Rolex Grand Slam of Show Jumping

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Mittendrin im CHIO Aachen 2019: Freitag, 19. Juli

Daniel Deusser und Killer Queen VDM (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Daniel Deusser und Killer Queen VDM (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Heimsieg für den deutschen Reiter Daniel Deusser im RWE Preis von Nordrhein-Westfalen!

 

Zur großen Freude der heimischen Fans beim CHIO Aachen wurde der Deutsche Daniel Deusser mit seiner braunen Stute Killer Queen VDM zum Sieger des RWE Preises von Nordrhein-Westfalen gekürt. Der Parcours von Frank Rothenberger stellte den 42 Teilnehmern der ersten Runde schwierige Aufgaben, und nur elf von ihnen durften im Stechen um den ersten Platz kämpfen. Schon früh sorgten fehlerfreie Runden für Druck auf diejenigen, die später starteten, und die Spitze des provisorischen Klassements änderte sich häufig, da im Wettkampf viele Möglichkeiten offen blieben. Der Belgier Olivier Philippaerts legte in nur 45,79 Sekunden eine schnelle Nullrunde hin, aber Deusser unterbot die Zeit von Philippaerts mit besonderem Geschick um mehr als eine Sekunde (44,65 Sekunden), und zur großen Freude der patriotischen Zuschauer konnte er seine Führungsposition behaupten und schließlich siegen.

Wie fühlt man sich, wenn man vor einer so großen heimischen Zuschauermenge gewinnt?

Ein Sieg hier in Aachen vermittelt immer ein ganz besonderes Gefühl. Man spürt geradezu, wie die heimischen Zuschauer hinter einem stehen, und die Atmosphäre ist unglaublich. Man möchte immer gute Leistung bringen und fehlerfrei springen, aber wenn man 40.000 Zuschauer hinter sich hat, die einem zujubeln, schafft das eine absolut unglaubliche Atmosphäre und beeinflusst die Art, wie man reitet.

Ist Killer Queen VDM ein zukünftiger Star?

Auf jeden Fall. Ich bin davon überzeugt, dass diese Stute für ganz hochkarätige Turniere geeignet ist. Letztes Jahr sagte ich, dass ich sie für ein Pferd mit großem Potenzial halte, und mit ihrer Leistung heute bin ich absolut zufrieden.

Der Wassergraben schien heute einige Probleme zu bereiten, was meinen Sie dazu?

Das ist sehr schwer zu erklären. Es war derselbe Wassergraben wie gestern, aber wir mussten ihn in die andere Richtung springen. Selbst mein Pferd, das mit Wasser normalerweise kaum Probleme hat, ist heute viel höher gesprungen als es das normalerweise tun würde. Es ist wirklich schwer zu sagen, warum. Vielleicht liegt es am Gras, weil wir sonst öfter auf Sandplätzen springen. Der Wassergraben selbst war weder zu groß noch zu schwierig, aber aus irgendeinem Grund hatten die Pferde heute mehr Probleme als gestern. Ich habe auch beobachtet, dass ein paar Pferde schlecht gesprungen sind, so dass ich gemischte Gefühle im Hinblick darauf hatte, wie ich selbst den Graben am besten springen sollte. Deshalb sind wir vielleicht nicht mit derselben Zuversicht und demselben Enthusiasmus geritten wie sonst.

Sie haben sich mit drei Pferden für den Rolex Grand Prix qualifiziert, welches werden Sie am Sonntag reiten?

Am Sonntag werde ich Tobago Z reiten.

Sean Vard (Photo: Tiffany Van Halle) Sean Vard (Photo: Tiffany Van Halle)

Hinter der Stalltür mit Sean Vard

 

Erzählen Sie uns etwas über die Pferde, die Sie diese Woche mitgebracht haben!

Wir haben diese Woche für den Rolex Grand Prix Clooney dabei, daneben ein neues, junges Pferd und zwei weitere Pferde, Chica BZ und Silver Shine. Beide werden jeweils an einer großen Prüfung teilnehmen und Clooney ist für den Rolex Grand Prix eingeplant. Ich hoffe, dass die jungen Pferde ihre Prüfungen gewinnen werden.

Offensichtlich ist Clooney 51 bei den Fans sehr beliebt. Können Sie uns sagen, was ihn zu einem so großartigen Pferd macht?

