Rolex Grand Slam of Show Jumping

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Mittendrin CHIO Aachen: Freitag, 20. Juli

Mclain Ward mit Clinta (Photo: Rolex / Kit Houghton) Mclain Ward mit Clinta (Photo: Rolex / Kit Houghton)

Das zweite Qualifikationsturnier für den Rolex Grand Prix, den Preis von Nordrhein-Westfalen, gewann McLain Ward aus den USA mit einem sehr zügigen Ritt. Mit 46,95 Sekunden setzte er sich an die Spitze der Rangliste und verwies seinen nächsten Konkurrenten, Kevin Staut, mit fast zwei Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. McLain äußerte sich nach seinem Sieg anerkennend über seine beeindruckende 11-jährige Stute Clinta.

Können Sie uns etwas über Clinta erzählen?

Ich habe sie dieses Jahres im Februar gekauft. Tatsächlich habe ich sie letztes Jahr direkt nach Aachen das erste Mal probegeritten. Sie hatte hier eine sehr gute Leistung gezeigt, und wir waren sehr beeindruckt von ihr. Im März haben wir zusammen die ersten Wettkämpfe in Florida bestritten, und das hat sich von Anfang an fantastisch angefühlt. Sie hat den ersten Fünf-Sterne-Grand-Prix in New York und den Vier-Sterne-Grand-Prix in Devon gewonnen. Also, das war auf jeden Fall ein großartiger Beginn für uns. Wir sind sehr gespannt auf ihre Karriere. Sie ist wirklich eine spektakuläre Springerin. Sie ist eines der vorsichtigsten Pferde, und ich denke, dass uns eine vielversprechende Zukunft bevorsteht.

Wen werden Sie beim Rolex Grand Prix reiten?

Ich werde HH Azur im Rolex Grand Prix reiten. Clinta wird morgen in der großen Klasse starten, und das ist dann ihr letzter Auftritt diese Woche.

Ich habe das große Glück, zwei so tolle Pferde hier zu haben. Sie sind beide großartig. Sie sind beide von etwas unterschiedlichem Charakter – Azur hat Leichtigkeit, Blut und Athletik in sich, die sich in der Art zeigen, wie sie steht. Clinta ist etwas schneller, bewegt sich etwas rascher und ihr Sprung ist etwas dynamischer. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass sie diese wunderbare Eigenschaft haben, einem alles zu geben, was in ihnen steckt.

Spüren Sie zusätzlichen Druck, wenn Sie an einem der vier Major des Rolex Grand Slam im Springreiten teilnehmen?

Ich mache mir selbst Druck, da es der letzte große Grand Prix der Welt ist, den ich noch nicht gewonnen habe. Ich möchte meinen Namen an dieser Wand sehen, bevor ich mich zur Ruhe setze. Das ist also mein Antrieb: Ich will hier unbedingt gewinnen. Also werden wir unser Bestes geben, hoffentlich etwas Glück haben und am Sonntagabend eine Chance bekommen.

Daniel Bluman (Photo: Rolex / Kit Houghton) Daniel Bluman (Photo: Rolex / Kit Houghton)

Reiterinterview: Daniel Bluman

Wie haben Sie Aachen dieses Wochenende bis jetzt erlebt?

Es ist wirklich gut. Es ist ein unglaublicher Ort. Gleich von Beginn an, beim Turkish Airlines-Preis von Europa am Mittwoch, der als Qualifikation für den Grand Prix gilt, ist Abiana wirklich gut gesprungen. Sie kam in die Wertung, was mir eine gute Chance auf eine Qualifikation für den Grand Prix am Sonntag gibt. Also war die Woche bisher fantastisch.

Welche Pferde haben Sie dieses Wochenende hier? Und insbesondere für den Rolex Grand Prix?

Diese Woche: Bacara und Ladriano für den Grand Prix. Ladriano ist ein Pferd genau für diese Art von Wettkampf. Ich reite ihn normalerweise im Grand Prix – das ist meist seine Aufgabe. Er ist in Florida gestartet und hat zu Beginn des Jahres ein Fünf-Sterne-Turnier gewonnen. In letzter Zeit habe ich ihn etwas geschont. Ich bin mit ihm als Vorbereitung hierfür in Calgary gesprungen und diese Woche hier als Vorbereitung für den Grand Prix am Wochenende. Und dann werden wir zum Rolex Grand Prix in Spruce Meadows und hoffentlich zu den Weltreiterspielen reisen und dann am Ende des Jahres zum CHI Genf.

Also konzentrieren Sie sich auf den Rolex Grand Slam im Springreiten?

Ja, er bedeutet mir sehr viel. Ich liebe das Konzept und war schon immer ein großer Fan von Rolex und dem, was sie für unseren Sport tun. Ich versuche, die großen Wettkämpfe zu bestreiten. Es ist wirklich gut, dass Rolex in die großen Turniere geht. Ich sollte mit einem anderen Pferd in Windsor antreten, aber leider gab es eine kleine Verletzung, so dass ich nicht fliegen konnte. Aber es gibt Windsor, Rom, Spruce Meadows, Wellington, die alle von Rolex ausgerichtet werden. Es ist eine prestigeträchtige Marke mit prestigeträchtigen Veranstaltungen. Ich will ein Teil davon sein! Das sind Turniere, die immer in meinem Kalender stehen und bei denen ich wirklich dabei sein will.

Was denken Sie, wer Ihre größten Konkurrenten am Sonntag sind?

