Rolex Grand Slam of Show Jumping

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Mittendrin beim CHI Genf 2019: Donnerstag, 12. Dezember

Kent Farrington (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Kent Farrington (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Der US-Amerikaner Kent Farrington absolvierte auf seinem für seine Schnelligkeit bekannten Fuchswallach Creedance eine blitzschnelle Runde und trug beim CHI Genf den Sieg der Trophée de Genève davon. Damit sicherte sich Farrington die Teilnahme am Rolex Grand Prix am Sonntag, bei dem er auf eine Wiederholung seines Erfolgs von 2017 hofft, als er den Großen Preis gewinnen konnte.um erneut Anwärter auf den Rolex Grand Slam of Show Jumping zu werden.

Wie ist Ihnen eine so schnelle Runde gelungen?

Ich startete heute auf Creedance, weil er so unglaublich schnell ist und zudem sehr viel selbst macht. Ich versuche also, ihm nicht im Weg zu sein und ihn einfach machen zu lassen – das funktioniert meistens am besten. Er hat diese Prüfung schon einmal gewonnen, er weiß also ganz genau, was er tut, und das hat er heute Abend gezeigt.

Sie waren bei diesem Major bereits sehr erfolgreich. Wie fühlt es sich an, erneut hier anzutreten?

Ja, der CHI Genf ist meiner Meinung nach eine der besten, wenn nicht sogar die beste Veranstaltung des Jahres. Hier treffen die besten Reiter und besten Pferde aufeinander und jede Prüfung fühlt sich wichtig an. Natürlich sind die Prüfungen auch sehr schwer zu gewinnen, was den Rolex Grand Slam of Show Jumping so besonders macht. Ich bin wirklich froh, dass wir einen so tollen Start hinlegen konnten, und wir werden diesen Erfolg hoffentlich fortsetzen.

Mit welchem Pferd werden Sie am Sonntag beim Rolex Grand Prix antreten?

Ich denke, ich werde mit Gazelle starten. Ich werde unsere übliche Routine befolgen und sie in ein paar kleineren Prüfungen springen lassen, um ihr Selbstvertrauen zu stärken, damit wir dann am Sonntag alles geben können.

Ben Maher mit Explosion W und Cormac Kenny (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Ben Maher mit Explosion W und Cormac Kenny (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Stallgeflüster mit Cormac Kenny,

Pferdepfleger von Ben Maher

Können Sie uns von Ihrem Tagesablauf als Turnier-Pferdepfleger erzählen?

Ich stehe früh am Morgen auf, um die Pferde zu füttern. Anschließend geben wir ihnen etwas Zeit, damit sie in Ruhe ihr Futter verdauen können. Dann reiten wir die Pferde den ganzen Vormittag über, und falls sie danach Kälteumschläge oder in einer anderen Art speziell versorgt werden müssen, kümmern wir uns darum. Nach dem Mittagessen gehen wir mit ihnen draußen grasen, damit sie an der frischen Luft entspannen können.

Was mögen Sie an ihrer Arbeit am liebsten?

Das Beste an meiner Arbeit ist für mich das Reiten zuhause - ich liebe das Reiten und die Arbeit mit den Pferden. Normalerweise reite ich jeden Tag drei bis vier Pferde. Explosion und F One sind unglaublich toll zu reitende Pferde. Explosion ist sehr leichtrittig, er ist frisch und immer gut drauf. F One ist schon etwas eigenwillig, es wird mit ihm also nie langweilig. Er ist eben immer etwas anders, man kann nie wissen, was als nächstes kommt. Die Arbeit mit ihm ist daher immer aufregend.

Und was mögen Sie an ihrer Arbeit am wenigsten?

Das Reisen. Ich hasse den Transporter, das fällt mir schwer. Ich muss noch ein paar gute Podcasts runterladen. Normalerweise schaue ich Netflix, und ich habe mir ein paar gute Playlists auf Spotify zusammengestellt. Das mache ich unterwegs zum Zeitvertreib.

Wie sind Sie zu diesem Job gekommen?

Als ich jung war, hat mich mein Vater mit zu unseren Nachbarn genommen. Die hatten ein Pferd, auf dem ich reiten durfte, und so habe ich meine Liebe zu Pferden entdeckt. Ich bin ein bisschen auf Turnieren gesprungen, habe aber festgestellt, dass es mir die Arbeit als Pfleger wirklich Spaß macht – also habe ich das weiterverfolgt.