Das kann man jemandem, der ihn nicht kennt, nur schwer erklären. Clooney denkt sehr schnell, er ist äußerst intelligent. Er ist ein besonderes Pferd, wirklich einzigartig. Für mich ist er das intelligenteste Pferd der Welt, er weiß, wann es darauf ankommt. Er hatte in der Vergangenheit Probleme, aber seit er letztes Jahr operiert wurde, scheint er voll bei der Sache zu sein. Er ist zuverlässig, ein tolles Pferd, mental sehr stark. Vom Körperbau her ist er kein ideales Springpferd, aber er gibt sich größte Mühe, eines zu sein und die Ergebnisse sprechen für sich.

Wie ist er im Stall?

Er ist irrsinnig witzig. Diese Woche war er besonders lustig, er will immer Aufmerksamkeit, wirklich immer. Wenn man sich um ein anderes Pferd kümmert, sieht man, wie er einen aus dem Augenwinkel beobachtet. Er kann manchmal etwas schwierig sein, wenn eine besondere Atmosphäre herrscht, und wenn viele Zuschauer da sind, ist er auch schon mal beeindruckt, aber die meiste Zeit ist er unkompliziert im Umgang und man kann gut mit ihm arbeiten. Eine Tasche voll Leckerli hilft bei ihm immer.

Wie ist es, für Martin zu arbeiten?

Martin ist super. Ich arbeite jetzt seit drei Jahren für ihn und weiß was er erwartet. Alles sollte klar und einfach sein, dann ist er zufrieden. Er vertraut mir inzwischen. Ich arbeite selbständig und erfülle normalerweise seine Erwartungen. Die Zusammenarbeit ist gut.

Was macht Aachen aus Sicht eines Pferdepflegers zu einer so besonderen Veranstaltung?

Sobald man auf das Gelände fährt, fühlt man sich motiviert, alles an der Arbeit besser zu machen. Vom Abreitplatz über die Einkaufsmöglichkeiten bis hin zu den Boxen herrscht hier überall eine ganz besondere Atmosphäre. Auch die Atmosphäre auf dem Turnierplatz ist ganz einzigartig, hier ist alles eine Nummer größer.

Was mögen Sie an Ihrer Arbeit am liebsten?

Es ist toll, gute Ergebnisse zu erzielen, aber am besten gefällt es mir, den Fortschritten eines Jungpferdes beizuwohnen. Wir haben diese Woche Chica BZ mitgebracht. Vor zwei Jahren war sie noch ein Jungpferd, und diese Woche nimmt sie an der 5*-Prüfung teil. Die Entwicklung der Jungpferde zu beobachten und zu sehen, wie sie schließlich auf höchstem Niveau springen ist für mich der positivste Aspekt meiner Arbeit.

Kent Farrington und Creedance (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof) Kent Farrington und Creedance (Photo: Rolex Grand Slam / Ashley Neuhof)

Interview mit Kent Farrington

 

Wie wichtig sind für Sie als Spitzen-Springreiter körperliche und mentale Vorbereitung?

Für Spitzen-Springreiter und andere Spitzensportler ist meiner Meinung nach die Kombination sämtlicher Faktoren wichtig. Man muss mental und körperlich vorbereitet sein, und in unserem Sport kommt als zusätzliches Element noch das Pferd hinzu, das auch mental und körperlich auf das Turnier vorbereitet sein muss. Ich bemühe mich, das alles hinzubekommen, so dass wir hoffentlich am Sonntag eine Spitzenleistung erzielen können.

Sie leben als Reiter in den USA. Wie viel Vorbereitung und Organisation sind für Ihre Pferde und Ihr Team nötig, wenn Sie nach Europa reisen?

Da wir in den USA leben, ist viel Organisation erforderlich. Hinter mir steht ein großes Team, welches das alles ermöglicht, und dafür bin ich sehr dankbar. Der Flug und der Transport der Pferde erfordert eine genaue Terminplanung. Die Pferde müssen früh genug eintreffen, um für ein großes Turnier in Form zu sein.

Der Turnierplatz hier in Aachen zählt zu den größten der Welt. Wie ist es, hier zu reiten?

Für mich ist es der beste Turnierplatz überhaupt, aber man muss das richtige Pferd haben. Viele Pferde sind von diesem Platz schwer beeindruckt. Es ist daher hilfreich, mit einem mutigen, erfahrenen Pferd zu kommen.

Der Parcours gestern war ziemlich groß und stellte einige schwierige Anforderungen. Können wir das auch am Sonntag erwarten?

Das und noch mehr. Meiner Meinung nach rechnet man mit so etwas, wenn man nach Aachen kommt. Hier gibt es nur das Beste vom Besten, es geht um den größten Preis in unserem Sport. Ich denke, dass wir hier alle hart auf die Probe gestellt werden.

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Es ist an der Zeit.

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