Rolex Grand Slam of Show Jumping

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Rolex Grand Slam Spezial – Spruce Meadows 'Masters' at Home und vieles mehr!

Ian Allison and Eric Lamaze (Photo: Rolex Grand Slam/Ashley Neuhof) Ian Allison and Eric Lamaze (Photo: Rolex Grand Slam/Ashley Neuhof)

Mittendrin im Spruce Meadows 'Masters' at Home mit Ian Alisson

 

Was steht dieses Jahr auf dem Programm für das Spruce Meadows ‘Masters’ at Home?

Wir haben tief im Archiv gegraben und großartige historische ‘Masters’-Inhalte gefunden, darunter vollständige Programme, Reportagen und Interviews. Vieles davon dreht sich um den Sport, aber wir haben uns auch die Traditionen angesehen, wie die holländischen Blumen, den British Day und besondere Eigenheiten, die die ‘Masters’ einzigartig machen.

Wie sind Sie auf die Ideen für die Inhalte gekommen?

Das Spruce Meadows-Team hat sich zusammengesetzt und sich über alle die großartigen Momente und Erinnerungen der ‘Masters’ Gedanken gemacht. Wir haben auch unseren Fans zugehört, die sich zur Art der Inhalte geäußert haben, die sie gerne sehen würden. Nach unserem Erfolg mit den Ausgaben von Spruce Meadows „National“ und „North American at Home“ schien dies für uns ein sinnvoller Weg, unsere 45. Jubiläumssaison – irgendwie – feiern zu können.

Was haben Sie ins Programm aufgenommen, um ein internationales Publikum anzuziehen?

Die ‘Masters’ haben schon ein internationales Publikum, und die Gewinner stammen aus allen Ecken der Welt. Auf dem Programm stehen nicht nur Kanadier, sondern großartige Champions und Teams aus unserer gesamten Geschichte. Spruce Meadows hat eine globale Reichweite. Athleten aus über 60 Nationen sind hier angetreten, und beim BMO Nations‘ Cup waren bisher stets die besten Teams der Welt aus Nord- und Südamerika sowie Europa dabei.   

Was unterscheidet das Spruce Meadows ‘Masters’ at Home von anderen virtuellen Events?

Wir hatten das Glück, ein paar unserer Vorhaben für 2020 durchführen zu können, wie den XEROX Young Rider Award und Name the Foal, presented by TELUS. Von beiden Preisen werden wir Aufzeichnungen der Gewinner 2020 zeigen, die im Rahmen der Spruce Meadows ‘Masters’ at Home 2020 bekanntgegeben werden. Spruce Meadows verfügt zudem über eine umfangreiche Bibliothek an nicht nur vollständigen Turnieren, sondern auch hervorragenden Reportagen, die den Austragungsort und die erfolgreichen Reiter beleuchten, die dort angetreten sind.

Wie hat sich das Team auf die Corona-Pandemie eingestellt?

Dieses Jahr war auf jeden Fall ein sehr ungewöhnliches Jahr. Glücklicherweise konnten wir aber unsere Geschichte feiern und mit allen unseren Partnern zusammenarbeiten, um zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und wieder zur Normalität zurückzukehren. Wir konnten unsere Geschichte feiern, für die Zukunft planen und Technologien nutzen, um weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Haben die Ereignisse in diesem Jahr Sie zu einer Änderung des Formats der Events im kommenden Jahr bewogen?  

Wir möchten Spruce Meadows immer weiterentwickeln und Neuerungen einführen und stellen uns hierfür immer die Frage, wie wir noch besser werden können. Dieses Kapitel in unserer Geschichte wird sicherlich einige Änderungen bewirken, nicht nur für uns, sondern für alle Sportarten.

Die Spruce Meadows Summer Series veranstalteten Sie als digitale Version – wie kam das beim Publikum an?

Wir haben viel positives Feedback von unseren Fans bekommen, die unser „National“, „North American“ und den Canada Day at Home angesehen haben. Viele hatten Anmerkungen zu den Turnieren und Arten der Funktionen, die sie gerne für die ‘Masters’ hätten. Das haben wir bei der Planung der ‘Masters’ at Home berücksichtigt und haben sogar eine Abstimmungsfunktion für Fans eingerichtet, über die sie einige der Turniere auswählen können, die sie gerne sehen würden. Unsere Archive stecken mit unzähligen denkwürdigen Momenten und unvergesslichen Athleten und Offiziellen voller Optionen.