Wie ist es, für Ben zu arbeiten?

Er ist sehr auf seine Arbeit fokussiert, aber er ist auch lustig. Er hat neben seiner sehr fokussierten Seite, wenn er weiß, was er will und was er tun muss, um es zu erreichen, auch eine sehr lustige Seite an sich. Es ist wirklich etwas Besonderes für jemanden zu arbeiten, der schon so eine phänomenale Karriere hinter sich hat. Wir haben Glück, dass wir jeden Tag mit so wunderbaren Pferden arbeiten dürfen, und Ben und den Pferden auf Turnieren zuzuschauen ist immer sehr aufregend. Wenn man neben ihnen steht, bevor sie in den Parcours gehen, kann man schon sehen, dass ein Pferd wie Explosion wirklich gewinnen will und genau weiß, was er tut. Auf dem Abreiteplatz macht er manchmal Blödsinn und buckelt etwas, aber sobald er weiß, dass es in die Arena geht, gibt er alles.

Werden Sie beim Zuschauen nervös?

Ja, extrem nervös, manchmal kann ich gar nicht hingucken. Aber das Gefühl, wenn ich realisiere, dass Ben und eines der Pferde gewonnen haben, bin ich schon sehr stolz. Nicht nur auf mich, sondern auf alle. Es ist harte Arbeit, auch nur ein einziges Pferd auf ein Turnier vorzubereiten, und dann ist es für alle Beteiligten großartig, wenn wir ein gutes Ergebnis erzielen, weil wir dadurch alle angespornt werden, noch härter zu arbeiten, damit wir noch mehr erreichen können.

Der CHI Genf ist ein ein Major des Rolex Grand Slam of Show Jumping. Spüren Sie da einen Unterschied in der Stimmung/beim Druck?

Ja, die Atmosphäre hier ist wirklich besonders –wenn man hier ankommt, spürt man sofort, dass dieses Turnier einfach anders als die anderen ist. Es ist ein wenig angespannt, jeder konzentriert sich. Die Pferde spüren den zusätzlichen Druck auch. Als ich die Pferde auf dem Abreiteplatz geritten bin, waren sie aufmerksamer und frischer. Das muss an der Atmosphäre hier beim CHI liegen.

Mit Blick auf den Rolex Grand Prix: Wie bereiten Sie Explosion und das Team darauf vor?

Wir müssen den CHI Genf einfach wie jedes andere Turnier angehen. Wir sehen ihn nicht anders, obwohl er eines der faszinierendsten Turniere überhaupt ist, und natürlich ist der Rolex Grand Slam etwas, bei dem jeder dabei sein will. Die Pferde müssen gut drauf sein. Wir müssen darauf achten, dass sie gut versorgt sind und so entspannt und guter Stimmung wie nur möglich sind.

Welche Belohnung bekommt Explosion, wenn er gewinnt?

Er wird jeden Tag verwöhnt – da gibt es leider nichts zu verheimlichen! Alle Pferde werden schon ziemlich verwöhnt, aber Explosion bettelt viel mehr und bekommt am Ende dann auch ein paar mehr Leckerli als die anderen. Seine Lieblingsbelohnung sind immer eine Menge Karotten.

Sophie Mottu Morel (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Sophie Mottu Morel (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Auf ein Wort mit den Veranstaltern:

Sophie Mottu Morel, Präsidentin des CHI Genf

Wie schaffen Sie es, jedes Jahr neue Innovationen für das Turnier zu finden?

Es ist nicht leicht, sich jedes Jahr etwas Neues einfallen zu lassen, aber wir hören auf unsere Partner und Sponsoren, wenn sie uns neue Ideen vorschlagen. Außerdem hören wir auf die Reiter und das Publikum, sodass jedes Jahr etwas Neues auf sie wartet, wenn sie zum CHI kommen. Dieses Jahr haben wir die CHI TV Plattform in der Nähe der Attraktionsarena, wir haben die allgemeine Beleuchtung geändert, sodass es ein bisschen dunkler in den Hallen ist, wir haben die Lichteffekte und die Musik vor einer Prüfung spannender gemacht, damit wir – mehr wie bei einer Show – vor den Prüfungen eine tolle Atmosphäre schaffen können. Wir denken auch an die Pferde in den Ställen, also haben auch sie etwas Neues bekommen und sind komfortabler untergebracht. Nächstes Jahr haben wir noch mehr Innovationen zu enthüllen, da wir dann 60. Jubiläum haben, also werden wir zu diesem Anlass etwas komplett anderes machen. Dieses Jahr ist es ein bisschen wie im vergangenen Jahr, wir haben nur ein paar kleinere Dinge angepasst, um das Turnier zu verbessern, es fällt also nicht so auf. Wir halten uns auch immer das Feedback vor Augen, das wir am Ende des Turniers bekommen.

