Richard Vogel & United Touch S
In der Nachmittagssonne kam es beim TSCHIO Aachen zu einem würdigen Finale als 40 der weltbesten Pferd-Reiter-Kombinationen beim Rolex Grand Prix in das legendäre Hauptstadion einritten. Das erstklassige Feld spiegelte die Qualität dieses ganz besonderen Turniers wider, bei dem 21 der 25 besten Reiter der Welt antraten, darunter auch der aktuelle Rolex Grand Slam of Show Jumping Anwärter und Heimfavorit Richard Vogel.
Der von Frank Rothenberger entworfene Parcours war erwartungsgemäß imposant: in voller Höhe gebaut und eine echte Prüfung von Sprungkraft, Ausdauer und Präzision. Der Rolex Grand Prix beim TSCHIO Aachen wird über zwei Runden mit einem Stechen ausgetragen und gehört zu den anspruchsvollsten Prüfungen des Sports. Hier werden nicht nur Sportlichkeit und Mut auf die Probe gestellt, sondern auch höchstes Vertrauen und Harmonie zwischen Pferd und Reiter.
Als Erster nahm sich die aktuelle Nr. 1 der Welt und einer der neun Rolex-Markenbotschafter des Turniers den Parcours vor: Kent Farrington ritt eine erstklassige Runde auf seiner talentierten Stute Greya. Der amtierende Weltmeister Henrik von Eckermann, die Zweitplatzierte von 2025, Laura Kraut, die französische Newcomerin Nina Mallevaey und Rolex Grand Slam Major-Sieger Willem Greve folgten jeweils mit makellosen Leistungen, bevor der aktuelle Champion Martin Fuchs, Sophie Hinners und Richard Vogel sich ebenfalls ihre Plätze in der zweiten Runde sicherten.
Später kamen noch José María Larocca Jr., Lillie Keenan und Daniel Deußer hinzu und brachten die Gesamtanzahl der erfolgreichen Absolventen der ersten Runde auf 11. Unter den 18 Top-Kombinationen zog der Ire Darragh Kenny mit einem Zeitstrafpunkt in die nächste Runde ein, während Steve Guerdat, Luciana Diniz, Shane Sweetnam, Daniel Coyle, Ben Maher und André Thieme mit vier Fehlern im Rennen blieben.
Als Erster kehrte Shane Sweetnam in umgekehrter Reihenfolge der Ergebnisse aus der ersten Runde ins Hauptstadion zurück und lieferte eine beeindruckende zweite Runde ab, mit der er bei insgesamt vier Fehlern blieb. Im Verlauf der Prüfung erwiesen sich Sophie Hinners, Richard Vogel und José María Larocca Jr. als die einzigen Kombinationen, die beide Runden fehlerfrei absolvierten. So kam es zu einem Dreier-Stechen um den Titel des Rolex Grand Prix.
Zur großen Freude der Menge setzte Hinners im Stechen mit einer fehlerfreien Runde in 51,62 Sekunden die Bestmarke und übte damit erheblichen Druck auf die beiden verbleibenden Reiter aus. Vogel war als Nächster mit seinem Ausnahmehengst United Touch S an der Reihe. Die Kombination zeigte eine atemberaubende Runde und konnte die Zeit von Hinners um sechs Sekunden unterbieten. Nun blieb nur noch der Argentinier José María Larocca Jr. übrig, aber trotz schneller, fehlerfreier Runde konnte er das Tempo von Vogel nicht schlagen und wurde Zweiter.
Dieser Sieg ermöglicht Vogel, weiter als Anwärter um den Rolex Grand Slam of Show Jumping zu kämpfen und vielleicht den ultimativen Preis des Sports beim nächsten Major – dem CSIO Spruce Meadows `Masters‘-Turnier zu gewinnen. Sollte er dort erneut siegreich sein, wäre er erst der zweite Reiter, der den Rolex Grand Slam of Show Jumping für sich entscheiden kann.
Der Anwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping äußerte sich dazu wie folgt: „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Aachen ist eines unserer Lieblingsturniere und hier als Rolex Grand Slam of Show Jumping Anwärter anzutreten, mit der Chance auf den Rolex Grand Slam, war ein riesiges Privileg. Wir haben extrem hart daran gearbeitet, eine solche Leistung abzuliefern und ich möchte meinem Team zu Hause von ganzem Herzen danken. In letzter Zeit war ich viel mit anderen Pferden unterwegs, aber sie haben dafür gesorgt, dass United Touch S in Topform ist. Ich kann ihnen nicht genug danken. United Touch S war in allen drei Runden unglaublich und hat mir mein Leben heute fast leicht gemacht. Ein Traum wird gerade wahr und mir fehlen die Worte.“
Der deutsche Springreiter fügte noch hinzu: „Im Stechen war mein Mindset, einfach alles zu geben. Als Rolex Grand Slam of Show Jumping-Anwärter wusste ich, dass ich alles riskieren muss, um schnell genug zu sein. Da nach mir noch ein Reiter kam, war der Druck hoch, aber United Touch S war fantastisch. Er sprang hervorragend und gab alles. Wie er die zweifache Kombination genommen hat, zeigte mir, wie sehr er sich in den letzten Jahren verbessert hat.“
Zu seiner Position zum Rolex Grand Slam of Show Jumping ergänzte Vogel: „Calgary ist natürlich das nächste Ziel, aber heute wollen wir diesen unglaublichen Sieg mit dem ganzen Team und dem Züchter von United Touch S genießen, der ebenfalls hier ist. So viele Menschen haben eine wichtige Rolle gespielt, um dieses Ergebnis zu erzielen. Das müssen wir gebührend feiern. Dann, wenn wir in einigen Tagen alles verarbeitet haben, können wir anfangen, Pläne für Calgary zu schmieden.“
Bleiben Sie über alle Informationen zum Rolex Grand Slam auf dem Laufenden