Mit welchen Reitern haben Sie bisher zusammengearbeitet? Und welche Reiter stehen schon auf der Teilnehmerliste?

Für das Spruce Meadows ‘Masters’ at Home konzentrieren wir uns hauptsächlich auf die historischen Inhalte. Wir haben einige vergangene Momente ausgewählt, von denen wir hoffen, dass sie dem Publikum gefallen werden, und haben es den Fans ermöglicht, bei der Auswahl der Inhalte, die präsentiert werden, mitzureden. Zum Glück haben wir noch vor unserem 45. Jahrestag und der Pandemie die Gelegenheit genutzt, uns mit vielen heutigen und auch früheren Stars des Sports zu unterhalten.  

Was war die größte Lehre, die Sie aus den Ereignissen der letzten Zeit gezogen haben? 

Wir alle müssen lernen, uns anzupassen und Dinge zu bewältigen. Gesundheit und Sicherheit haben für unsere Fans, Mitarbeiter, Athleten, Offiziellen und Sponsoren oberste Priorität. Wir werden diese Zeit überstehen, dabei viele Lektionen lernen und am Ende mit einigen fantastischen Innovationen dastehen.

Sie haben auch ein Fußballteam. Vermischen Sie die Kommunikation zwischen den beiden Sportarten? 

Ja, die Marken Spruce Meadows und Cavalry FC werden aus den gleichen Gründen respektiert und positiv aufgenommen. Wir können unsere Kommunikation mischen und für beide Sportarten neue Fans gewinnen.

Was hat Ihnen bei der Vorbereitung auf die Spruce Meadows ‘Masters’ at Home am meisten Spaß gemacht? 

Es war wirklich toll, mit vielen jüngeren Kollegen im Archiv (und unseren Erinnerungen) zu graben und solch unvergessliche Momente, von denen es so viele gab, noch einmal Revue passieren zu lassen. Durch diesen Prozess haben die folgenden Generationen an Führungskräften unsere Vergangenheit besser verstehen und schätzen gelernt.

2021 wird der Rolex Grand Slam of Show Jumping ausgetragen. Welche Reiter haben Ihrer Meinung nach gute Chancen?

Das lässt sich nur schwer voraussagen. Jeder Reiter in den Top 50 der Weltrangliste kommt in Frage. Ich denke, Steve Guerdat hat den Sieg immer im Blick. Scott Brash sollte man auch nicht ignorieren, da er eine neue Auswahl an Pferden vorbereitet.

Wenn der CSIO Spruce Meadows ‘Masters’ dieses Jahr stattgefunden hätte, wer hätte beim CP ‘International’, presented by Rolex Ihrer Meinung nach den Sieg geholt?

Ich denke, Steve Guerdat wäre sicherlich ein Favorit gewesen. Die Spiele in Tokyo wären abgeschlossen gewesen, und zwischendrin hätte es eine ausreichend lange Pause gegeben. Er hat das Talent, die Konzentration und starke Pferde.

Judy Ann Melchior (Photo: Erin Gilmore Photography) Judy Ann Melchior (Photo: Erin Gilmore Photography)

Wort der Züchter mit Judy Ann Melchior, Züchterin in Zangersheide und internationale Reiterin

 

Was ist Ihre früheste Erinnerung ans Reiten?

Meine früheste Erinnerung ist ein Besuch beim CHIO Aachen mit meinem Vater, ich glaube, ich war etwa sieben oder acht Jahre alt. Alles war so riesig und unglaublich beeindruckend!

Worauf sind Sie in Ihrer Karriere besonders stolz?

Auf zwei Dinge: Die Bronzemedaille bei den FEI World Equestrian Games™ und die Teilnahme am FEI Nations Cup™ in Aachen, wo die Atmosphäre so richtig knisterte.

Wie sind Sie auf den Zuchtaspekt dieses Sports gekommen?

Ich glaube, das war mehr ein Familienunternehmen, in das ich reingewachsen bin. Zuhause haben wir schon immer Pferde gezüchtet – mein Vater hat ein Zuchtbuch. Die Pferdezucht hat also schon immer eine sehr große Rolle gespielt. Schon als Kind hatte ich damit zu tun und habe bis zum heutigen Tag daran festgehalten. Noch präsenter wurde das Ganze, als meine Springstuten in das Zuchtprogramm aufgenommen wurden und ich so die Chance bekam, Fohlen von meinen ehemaligen Sportpferden zu ziehen und diese zu unseren Sportpferden von heute auszubilden.

