedlich – zwei sind Hallenturniere und zwei finden draußen statt. Ich bin dieses Jahr zum ersten Mal in Aachen angetreten. Da war ich vorher noch nie! Sie sind alle so unterschiedlich. Spruce Meadows ist sehr beeindruckend, weil wir dort noch immer die langen Stangen haben, seit seiner Gründung hat sich der Austragungsort seine Identität bewahrt. Es wurde zwar vieles modernisiert, aber die Persönlichkeit des Ortes ist erhalten geblieben. Wenn man nach Spruce Meadows kommt, weiß man, dass man noch immer ein paar lange Stangen springen wird, und das macht seine einzigartige Persönlichkeit aus.
Welche Worte fallen Ihnen ein, wenn Sie an Spruce Meadows denken?
MD: Spektakulär, prestigeträchtig, wunderschön, atemberaubend.
Haben Sie ein paar schöne Anekdoten zur Familie Southern – Ron, Marge, Linda, Nancy –, die Sie uns verraten können?
DM: Die Vision, die Ron für den Aufbau von Spruce Meadows hatte, war unglaublich. In meinen ersten 10 Turnierjahren in Calgary – ich habe ja im Alter von 14 angefangen – lag Spruce Meadows von der Stadt aus gesehen 20 Minuten vom nächsten Haus entfernt. Man fuhr also 20 Minuten lang, ohne auch nur ein einziges Haus zu sehen, bis man dann in Spruce Meadows ankam. Er dachte, er würde aufs Land ziehen, aber so ländlich ist es nicht lange geblieben!
Scannen Sie einfach den unten stehenden QR-Code und schon sitzen Sie bei den Majors quasi in der ersten Reihe.
Erleben Sie den Rolex Grand Slam of Show Jumping wie noch nie zuvor. Beginnen Sie mit Folge 5 vom CHIO Aachen 2025 und lassen Sie im Anschluss die Spannung, die Siege und die unvergesslichen Ritte aus den Folgen 1 bis 4 noch einmal aufleben.
The Slam Show ist eine dynamische, 20-minütige Vorschau, die Ihnen einen tiefen Einblick in die prestigeträchtigste Serie dieses Sports bietet. Sie wird vom Rolex Grand Slam of Show Jumping produziert und von den legendären Rolex-Markenbotschaftern Meredith Michaels-Beerbaum und Jeroen Dubbeldam moderiert. Jede Folge ist eine spannende Mischung aus mitreißenden Highlights, exklusiven Interviews mit Reitern und Reiterinnen sowie faszinierenden Geschichten, die Einblicke hinter die Kulissen der Majors gewähren.
Folge 5, die von Meredith Michaels-Beerbaum moderiert wird und beim diesjährigen CHIO Aachen im Juli aufgezeichnet wurde, fängt die Energie und das Spektakel eines der Kronjuwelen dieses Sports ein und liefert einen fachkundigen Blick auf die Teilnehmer, die um den begehrten Rolex-Grand-Slam-Titel wetteifern. Folgen 1 bis 4 entführen Sie auf eine Reise durch die vorherigen Majors und stecken voller unvergesslicher Augenblicke, taktischer Analysen und Vorhersagen für den kommenden Grand Prix.
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