Das lässt sich im Moment unmöglich sagen, da das Niveau der Reiter in der Welt unglaublich ist. Da ist ein Eric Lamaze, der vor allem einer meiner Mentoren und ein Idol ist. Er ist stark und war wirklich gut in den letzten Monaten. Aber da ist auch Steve Guerdat, der fantastisch ist. Dann Philip Weishaupt und der Rest der deutschen Mannschaft, die Großartiges leisten: Marcus Ehning usw. Die Liste ist noch viel länger. Da sind so viele Menschen mit unglaublichem Talent. Es wird ein harter Wettkampf werden, und ich denke, dass jeder gewinnen kann.

Für Sie ist das eine ziemlich familiäre Angelegenheit. Können Sie uns etwas über das Unterstützungsnetzwerk Ihrer Familie erzählen?

Ja, das beutet mir viel. Es ist unsere Reiterfamilie der ersten Generation. Unsere Eltern sind nicht geritten, aber mit meinen Cousins Elan und Marky und meinem Bruder Stephen haben wir ein Reitsportgeschäft aufgebaut. Wir haben Kunden in Amerika, und in Europa ist der Geschäftsbetrieb mit den Jungpferden, der Zucht und allem anderen. Es ist wirklich großartig, so etwas zu haben, weil dies mir ermöglicht, den Sport so zu betreiben, wie ich es mir erträume, und ihn gleichzeitig mit meiner Frau, meinem Bruder und meinen Cousins zu erleben. Das macht die ganze Erfahrung umso besser.

 

Sie werden im Oktober Vater. Haben Sie die Hoffnung, dass Ihr Nachwuchs in Ihre Fußstapfen tritt?

Ich denke da viel darüber nach. Wir sind sehr gespannt auf unseren kleinen Sohn, der im Oktober geboren wird! Vor allem werde ich versuchen, ihm die Liebe und Leidenschaft für das Tier Pferd mitzugeben. Wenn er das von seiner Mutter oder von mir übernimmt, besteht eine große Chance, dass er Reiter wird. Das Beste wird sein, wenn wir ihm vermitteln, was die Pferde und das Leben mit ihnen für uns bedeuten. Vielleicht wird dann der Funke überspringen und er eines Tages hier mit uns springreiten.

Anu HarrAnu Harrila, der Pferdepflegerin von Meredith Michaels-Beerbaum  (Photo: Rolex / Kit Houghton)ila, der Pferdepflegerin von Meredith Michaels-Beerbaum Anu Harrila, der Pferdepflegerin von Meredith Michaels-Beerbaum (Photo: Rolex / Kit Houghton)

Hinter der Stalltür mit Anu Harrila, der Pferdepflegerin von Meredith Michaels-Beerbaum

Sie arbeiten schon sehr lange mit Meredith zusammen. Was gefällt Ihnen am besten an diesem Job?

Das Beste ist die Arbeit mit den Pferden. Ich habe in den letzten 20 Jahren mit vielen Pferden gearbeitet, und es gibt immer einige, denen man sich verbunden fühlt und die einem besonders am Herzen liegen. Ich habe das Glück, mit so großartigen Pferden zu arbeiten, also ist das auf jeden Fall das Beste an meinem Job. Meredith ist eine wunderbare Chefin. Ich kenne sie inzwischen in- und auswendig; also funktioniert es reibungslos zwischen uns, und ich denke, wir sind ein tolles Team.

Meredith hat hier in der Vergangenheit gewonnen. Glauben Sie, dass sie dieses Wochenende gewinnen kann?

Also damit würde ein Traum in Erfüllung gehen. Wir haben einen richtig feinen Neunjährigen; er ist noch ein wenig unerfahren, aber er geht gut. Wir werden also unser Bestes geben!

Mit welchen Pferden treten Sie dieses Jahr hier an?

Wir haben einen Neunjährigen namens Calle, er ist ein wirklich gutes junges Pferd. Ich hoffe, er wird diese Woche Großes leisten. Er ist etwas ganz Besonderes. Er ist nicht gern allein und braucht immer einen Freund. Er ist empfindlich gegenüber lauten Geräuschen, also muss man immer dafür sorgen, dass er sich sicher fühlt. Wir haben auch eine achtjährige Stute, die Meredith erst seit 8 oder 10 Wochen hat, also kennen wir sie noch nicht so gut. Aber sie ist sehr vielversprechend und scheint ein sehr liebes Pferd zu sein.

Spüren Sie im Team einen zusätzlichen Druck, wenn Sie an einem Major des Rolex Grand Slam im Springreiten teilnehmen?

Bei einem Major des Rolex Grand Slam gibt es immer Druck, denn natürlich will man gut abschneiden. Hier in Aachen sind wir ja in Deutschland – es geht um das heimische Publikum und um viel Preisgeld.

Wie sieht die übliche Pflege der Pferde nach dem Wettkampf aus?

Normalerweise erhalten sie eine Dusche, dann legen wir Ihnen Kühlgamaschen an, um ihre Beine zu kühlen und zu erfrischen. Den meisten legen wir entweder eine Massagedecke oder eine Magnetdecke über. Wir striegeln sie gründlich und führen sie vielleicht etwas spazieren, um sie in Bewegung zu halten. Vielleicht legen wir Bandagen an, wenn sie die mögen.

Wenn Sie nicht Pferdepflegerin wären, was wären Sie dann?

Ich weiß es wirklich nicht. Ich kann mir nichts anderes vorstellen. Ich schätze, ich habe meinen Traumjob.

Was macht den CHIO Aachen für Sie so besonders?

Es herrscht eine tolle Atmosphäre, alles ist sehr gut organisiert. Das Publikum ist unglaublich. Wenn jemandem ein fehlerfreier Ritt gelingt, jubelt es so laut, dass man Gänsehaut bekommt! Ich denke, es ist eines der besten Turniere der Welt.

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Es ist an der Zeit.

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