Könnten Sie kurz zusammenfassen, worauf es bei der Zucht eines Springpferdes besonders ankommt, was dahintersteckt, wie Sie entscheiden, welche Paare Sie zur Zucht einsetzen, etc.?

Ich glaube, es gibt zwei Aspekte, die wirklich wichtig sind. Natürlich ist die Abstammung der Pferde wichtig, aber auf der anderen Seite muss man auch seinen Hengst und seine Stute gut kennen. Wenn man weiß, welche Qualitäten eine Stute mitbringt, und auch, wie der Hengst diese ergänzen kann, kann man eine fundierte Entscheidung treffen und so die Paare optimal zusammenstellen. Die Abstammung sollte natürlich auch nicht vernachlässigt werden, und man stellt sich hierzu Fragen wie zum Beispiel welche anderen Blutlinien bei der Zucht nachweislich guten Nachwuchs hervorgebracht haben. Im Prinzip ist es ein Puzzle, von dem Sie nie zu 100% sicher sein können, dass es am Ende passt. Außerdem sind Leidenschaft und Gefühl bei der Zucht ebenfalls unglaublich wichtig.

Wurden Sie von Ihren Zuchtergebnissen auch hier und da mal überrascht?

Ja, das war bei einigen unserer Paarungen der Fall, und in beide Richtungen. Wir hatten Kombinationen, von denen wir dachten‚ das wird der nächste Superstar, und dann stellte sich das Pferd als eher durchschnittlich heraus. Dann gab es Kombinationen, die uns wirklich überrascht haben. Was aber tatsächlich passiert, ist, dass sich die Pferde eben weiterentwickeln. Manchmal hat man also Fohlen, von denen man meint, sie seien nur so mittelprächtig, die sich aber später, wenn sie älter sind, zu einem tollen Pferd gemausert haben.

Die Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter ist zweifelsohne wichtig. Ist das etwas, wonach Sie Ausschau halten, wenn Sie Ihre Pferde an neue Besitzer verkaufen?

Ja. Die Partnerschaft, die sich im Laufe der Zeit mit dem Reiter entwickelt, das ist tatsächlich genau das, was das Pferd später ausmacht. Wenn Reiter und Pferd nicht harmonieren, kann man das Potential des Pferdes nie vollständig ausschöpfen.

Können Sie uns ein paar Einblicke hinter die Kulissen eines typischen Zuchtprogramms geben?

Also, da haben wir die Stuten, manche neu und manche, die schon im Zuchtprogramm eingesetzt wurden. Wir schauen uns immer die Fohlen der schon im Zuchtprogramm vorhandenen Stuten an, um zu sehen, wie sie sich entwickelt haben und ob die Hengst-Stute-Kombination wie erwartet funktioniert hat oder nicht. Je nach Zuchtergebnis der vorigen Fohlen ändern wir dann womöglich etwas. Wenn wir sehen, dass das Ergebnis der Stute mit einem bestimmten Hengst gut funktioniert hat, setzen wir normalerweise dieselbe Paarung wieder ein. Sollte das nicht möglich sein, wählen wir für die Stute einen Hengst, der von der Abstammung und dem Typ her dem vorigen möglichst ähnlich ist. War das Ergebnis eines Zuchtpaares nicht befriedigend, versuchen wir herauszufinden, woran es lag. Handelt es sich um eine neue Stute, oder eine Stute, die erst kürzlich aus dem Sport genommen und noch nicht zur Zucht eingesetzt wurde, schauen wir sie uns etwas genauer an und analysieren die Qualitäten, die sie schon hat, und wie der Hengst seine Eigenschaften beitragen kann. Ab diesem Moment beginnt die Fortpflanzung.

Wie lange behalten Sie ein Fohlen, bevor es an den neuen Besitzer geht oder Sie mit der Ausbildung anfangen?