Finden Sie, dass die Digitalisierung und die Sozialen Medien die Art, wie Sie für das Event werben, verändert/beeinflusst haben?

Das ist für uns äußerst wichtig. Wir haben eine große Community, und wir möchten mit ihr über Social Media kommunizieren – denn das macht heutzutage nunmal jeder so. Social Media ist einfach ein schneller Weg, unser Publikum und die Personen, mit denen man in Kontakt treten möchte, sofort zu erreichen. Dieses Jahr haben wir einen tollen Medienmanager. Wir wollen jedes Jahr besser werden, weil wir wissen, dass die junge Generation heute auf diese Art und Weise kommuniziert. Trotzdem sind wir auch der Meinung, dass die traditionellen Kommunikationswege, also Zeitungen, ebenfalls noch sehr wichtig sind. In unserem Publikum finden sich Menschen aller Art, und wir müssen mit allen kommunizieren. Wir legen dabei allerdings jedes Jahr den Schwerpunkt mehr und mehr auf Social Media, weil das die Zukunft ist.

Was machen Sie während des Turniers am liebsten (falls Sie Zeit haben)?

Ich schaue den Pferden gerne beim Springen zu. Während des Turniers habe ich nicht viel Zeit, ich gehe von einem Meeting zum nächsten, spreche mit Partnern, Sponsoren, den ehrenamtlichen Helfern und anderen Leuten. Wenn ich also mal Zeit habe, setze ich mich auf einen Stuhl und schaue den Pferden beim Springen zu. Besonders toll ist es für mich, wenn ich die Gelegenheit dazu habe, das Rolex IJRC Top 10 Finale zu verfolgen, aber das größte Highlight ist der Rolex Grand Prix am Sonntag, weil das natürlich die schwierigste Prüfung des Turniers ist.

Welche spannenden Ereignisse finden die Woche über statt? Worauf können sich die Leute freuen?

Es gibt viel Spannendes zu sehen, was die Leute nicht verpassen sollten, wenn sie diese Woche zum Turnier kommen. Als erstes natürlich den Rolex Grand Prix – wir haben 40 der besten internationalen Reiter, die gegeneinander antreten. Es ist eine wunderbare Prüfung und der Höhepunkt des Turniers. Das Rolex IJRC Top 10 Finale ist auch ein Highlight und absolut sehenswert. Für mich ist es mit am schönsten, einfach in der Halle mit dabei zu sein, weil immer so viel Energie von den Reitern auf das Publikum überspringt. Wir haben drei Disziplinen. Wenn es also möglich ist, sollte man alle drei anschauen. Die Besten sind dafür der Rolex Grand Prix, die Indoor Cross Vielseitigkeit und der Weltcup im Fahren.

Wie viele Menschen braucht es, um dieses Event auf die Beine zu stellen?

Im Komitee sind wir 35 Leute, und wir haben dazu noch 700 ehrenamtliche Helfer – wir sind also ziemlich viele. Für die Arena haben wir 150 ehrenamtliche Helfer, für die Ställe mehr als 100. Außerdem haben wir noch alle unsere Partner, das Catering, die Aussteller – alle gehören mit zum Team, weil sie es sind, die das Turnier gestalten. Wir haben viel Glück, dass wir mit so vielen ehrenamtlichen Helfern arbeiten können, Genf ist doch eine eher kleine Stadt! Aber rund um Genf gibt es viele Reitställe und Höfe, also haben wir hier viele reit- und pferdebegeisterte Leute, die dann auch gerne bei diesem Turnier mithelfen. Es ist unglaublich, aber es ist nicht schwer, ehrenamtliche Helfer für dieses Turnier zu finden, weil sie etwas zum CHI beitragen möchten. Normalerweise müssen wir rund 100 Leuten absagen, was uns immer sehr leid tut!

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Es ist an der Zeit.

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