Stuten und Fohlen bleiben etwa fünf bis sechs Monate zusammen. Danach, während der Absetzzeit, wird das Fohlen langsam unabhängiger von der Mutter. Anschließend werden die Fohlen in Gruppen von sieben oder acht Tieren gehalten. Bei gutem Wetter können sie auf den Paddock oder die Koppel, und bei schlechtem Wetter haben sie freien Zugang zu ihren Ställen und dem Paddock. Sie können im Prinzip also kommen und gehen, wie sie möchten. Im Alter von etwa drei Jahren beginnen wir mit dem Freispringen. Von den dreijährigen Stuten ziehen wir manchmal ein Fohlen, bevor sie in den Sport gehen, und die Hengste werden auf die Körung vorbereitet. Die meisten Hengste reiten wir an, bevor sie vier Jahre alt sind, bei den Stuten warten wir etwas länger damit.

Wie viele Pferde züchten Sie pro Jahr?

In einem Jahr ziehen wir etwa 25 Fohlen.

Was ist für Sie das Hauptanliegen mit Ihrer Pferdezucht?

Mein Ziel ist es, sowohl für uns als auch für andere Reiter Sportpferde von höchster Qualität zu züchten. Es ist auch richtig toll, wenn wir unsere eigenen Pferde auf höchstem Niveau reiten können. Manche Pferde aus unserer Zucht waren sehr erfolgreich, und Christian [Ahlmann] hat auch viele Pferde aus unserer Zucht im Stall, die zu seiner Top-Auswahl gehören.

Auf welches selbst gezogenes Pferd sind Sie am meisten stolz?

Ich würde sagen, As Cold as Ice Z ist einer meiner von mir selbst gezogenen Favoriten, weil sie viele meiner Träume hat wahr werden lassen und eine Stute ist, die bei uns zuhause geboren wurde. Als zweites würde ich Take a Chance on Me Z nennen. Er war das erste selbst gezogene Pferd aus einem meiner alten Sportpferde. Er hat sich außerdem zu einem Grand Prix-Pferd entwickelt, was mich unglaublich stolz darauf macht, dass ich ihn aufgezogen und zu so einem großartigen Pferd ausgebildet habe. Wir haben schon mit seiner Mutter und seinem Vater Grand Prix-Preise gewonnen, und dass wir diese Erfolge auch mit dem Fohlen fortsetzen konnten, macht es zu etwas ganz Besonderem.

Abgesehen von der Zucht, was sind Ihre Ambitionen und Wünsche für Ihre Karriere im Springsport?

Ich bin schon seit etwa 18 Monaten kein Turnier mehr geritten, da ich unser zweites Kind bekommen habe und aufhören musste, weil ich einfach keine Zeit hatte. Mit der Zucht, den Auktionen und anderen Dingen war es einfach zu viel. Trotzdem habe ich mich nicht zur Ruhe gesetzt, weil ich das Reiten liebe. Aber im Moment habe ich keine Zeit, an Turnieren teilzunehmen. Springen nimmt viel Zeit in Anspruch, und weil mein Zeitplan schon mit Familie und Pferdezucht so voll ist, kann ich das momentan nicht unterbringen. Aber warten wir ab, was die Zukunft bringt. Ansonsten habe ich natürlich Ambitionen. Mich bei Auktionen zu engagieren macht mir wirklich sehr viel Spaß. Vor etwa sieben Jahren haben wir eine der ersten Online-Auktionen organisiert. Heute sind diese Auktionen weit verbreitet, es wurde also zu einem ziemlich großen Geschäft für uns.

Welcher der vier Majors, aus denen der Rolex Grand Slam of Show Jumping besteht, gefällt Ihnen am besten?

Aachen, keine Frage. Das ist fast wie unser Heimturnier, wir wohnen nur 30 Minuten entfernt. Es fühlt sich so an, als ob es mehr ein Heimturnier für mich ist, als für die Deutschen. Wenn die Arena voll ist, ist die Stimmung einfach unglaublich.

Wer hat Sie am meisten inspiriert? Wer hat Sie im Laufe Ihrer Karriere am meisten inspiriert?

Mein Vater.

Wie lautet der beste Ratschlag, den Sie jemals erhalten haben?

Gute Frage. Ich habe über die Jahre viele gute Ratschläge bekommen. Aber es gibt ein Zitat, das mir immer im Hinterkopf bleibt: „Wenn du fällst und wieder aufstehst, bist du stärker als derjenige, der niemals hingefallen ist“ – Das halte ich mir immer vor Augen, egal, was ich in meinem Leben gerade tue.

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Es ist an der Zeit.

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